Reisen nach dem Reiche China.
< 2« Den 2ysten reisten sie ungefähr neun Seemeilen fort zwischen Bergen, die eben sole L^mre. wüste aussahen, als die vorigen. 'Die giengen unweit eines Berges vorbey, der wie einFomaney. Kegel gestaltet war, und auf dem Gipfel einen kleinen Tempel hatte, zu welchem man durch^' sehr enge und steile Treppen, fast zweihundert Stufen hoch, hinaufsteigt. Bald daraufkamen sie in eine weite wohlgebaute Ebene. Zwo Seemeilen vor ihrer Herberge giengenStMCHang sie bey den Mauern eines Städtchens, Namens Chang rsin hyen, vorbey. Vor demrftn hyen. Thore giengen sie über einen Morast, der damals trocken war, und eine Brücke von neunBogen hatte, die von großen und hohen viereckigen steinernen Pfeilern getragen wurde, sodaß die Bogen nur klein sind. Sie fangt sich mit einem großen Bogen an, und ist gegendas Ende abhängig gebaut, welcher Theil lang ist, und auf sieben kleinen Bogen ruhet, dieein dicker steinerner Pfeiler von den andern absondert. Die Köpfe der Pfosten, auf welchendie Steine ruhen, die zu den Geländern dienen, sind grob auögehauene Thierbilder. Allesist aus einer Art schwärzlichten Marmor^ roh und unpolirt ausgehauen. Der Bodenbesteht aus großen viereckichten Platten von eben der Art. In den beyden Provinzen, durchwelche sie giengen, fanden sie eine große Menge dergleichen, besonders inGhanrsng;und vermuthlich waren die von Bäumen so entblößten Berge, die sie sahen, davon voll,weil sich an denen Orten, wo der Regen die Erde weggewaschen hatte, schwärzlichte Steinezeigten, die diesem Marmor sehr glichen.
Tempel und Den zosten reisten sie zehn Meilen in einem sehr ebenen Lande, das wohl angebautGräber. und voller großen Meyerhöfe oder Dörfer war, die man für Marktstecken halten konnte.
In jedem Dorfe sahet, sie verschiedene Tempel, welches die einzigen Ziegelgebäude sind, daalles übrige aus Erde und Strohe aufgeführet ist. Die Dächer und die Abläufe derselbensind mit Vögeln, Drachen und Laubwerke beseht, und mit roth- und blaugefimißten Zie-geln gedeckt. Sie fanden hier und da in diesen Ebenen pyramidenförmige Gräber von Erde.An solchen Platzen sind gemeiniglich Cypressenwäldchen, deren Bäume kleine Blätter haben,und sehr artig aussehen.
Vormittags giengen sie bey Zu ching hyen, einer viereckichten Stadt, vorbey, derenMauern von Erde mit Srrohe vermengt gemacht sind; an vielen Orten bestehen sie auchaus an der Sonne getrockneten Ziegelsteinen, welche mit Töpferthone schlecht überworfensind. Die Wirthshäuser waren die elendesten, die sie noch gesehen hatten. Außer einergroßen Menge von Dörfern, durch welche die Hauptstraße geht, fanden sie häufige Herber-gen auf der Seite des Weges. Dieses sind Zelter von Geröhricht, oder aufs beste, elendeHütten von Erde, wo die geringern Leute Herbergen. Auf den meisten Thürmen hier sahensie eiserne Klocken, mit schlechter Kunst gegossen.
Pin ywen Den Zisten war ihre Lagerstatt zwölf Meilen weiter. Zwo Seemeilen von der Stadt,hyen. wo sie herbergten, hatten sie die Stadt Pin ywen hyen zur Linken, die ungefähr zwoSeemeilen im Umfange zu haben schien. In einer von ihren Vorstädten, durch welche siegiengen, sahen sie unzählig viel Volk, und großen Vorrath von Holze, womit dem An-sehen nach ein starker Handel getrieben ward.
Acht Seemeilen von hier fanden sie eine große Stadt, Tachew genannt, an demgroße«, Canale des Hofes gelegen, und mit schönen Ziegelmauern umgeben. Eine vonihren Vorstädten, durch welche sie giengen, schien wie eine Stadt, wegen ihrer Größeund Menge von Einwohnern.
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