Band 
Fünfter Band.
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519
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XIV Buch XU Capitel. 5-s

Dee Kaiser schickte ihm von seiner Tafel eine gebratene Gans, ein Spanferkel, eine sehr 169zguteSchöpsenkeule, und bald darauf verschiedene Schüsseln mit Früchten, und eine Art von I^branSGetränke, die aus gekochtem Thee, geröstetem Mehle und Butter, bestund, und fast wie , ^

abgekochte Bohnen H, oder Coffee, aussah. Nachgehends befahl Seine Vlajestät, ihn zu ^befragen, was er für europäische Sprachen verstünde; er antwortete, er könnte russisch, an ihn ge,deutsch, holländisch, und etwas italienisch sprechen. Darauf schickte der Kaiser sogleich etliche thau wor-Bediente nach dem Hintertheile deö Pallastes, und es erschienen drey Jesuiten, die sich dem den.Throne näherten. Nachdem sie niedergekniet waren, und ihre Ehrerbiethung bezeugt hat-ten, befahl ihnen der Kaiser aufzustehen. Einer war ein Franzose, Johann Lran;Gerbillon, der andere, Anton Thomas, ein Portugiese. Der erste näherte sich demGesandten, und fragte ihn italienisch, in des Kaisers Namen, wie lange er von Moskaunach Peking gereist, und ob er zu Wagen, zu Pferde, oder zu Wasser gekommen wäre.

Nach erhaltener Antwort kehrte er zurück, Seine Majestät davon zu benachrichtigen. Die-selben versetzten: Go wa, Go wa, das ist: Sehr gut.

Darauf berichtete der Unterkönig Seiner Excellenz, des Kaisers gnädigstes Gefallen Er wird zumwäre, er sollte näher nach dem Throne kommen, führte ihn sechs Stufen bey der Hand hin- Throne ge-auf, und setzte ihn an eine Tafel, Seiner-Majestät gegen über, denen er seine Ehrerbiethungbezeugte. Der Kaiser redete wieder mit dem Gerbillon, und dieser fragte den Gesandtendarauf, wie lange er auf dem Wege hieher zugebracht hätte, wie er gereist wäre, in wasfür einer Breite Moskau läge, wie weit es von Polen, Frankreich, Italien, Portugall,und Holland wäre?

Sobald Seine Majestät die Antworten erhalten hatten, mit denen sie zufrieden zu seynschienen, gaben sie dem Unterkönige einen Becher mit tartarischem Getränke, NamensAumos, (es ist eine Art aus Pferdemilche abgezogenen Brandteweins) solchen Seiner Ex-cellenz zu überreichen; der Gesandte kostete davon, und gab ihn zurück. Nachdem befahlder Kaiser, seine Begleiter sollten sich dem Throne auf drey Faden nähern, und ließ ihneneben das Getränke reichen. Wie er nachgehends sein Compliment auf europäische Art ge-macht hatte, führte ihn der Unterkönig bey der Hand nach seinem vorigen Platze, wo er eineViertelstunde saß, bis ihm gesagt wurde, er sollte aufstehen.

Der Kaiser stund sogleich auch auf, machte ihm ein Compliment, stieg von seinemThrone ab, und gieng durch eine Thüre, linker Hand, aus dem Audienzsaale. Wie SeineMajestät den Ort verlassen wollten, sendeten sie den Unterkönig, den Ifbrand Ides zubefragen, ob er Nachrichten aus Europa, den Grimaldi betreffend, wüßte, der dahin inkaiserlichen Verrichtungen war geschickt worden. Er antwortete, bey seiner Abreise ausMoskau sey er berichtet worden, der Jesuit sey mit einer Begleitung von fünf und zwanzigPersonen zu Smirna angekommen, und Willens gewesen, seine Reisen durch Persien undIndien fortzusetzen. Der Kaiser versetzte: Er ist zu Goa glücklich angelangt, undbefindet sich auf der Rückreise hieher; es sind sieben Jahre, daß er China ver-lassen hak H.

Daher es in den holländischen Gesandtschaften Bohnenbrühe heißt,r) IsbranS Ides auf der 6z und folgenden Seite.

Der