45Q Reisen nach dem Reiche China. -
16 8 S sieben Meilen von Fu ching, in einem großen Dorfe. Als ße solches verließen, giengenle Lomte. sie über eine etwan zwanzig Fuß lange marmorsteinerne Brücke, deren Geländer aus schö-Komaney. nen längst dem Boden gelegten Tafeln bestehen, die zwanzig Zoll Breite und fünf Zoll
'-" Lange haben -?), und mit halb erhabenen Figuren gezieret sind. Zwischen zweyen befanden
sich allezeit Postementer mit Löwen, die besser ausgehauen waren, als diejenigen, welchesie zuvor gesehen hatten ä).
In dieser Provinz befindet sich eine Menge von Marmor; das Land ist eben und wohl-gebaut, voll Städte und Dörfer, die, wegen ihrer Thürme, in welchen die Einwohner ihreSachen verwahren, in der Ferne wie Festungen aussehen. Alle Häuser sind von Erde,die Dächer stach und mit Strohe oder Stoppeln gedeckt. Viele haben auf den Seitenkleine viereckichke Pavillons; sie trafen auf dem Wege eine große Menge Bothenläufer, mitkleinen Büchsen auf dem Rücken an, die in gelben Zeug gewickelt waren; ohne Zweifel ver-meldete» diese der Kaiserinn Tod in die verschiedenen Gegenden des Reichs. Sie reistenHyen hyen. des Abends vier bis fünf Seemeilen; und als sie bey Hyen hyen, einer Stadt von etwaeiner Meile im Umkreise, vorbey waren, (deren Mauer sowohl als die Häuser statt der or-dentlichen Ziegel, aus viereckichten Dachziegeln erbaut sind, so hielten sie zu Rye kyalmihr Nachtlager.
Als sie den zten etwa zwo Seemeilen fortgerückt waren, giengen sie bey der StadtHo kxm fu. Ho kyen fu vorbey, die viereckicht ist, und etwa zwo Seemeilen im Umkreise hat. DieMauern und Brustwehren von Ziegeln, sind in sehr gutem Stande, und werden durch kleineviereckichte Thürme mit kleinen viereckichten Bollwerken, nicht über sieben oder acht Fadenin der Fronte, vertheidiget. Neun Seemeilen weiter, kamen sie zu einer andern Stadt Iinkyew hyen. Das Land schien eben, so wie die vorhergehenden Tage. Einige Städte undDörfer, die sehr zahlreich sind, waren ungemein lang, und hatten wie die vorerwähnten,Thore auf beyden Seiten. An verschiedenen Orten trafen sie Marmortafeln mit Aufschrif-ten an, die senkrecht auf den Rücken ungeheurer marmorner Schildkröten gesetzt waren.Seit dem sie von LTKng pH weg waren, sahen sie weder Holz noch Wälder.
Zin kyew Iin kyew hyen ist in Gestalt eines länglichken Vierecks, und schien etwa tausend vierhun-
hyerr. dert Schritte im Umfange zu haben. Sie sahen hier zweene Triumphbögen. Die Mauernund Brustwehren sind von Ziegeln, über dreyßig Fuß hoch mit Thürmen in gewissen Weiten.Die Häuser sind, wie in den Dörfern, von Ziegeln und die Dächer artig genug.
Den gten giengen sie fünf Seemeilen von dieser Stadt, durch eine große Burg,die starken Handel treibt. In ihrer Mitte ist ein Triumphbogen, wie die beyden nur jetzterwähnten. Gleich wo dieser Platz ausgeht, fängt sich ein Damm an, und eine Seemeiledarunter sind Moräste, durch welche ein anderer Damm, fünf hundert Schritte weit geht.Als sie über denselben waren, fanden sie ein großes Dorf, wo drey hölzerne Brücken übersoviel Eanäle gehen.
Hyong. hyen. Drey Seemeilen darunter giengen sie durch die Stadt Hyong hyen, deren südöst-liche Vorstadt durch einen Canal durchschnitten wird. Die Straße war mit vier Triumph-bögen geziert, deren Pfeiler auf Grundsteinen von weißem Marmor stehen, die drey Fußhoch sind; sie sind aus vier Steinen, die mit eisernen Haken verbunden, und mit Nieten voneben dem Metalle befestigt sind, zusammen gefetzt. Der Pfeiler, der von Holz ist, ist meistens
zwischen
Dieß scheint ein Fehler zu seyn; denn sie sollten nicht breiter, alü lang seyn.