1720
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Seine
Antwort.
s Reisen nach dem Reiche China.
Vor einigen Jahren kamen Seine Eminenz deTournon hieher, und es entstund einZwist über eine gewisse Lehre. Verfuhr er hierinnen nach seinem eigenen Kopfe?Willigte der obere Priester darinnen ein, oder nicht?
4 Der Kaiser sandte im fünf und vierzigsten Jahre seiner Regierung §), die Ehrwür-diqen P. P. Barros und Beaulier an den obersten Priester, es ist aber noch keineAntwort erfolgt. Im sieben und vierzigsten Jahre sandten Seine Majestät wiederdie Ehrwürdigen P.P. Raymond und provana, und es sind neunzehn Jahre ver-flossen, ohne daß man etwas weiter von ihnen gehöret hat, als daß derP. provanaan seiner Krankheit in Indien gestorben ist.
5. Außer diesen Fragen, auf welche Eurer Excellenz Antwort verlangt wird, erkundigt' man sich, ob dieselben sonst was anzubringen haben, und wenn solches ist, so habensie es zu melden.
Der Legat nahm sogleich die Feder in die Hand und schrieb folgende
Antwort nieder.
1. Der oberste Priester hat mich vornehmlich in der Absicht geschicket, mich mit allerEhrerbiethung nach des Kaisers Wohlbefinden zu erkundigen, und ihm wegen der unzäh-ligen Gnadenbezeugungen, die er den Kirchen, den MWonarien, und der Religion er-zeigt hat, zu danken.
2. Ich habe ein versiegeltes Schreiben mit bekommen, solches Seiner Majestät vonwegen des Pabstes zu überliefern.
z. Der Pabst ist vollkommen von allem, was der Cardinal de Tournon in Ab-sicht auf die Religion vorgenommen, benachrichtiget, und hat ihn wirklich abgesandt.
4. Wenn noch keine Antwort erfolgt ist, so hat man solches dem Absterben derP. P. Barros und Veauliers in Europa auf ihrer Reise, ehe sie Europa erreicht, zu-zuschreiben , wie solchergestalt der P. Raymond in Spanien gestorben ist. P. Josephpereira hatte keine Schrift vom Kaiser vorzuweisen, daher ihm nicht geglaubt wurde.
Endlich wies er das Hong pias auf /), und ward vom Pabste mit großen Ehren-bezeugungen empfangen, der ihm aber kein Schreiben an den Kaiser mitgab, weil dieAerzte einstimmig der Meynung waren, er würde seiner Schwachheit wegen sterben, eheer wieder nach China käme, wie auch wirklich geschehen ist F).
5. Ich muß unterthänigst den Kaiser um Erlaubniß bitten, den Pabst oft von sei-nem Wohlbefinden zu benachrichtigen. Ich habe auch Seiner Majestät einige Geschenkevom Pabste zu überreichen, und soll dieselben unterthänigst um einige Gewogenheitsbe-zeugungen für unsere Religion ersuchen.
Als diese Antworten aufgesetzt waren, so fingen die Jesuiten an, sie zu übersetzen ^),aber nicht ohne große Widerspenstigkeit, besonders was den dritten Artikel anbetrifft, denLaureat! und pereira durchaus wollten weggelassen haben.srrueFragen Der Ta jin kam den folgenden Morgen, den Mezzabarba zu besuchen, der ihmund Amwor-diese Antworten selbst überlieferte. Es wurden wegen derselben verschiedene Schwierig-keiten erregt, die schriftlich aufgesetzt, und so gleich vom Legaten auf eben die Art beant-wortet wurden.
Erstlich
*) Im Jahre Christi 1707. /) Das muß eine Art von Credenzschreiben seyn.