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Carls des grosse« Dalmatisches kleid mit köst-lichen perlen besetzt, gürtet, schwerbt / güldener !rock , Handschuhe , so mit edelgesteinen sezieret, ,
und von purem gold gemacht, die Pantoffel, diestrümpffe, neben viele» andern fachen, in derherrlich - renovirten spitat - kirchen zum H. Geist,verwahret. Das regtment ist sehr klüglich, undfast wie die Lepublic Venedig eingerichtet. Die-se stadk ist die erste in Tcutschland gewesen , wel-che des stetigen Herrn lehre angenommen,
da solches schon anno I geschehen. Man zeh-let aüda dir stunden nach der Sonnen auf - undUntergang Es sind auch allhier zu sehen diesteisch-brücke, so keinen Pfeiler hat, und auf wel,cher ein in stein gehauener ochse mit einer sinnrei-chen inicriprion zu lesen, allerhand künstlichewählen , die schlag - und künstliche Sonnen -Uh-ren. Das zu 8. ist be-
rühmt, wie nicht weniger die Weiserische, Ma-lische und Ebnerische cabineren, so alle wohl zusehen sind. Bey den Herren Haukschen kan mauauch viel curierüe meckunische fachen sehen. Eshat allhier ein grosses fccht- und comödien-hauß,darinnen 7000. Personen fitzen können. Kein, einwild-bad und zucht-haust. Ausserhalb der stadkfind die schöne kirch - Hofe, viele wohl angelegtegarten, die Haller-wiest, und das thirr-haustwohl zu sehen. DaS Nnrnbergische gebiet ist sehrgroß und wettläufftig , daher die LepudUgue anRomer-Monaten so viel als mancher mächtigerFürst bezahlen muß.
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