XIV Buch XV Capitel. ;47
fand sich damals wirklich unbekannter Weise zu Ranton, ob wohl die übrigen von seiner 1720Gesellschaft vorgaben, er verwalte sein Amt bey seiner Kirche zu Lo shan §). Laureat! Menabar-riekh dem Mezzabarba, diese Sache sehr übel aufzunehmen, und dem Unterkönige melden , ^ .
zu lassen, er wolle nach Ma kau zurück gehen, wenn er von ihm nicht gehörige Genug-thuung erhielte. Dieß war ein Fallstrick, welchen der redliche Jesuit Seiner Excellenz legte.
Der Legat merkte es, und nöthigte ihn, den pereira dahin zu bringen, daß dieser die Sacheunternahm. Laureat! gab vor, er schriebe nach Lo shan und den Tag darauf, ward nichtnur Teru losgelassen, sondern Mezzabarba auch selbst vom Unterkönige complimentirt üi).
Den izten ward der Legat zu einer Berathschlagung in den Pallast des Ta jin einge- und des Un-kaden, wobey sich der Tsting ru und Unterkönig befinden sollten. Er gieng in Begleitung terkönigs.des Laureat!, Lernandez, pereira, Teru und palazzo, welches alles Jesuiten, bisauf den letzten, den Provincial der Augustinermönche, des Morgens dahin; der erste em-pfing ihn sehr höflich, der zweyte, der bald darauf ankam, that eben dergleichen. Alleindes Unterkönigs Ankunft störte die Berathschlagung des Ceremoniels wegen, denn er wolltemit einer hitzigen Art den Legaten zwingen, sich solchem zu unterwerfen. Als Mezzabarbasich dazu nicht verstehen wölkte, so stunden der Tsung tu und Unterkönig auf, und gierigenhinaus. Der letztere nahm im Vorbeygehen den Legaten bey der Hand, sagte, er wäre seinFreund, und was er gethan hatte, wäre im geringsten nicht in der Absicht ihn zu beleidi-gen geschehen. Seine Excellenz antworteten ihm höflich und verstellten ihre Verwirrung.
Sobald sich der Unterkönig und der Tsung tu wegbegeben hatten, nahm der Tastn Des Legatenden pererra und Lernandez bey Seite, und wisperte ihnen etwas ins Ohr, worauf der Entschluß-Legat verlangte, man sollte die Fragen, die man an ihn thun wollte, schriftlich aufsetzen,seinen Abschied nahm und nach Hause gieng. Dieser Handel hatte ihn bestürzt gemacht.
Er verlangte, die beyden Jesuiten sollten ausschreiben, was der Tastn zu ihnen gesprochenhätte. Sie berichteten ihn, es wären die Fragen gewesen, die er Seiner Excellenz vorle-gen sollte, und schrieben solche auf. Dieselben enthielten nichts als Schmähungen auf desCardinal de Tournon Commission, und eine widersprach der andern. Als der Legat solchegelesen hatte, so gerieth er in großen Eifer, zerriß das Papier, und sagte den Jesuiten dro-hend: sie sollten bedenken, was sie thäten, er wisse alle ihre Künste, und wo sie, statt derAusführung von des Pabstes Verordnungen zu befördern, solcher hinderlich fielen, so solltees sie gereuen. Endlich befahl er ihnen , sich aufs neue zum Tastn zu begeben, und dieschriftliche Aussetzung der Fragen von ihm zu verlangen. Sie gehorsamem, und die Fragenins Lateinische übersetzt, waren von der Jesuiten ihrem Aufsäße ganz unterschieden, nämlich:
l. Warum der oberste Priester Seine Excellenz nach China sendete? Fragen, die
ihm vorge-
3. Ob er weiter etwas mit dem Kaiser vom obersten Priester zu reden hätte ? legt werden.
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z. Vor
ikbillrilllmiim l). dsrolum ^mbralmm klcrrr-dsrds, legstum s latere ciuröem 8smRüiliil Oo.mini noktt. 8ic lwens et non rc^uitikus ssonrieo,voueo et üieo. 8ic me OeUs slliuuet et kscc8-m-Ss vei LuLnßelis. lo. L.suresti 8oc. lelu, Vilits-
tar Isponis et 81'nsruni.
c) Der'große Flecken etwa» drey Seemeilenvon Ranron.
ss) Libliokli. r,lk. XXV Band l Theil, auf dern» und folgenden Seite.