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Fünfter Band.
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Vranr.

Der Kaiservertheidigetihn.

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Reisen nach dem Reiche China.

„vereinigte sich eine arbeitsame und mächtige Partey, die nicht unversucht ließ, ein allge-meines Geschrey wider die Gesellschaft zu erregen.

Im Jahre 1700 erschien ein Brief an den Pabst, im Namen des Seminar», derauswärtigen Missionen zu Paris, worinnen die Jesuiten heftig angegriffen wurden. Ebendas Jahr verwarf die Sorbonne fünf Säße aus des le Lomte Nachrichten von China m).Gleich darauf ward ganz Europa mit Schriften für und wider die chinesische Verehrungerfüllt. Sie zogen sogar, saget ihr Fürsprecher »), die Schrift zu Hülfe, der Jesuiten,» Ehre zu schmälern; man ahmte einem Psalmen nach, wo des königlichen Propheten Worte„ mit den schärfsten Spöttereyen und den heftigsten Schimpfreden untermengt wurden. Die„ Mitglieder der Gesellschaft saßen hierbey nicht stille. Sie widerlegten ihrer Gegner Ver-„ leumdungen, und gaben eine große Menge unparteyischer Nachrichten heraus.

Dem allen ungeachtet machte Clemens XI den aasten des Wintermonats im Jahr«, 7 0 4 ein Decret, durch welches er die chinesischen Ceremonien, so wie sie von der Ge,sellsct-afc der auswärtigen Missionen vorgestellet worden, verdammte. Dieß De-cret ward in Europa erst im Jahre 1708, oder nach dein du Pin 1709, bekannt gemacht,zu Banking aber den azsten Jenner des Jahres »727 in einem Mandate Carls von Tour,non, Titularerzbischofs von Antiochien, angekündigt. Seine Heiligkeit hatten denselbennach China, als Patriarchen von Indien und beatmn a batere, an den Kaiser Rang higesandt. Die Bischöfe von Askalon und Ma kau, nebst vier und vierzig Jesuiten, ap-pellirten von diesein Mandate, und schickten zwey Mitglieder von der Gesellschaft, Barrosund Dauvolier nach Rom, um ihre Sache zu besorgen.

Auf erhaltene Nachricht verordnete der Kaiser, es sollten in seinen Herrschaften keinefremden Missionarien bleiben, welche die chinesischen Ceremonien nicht billigten. Er ver-trieb den Bischof von Conon, Maigroc, und schickte den. Legaten nach Makau, mit demBefehle, er sollte daselbst, bis zur Rückkunft der beyden Jesuiten, die Seine Majestät nachEuropa gesandt hatten, in genauer Verwahrung bleiben. Dieser Prälat starb daselbst den8ten des Brachmonats im Jahre 1712, nachdem er mit der Cardinalswürde war beehretworden. Den 2zsten des Herbstmonats eben dieses Jahres bestätigte das Jnquisitionstri-bunal des Cardinals von Tournon 0) Mandat: und der Pabst befahl, die Missionariensollten ihm schlechterdings gehorchen />).

Fünf Jahre hernach gab Clemens XI ein apostolisches Geboth heraus, in dem er ihnenbefahl, sich des Works Tyen chi -?), als welches Herr des Himmels bedeutet, zu bedie-nen ; wegen der zu duldenden Ceremonien verordnete er, sie sollten solche dem Urtheile desGeneralvicariuö vom heiligen Stuhle, der sich damals in China befand, oder denen, die seineStelle verwalteten, als den Bischöfen und apostolischen Vicarien des Landes, unterwerfen.

Da diese nichts zu entscheiden wagten, so verlangten sie neuen Unterricht, und „ Seine»Heiligkeit beschlossen, einen apostolischen Legaten mit besondern Vorschriften nach China zu,, senden, welcher Vollmacht haben sollte, den dasigen Christen zu melden, was für Gebräuche-> ihnen zu verstatten wären, und ihnen zugleich die nöthige Vorsicht vorzuschreiben, damit

«sich

m) L>u pi>» am oben angeführten Orte, auf der gehend englisch in Octav herausgekommen.

Seite. ^ Du Pin am oben angeführten Orte auf irr

») Du -HalSes China II Band auf der zr S. 409 Seite.

») Tournons Legation ist französisch und nach- -) Im Französischen: Tchien rchtr-

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