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Fünfter Band.
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XIV Buch XI Capitel. 485

Stäbe, mit Drachenköpfen oben darauf; zweene Nachrichter mit Stäben in den Händen; 16 y;

vier Stabträger; vier andere Bediente mit rothen und schwärzet« Hüten ohne Rand, und Gemellimit zweenen herunterhängenden Federbüschen, die ein Getöne machten, das Volk dadurch zu . Eareri. ^benachrichtigen. Darauf kam der Mandarin, in einem Geisel von vier Leuten getragen,mit drey Sonnenschirmen auf der Seite. Zehn Bediente folgten ihm, mit Säbeln an derSeite, deren Spitzen vor- und die Gefäße rückwärts hingen.

Den?ten kamen sie an das Dorf Chan key, und den 8ten nach Tau koyen, wo dieChinesen, weil der Fluß nicht in die Felder kann geleitet werden, das Wasser in einem Eimerheraufziehen, dabey vier Leute an dem Seile arbeiten; oder auch vermittelst eines Rades undeiner Kette von viereckichten Brettern, welche durch einen großen ausgeholten Stamm, der im >

Flusse steht, geht, und das Wasser in einen Canal bringt, durch den es längst dem Grundehingeleitet wird. Diese artige Erfindung, saget Gemelli, hat von keinem andern Witze,als von dem bewundernswerthen Witze der Chinesen, können ausgebucht werden.

Den 9 ten langten sie zu LTsan pari fu o) an, wo die spanischen Missionarien eine NanhyongKirche haben. Die Stadt liegt auf der rechten Seite des Flusses, ist anderthalbe Meile so-lang , und nur eine Vierthelmeile breit. Der Verfasser, welcher in einem Sessel herum-getragen ward, fand da nichts, das die Augen ergötzt hätte, weil viele Häuser eingefallenund wüste waren. Innerhalb der Stadt giebt es auch große Gärten; da aber ein starkerWeg durchgeht, so ist es ein wichtiger Handelsplatz.

Den roten gieng er mit seinen Bedienten in Tragsesseln von hier nach Narr ngan.

Diese Sessel sind sehr leicht; sie werden aus Rohre und mit den Stangen gleich gemacht,weil sie über einen höckerichten Berg gehen müssen /). Die Träger gehen unglaublichgeschwind, ohne die ganze Reise von dreyßig Meilen über dreymal zu ruhen; sie trabenfünf italienische Meilen in einer Stunde fort, ohne Tragriemen. An statt derselben habensie quer über dem Nacken ein Stück Holz, das ihnen ins Fleisch einschneidet. Einige ver-hüten solches durch ein ledernes Halsband.

Der Weg sieht aus wie eine Messe; alles ist voller Tragsessel, und unzählige Träger Merkwürdig. schaffen die Waaren fort. Der Verfasser versichert, er habe auf dieser kurzen Reise über gerWeg.dreyßigtausend Menschen angetroffen. Der Weg selbst ist wie eine Reihe von Dörfernund Wirthshäusern, wo die Träger um etwas geringes zehren. Wo das Land bepflanztwerden kann, da ist es ein vollkommenes Reißfeld, der daselbst zu allen Zeiten reifet, weil dasLand nie brache liegt ^).

Der Berg, der zwo Meilen aufwärts steigt, und sich eben so viel wieder senket, istsehr steil. Auf der Mitte des Weges befindet sich ein Tempel, mit den Bildsäulen zweenerMandarinen ?-) der benachbarten Städte, die den Weg durch den Berg haben hauenlassen. Zwo Meilen darunter kamen sie nach Li^an ngan fu, und herbergten bey den Nan ngan sii.spanischen Franciscanern.

Der König von Spanien wendet tausend Stück von Achten aufeinen Miffionarius, dernach China geschickt wird,und versorget ihn noch jährlich mit hundert und vierzigen; wobey er fürzwanzigMönche bezahlet, ob sie gleich nur zwölfe hier haben. Er thut eben das mit den spanischen

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Gemelli auf der r 8 L und folg. Seite. Götzen an; woraus wir sehen, daß die niederträch-

7) Gemelli saget, die Lhineser beteten solche als tige Gewohnheir, anoere Religionen zu verleumden,

ihm auch anhängt.