XIV Buch XV Capitel. ;45
„ sich nichts der Heiligkeit der Religion zuwiderlaufendes einschliche. Der Pabst erwählte 1720„ hierzu Carl Ambrosien von Mezzabarba, den er zum Patriarchen von Alexandrien Mez;abar,
„machte, und der seine Legation, nach du Halbes Berichteklüglich und mit Mäßk- , b a._^
„ gung verrichtete »).
Dieß ist nun die Gesandtschaft, davon Viani die Geschichte beschrieben hat. Wir Mezzabarba«wollen die vornehmsten Vorfälle davon erzählen, und dabey das wenige, was der Ver- Absenkung,fasser der Beschreibung von China davon gesagt hat, mit dem vergleichen, was des LegatenBeichtvater bekräftiget §).
Der l Abschnitt.
Ankunft des Legaten in China, nebst den Vorfallen zu Ma kau, Kanton,und auf dem Wege nach Peking.
Aufnahme des Legaten zu Ma kau. Er wird nach Mandarinen. Betrug eines Jesuiten. Des-Kantvn eingeladen. Meineid eines Jesuiten, sen Verachtung gegen den Legaten. Er wirdRänke der Jesuiten und des Unterkönigs. Des von den Mandarinen geehrt. Redet verächt-Legaten Entschluß Fragen , die an ihn gethan lich vom Pabste. Giebt dem Legaten Rath.werden. Seine Antwort. Neue Fragen und Gebräuche, welche des PabsteS Breve zu dul-Anlworten. Abreise nach Pe kmg. Neue Fra-- den erlaubt. Die Mandarinen werden, zustie-gen und Schwierigkeiten. Vier Mandarinen de» gestellt. Einwürfe eines Jesuiten. Deslangen mit fernern Anfragen an. Des Legaten Legaten Verwirrung. Bosheit eines Jesuiten.
Antwort. Verdrüßliche Bothschaft. List der Urtheil über ihr Verfahren.
Hvrr Mezzabarba segelte den 2zsten März im Jahre 1720 von Lissabon ab, und langte, Empfang zunach einer Reise von fünfMonaten und neun und zwanzig Tagen, den 2zsten des Herbst- Makau.Monats zwo Meilen weit vom Hasen Ma kau an, wo er nicht eher als den 26sten konnteeingelassen werden, wett man beschlossen hatte, ihn mit besondern Ehrenbezeugungen zu em-pfangen , die einige Vorbereitungen erforderten. Der Statthalter der Stadt gieng ihmentgegen, es wurden die Canonen gelöst, und der Rath, nebst allen Soldaten, begleitetenden Statthalter. Die Straßen, durch welche der Legat gieng, waren mit Teppichen be-deckt, und mit Fruchtschnüren und andern Zierrathen behängt. Man führte ihn mit vielerPracht nach dem für ihn bestimmten Pallast, wo er auf einem Throne sitzend, die Glück-wünsche verschiedener Vornehmen wegen seiner Ankunft annahm; und die drey folgendenTage strichen mit eben solchen Ceremonien vorbey. Der Statthalter, der gesammte Se-nat, und alle geistliche Gemeinden kamen, dem Herrn Mezzabarba ihre Ehrerbiethungzu bezeugen, der von seiner Seite dem Bischöfe von Ma kau, und dem Momeiro, Pro-vinzial der Jesuiten, die Absolution ertheilte, sie auf die Beobachtung der Bulle, wegen derchinesischen Gebräuche, schwören ließ, und allen Bann, der bisher auf den Kirchen gehaftethatte, wegnahm.
Den zosten erhielten Seine Excellenz ein Schreiben von dem Statthalter der Pro- Einladungvinzen (Huang cung und Duang sr, mit der Einladung, den Ta jin «) oder großen Be- »achKamon.
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i'') Du -Halses China II Band auf der ;z S. Laureat» durch sein' inständiges Anhalten dahinr) kibliolk. rarst XXV Band I Theil, auf der gebracht, daß der Legat, ohne Erwartung kaiser«ioA und folgenden Seite- lichen Befehls, Erlaubniß erhielt, nach Pe kmg
«) Nach dem du Halde hatte es der Jesuit zu gehen.
Allgem. Reisiebesichr. V Band. Z z z