XIV Buch VIII Capitel. 44S
Von Ta chew ward der Weg, der zuvor ein wenig hohl war, mit der Ebene gleich, r 6 8 8und ist einer von den schönsten, die man sich vorstellen kann, die Beschwerlichkeit des Stau- le'Lomee.bes ausgenommen. Die Ebene ist so stach, als ein Garten, voller Dörfer, die mit Obst- Loncane^bäumen umgeben sind, und Cypresscnwäldchen bey den Gräbern. Der Boden ist eine Art vonTöpferthone; die Karren werden von Ochsen gezogen , von denen einer an statt des-Sattel-pferdes dienet, und einen kleinen Sattel tragt. Die Häuser und Herbergen stnd meist vonErde, und sehr niedrig. Das Dach besteht aus Schilfe, und ist nach und nach so gerun-det , daß es stach aussieht. Sie brauchen meist Steinkohlen zur Feuerung, aus Mangeldes Holzes; Geröhrig aber und Stroh haben sie in Menge.
In dem königlichen Canale, der dieser Stadt nördlich liegt, und zugefroren war, sahm Magazinesie eine Reihe Barken, eine halbe Seemeile weit hinter einander liegen. Auf dem Wege undThürme.von Hang wha pu trafen sie oft länglichte viersckichte Thürme, oder kleine Erhöhungenvon Ziegelsteinen, etwan fünf und vierzig Fuß hoch , fünfzig oder sechzig Fuß lang, undachtzehn oder zwanzig Fuß breit, an, die aus zweenen übereinander erhöhten Absäßen be-stunden, und auf einer Seite sieben Spitzen, auf der andern aber dreye hatten. Masfindet sie in den meisten dieser Dörfer, deren Einwohner sie zur Verwahrung ihrer Sachen,bey unruhigen Zeiten, oder bey einem Einbrüche von Räubern, brauchen.
Die Dörfer sind meistens mit Erdmauern umgeben, und haben zwey Thore, die wieStadtthore aussehen; eines an jedem Ende der Straßen mit kleinen Götzentempeln darü-ber. Die Häuser sind aus Erde mit Strohe vermengt aufgeführet, und die Dächer liegen 'fast flach. Verschiedene von ihnen haben eine Erhöhung. Ueberhaupt sahen sie auf demWege von Ning po durch und durch keine Gebäude, die der Mühe werth waren, ausge-nommen die öffentlichen, als die Dämme, hohen Wege, Brücken, Stadtmauern , Tri-umphbogen und dergleichen.
Den rsten des Hornungs, vier Seemeilen von dem Platze, wo sie herbergten, gren-zen sie in die Provinz pe ehe li, und mußten durch ein Ende von den Vorstädten von 2xing King chew.ctww. Die Mauern dieser Stadt schienen von Erde zu seyn. Sie sahen drey Seiten davon,die rechtwinklicht waren; woraus der Verfasser schloß, sie sey, wie die meisten chinesischenStädte, viereckicht. Innerhalb der Mauer bemerkten sie einen sechöeckigten Thurm, mitzwölf oder dreyzehn Absaßen, davon immer einer kleiner als der andere war, und auf jederSeite Fenster hatte. In der nördlichen und südlichen Vorstadt befinden sich verschiedene vondiesen Thürmen, die vorhin sind erwähnt worden. Ihr Nachtlager war fünf Seemeilenvon Zxmg chew, in -er Stadt Fu ching hyen, und der Weg sehr staubicht. Sie erhiel- m> «Hingten daselbst die Nachricht von dem Tode der Kaiserinn , der Mutter des Kaisers Aang hi, byen.die den 27sten des letzten Monats gestorben war. Um sich nach -er Gewohnheit des Landeszu richten, legten sie sogleich den rothen Seidenbusch ab, der ihre Kappen bedeckte. Die-ses Trauer-zeichen wird durch das ganze Reich, wenigstens sieben und zwanzig Tage von derZeit an, da sie die Nachricht erhalten, beobachtet. Die Mandarinen machen den Befehldazu bekannt, und wer nicht gehorchet, der ist straffällig.
Den 2ten des Hornungs war der Anfang von einem neuen Jahre der Chinesen, dessen Chinesischeserste Tage in China, wie etwan das Carnevall in Europa, mit Ergötzungen zugebracht Neujahr,werden. Sie besuchen einander, wünschen einander ein neues Jahr, und stellen öffentlicheFreudensbczeugungen mit Erleuchtungen und Feuerwerken an. Sie speisten diesen Tag -Allgem. Relsebefthr. V Band. L l l sieben