XIII
Vorbericht des Herrn Prevost.
macht haben. Man könnte auch des Bartholomaus de las Casus berühmteAbhandlung von der Tyranney der Spanier r) unter diese Zahl mit rechnen, wenner solche nicht vielmehr verfertiget hätte, um uns das Unglück der Indianer vor-zustellen, als deren Geschichte zu schreiben. Der Verfasser, welcher sich in dengeistlichen Stand begeben, nachdem er seinen Vater auf Christoph Columbus er-sten Reise begleitet hatte, hatte den größten Theil seines Lebens angewandt, denSpaniern zu predigen, sie sollten den Indianern sanftmüthig begegnen, und ihnenBeyspiele von der Religion und Menschenliebe geben. Die Unnützlichkeit sei-ner Bemühungen, und vielleicht die Verfolgungen, die er selbst ausgestanden hat-te, hatten ihn bewogen, in den Dominicanerorden zu treten. Da ihn aber derspanische Hof, welcher seine aufrichtigen Gesinnungen erkannte, gezwungen hatte,das Bisthum Chiapa anzunehmen, dessen Verrichtungen er viele Jahre langversah, und seine Krankheiten ihn nöthigten, solche im 1551 Jahre aufzugeben: sowandte er die übrige Zeit seines Lebens auf die Verfertigung vieler Werke, un-ter welchen das obgenannte den ersten Rang hat. So viel Sanftmuth undGottesfurcht die andern an sich blicken lassen, so viel Verdruß giebt dieser vonsich, aus welchem er es übernommen hat. Der Prälat, dessen Gesundheit nurschwach war, breitet darinnen alle Bitterkeit eines Eifers aus, der durch langeWiderwärtigkeiten und durch das stets gegenwärtige Andenken der Ungerechtig-keiten lrnd Grausamkeiten geschärfet worden, wovon er ein Zeuge gewesen ist.Er trieb diese Art von Rache oder wenn man will, diese Hitze, die Indianer zuvertheidigen, so weit, daß er denjenigen durch viele Schriften den Krieg ankün-digte, welche sich unterfingen, die Gewaltthätigkeit und das unmenschliche Ver-fahren der Spanier zu rechtfertigen. Indessen enthält doch sein Werk eine großeAnzahl historischer Begebenheiten, die man nicht in dem Verdachte halten kann,daß sie untren sind, und welche das sonderbare Verdienst haben, daß sie aus derFeder eines ehrlichen Mannes kommen, der sie seit der ersten Entdeckung von In-dien, das ist, in einer Zeit von ungefähr fünfzig Jahren, fast nicht aus den Augenverloren hatte. Um aber allen Zweifel wegen eines Zeugnisses zu heben, welchesdie Gewogenheit, die er bey den Protestanten erhalten hat, in dem Gemüthe der
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1671 nach dem Tode des Uebersetzers aus licht r) kelacion äe lg Oeliruyclon cle las In-getreten; und das Uebrige ist niemals über- 6igz occiöentales por los Laliellanoz. Er-setzet worden. Villa 1552.