^04 Reisen nach dem Reiche China.
6 a 4 Den yten war ihr Nachtlager zu Lyang chen. Den Tag darauf verließen sie bet,Gemelli Weg nach Nan king, und giengen linker Hand nach Nanchang fu zu, wo sie in einemLaceri. Boote über den whay ho sehten, und in solches von Bauern auf den Rücken getragen'-*-' wurden, weil das Boot nicht nahe aus Ufer kam.
Sie speisten zu Chan chingoy, einer Stadt am Ufer eben des Flusses, und hieltenihr Nachtlager in her Stadt Fong yang fu /). So groß dieser Ort ist, so hat er dochkeine Mauer, aber gute Straßen. Es befinden sich auch Höfe darinnen, mit einer großenHalle in der Mitten, und verschiedenen Zimmern, eines über dem andern, alles vom Holze,aber wohlgebaut. An der Thüre dieser Halle befanden sich verschiedene Gefangene, mitKetten an den Füßen, und einem großen viereckichten Brette um den Hals, das unge-fähr einen Zentner wog.
Sie hielten sich den uten hier auf, daß die Pferde ausruhen sollten, da denn der Verfassereinen Tragsessel nahm, und die Stadt whan chen zu besehen gieng, die nur wenig mitStrohs gedeckte Häuser hak. Sie ist nur auf drey Seiten ummauert, und auf der nördli-chen, welches die längste ist, durch die Gipfel der Berge verschlossen. Auf dieser Seite sindauch wenig Häuser, und das übrige sind gepflügte Felder.
Den i2ten speisten sie zu Hin che hyen; nachgehends gieng ihr Weg über Ebenenund Berge nach Tin gen hyen -»). Die Mauern dieser Stadt haben nicht über eineMeile im Umkreise: sie hat nur eine Straße, wo Markt gehalten wird, aber die Kramlä-den daselbst und in der Vorstadt sind gut. Den Tag darauf blieben sie zu Chan chauyen und reisten durch ein ebenes Land nach Patern. Für einen so guten Weg sind die Her-bergen schlecht, und Gemelli mußte in einerley Zimmer mit einem Tartar schlafen, der,wie er zu Bette war, seinen Pagen seinen Bauch wie eine Trummel schlagen ließ, darübereinzuschlafen; eben diese Musik ward drey Stunden vor Tage wiederhohlt.
Den i-zten speiste er zu Lyang byen, nachdem er erstlich durch Tr enpu, eine große,aber offene Stadt gegangen war. Wie er aus solcher heraus kam, so traf er einen Manda-rin mit starker Begleitung an. Vor ihm gieng viel Bagage, welche Soldaten zur Bedeckunghatte; darauf folgte eine große Menge Bedienten und Officirer in Tragscsseln, alle in einerReihe, mit Pagen und andern Begleitern zu Pferde. Darauf kam der Mandarin in einemSessel, den acht Mann trugen; ihn umgaben verschiedene Soldaten, die allerley kleine Ba-gage trugen, und unter solchen war ein sehr großer, Nach diesen kamen noch mehr Sol-daten und Bedienten, wohl tausend an der Zahl.
kyu chewfu. Das Nachtlager war in der Stadt Lyu cherv fu «), deren mit Wasser umgebeneMauern einen kleinen Umfang haben, weil von einem Thore zum andern nur em Drittheileiner Meile ist. Gleichwohl hat sie gute Kramläden und große Vorstädte o).
Den
D In der Grundschrift; Lu man fu.
«) Trug z-wen bz?en.
») Zu der Jesuiten Karte; aber beym Verfas-ser Lu cbi fu.
s) Gemelli auf der z?s und folgende» Seite./>) Chen, oder, wie e« manchmal geschriebenwirb, chm.
Fortsetzung des Weges von pe king nach Nlanchaiigfu.
s Dec. Lyang chen -- 8o Li. iz Dec. patein - - lcwlk.
Tongyangfu - 90 14 Lyuchewfu
Dng gan hyen - 90 15 Tauchin
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