Band 
Dreyzehnter Band.
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in Amarica. V Buch. I Cap. L9

schmack. Als sie sich erkundiget, ob es Gold auf der Insel gebe? so habe man ihnen zu Christophverstehen gegeben, in Bohio, welches dem Bedeuten der Einwohner zu Folge in Osten Lolumbu«.liege, sey es in großer Menge anzutreffen, gleichwie auch in einem Lande, das Cubanna- . .

cau heiße />).

Der Admiral erfuhr bald, daß Cubannacan eine mitten in der Insel gelegene Land- Cvlumbu«schaft sey, indem er ohne langen Zeitverlust so viel merkete, ^Tacan heiße in der Landes- wird durchspräche die Mitte. Allein, die Bedeutung des Wortes Bohio wurde ihm erst nachge- Bchioverfüh-hcnds bekannt. Es war selbiges nicht sowohl die Benennung eines besondern Ortes, alsvielmehr eines jedweden Landes, das eine große Menge Häuser und Einwohner hat. Un-terdessen nöthigte ihn die Hoffnung, das Land zu entdecken, darinnen er Gold in Mengefinden sollte, zur Abreise. Einige Indianer aus Cuba erbothen sich, seine Wegweiser zuseyn. Er nahm auch ihr Anerbiethen desto williger an, weil er vermuthete, es werde dochunter der großen Anzahl seiner Begleiter, irgend einer die castilianische Sprache leichterbegreifen, als die übrigen. Jedweder Augenblick überzeugete ihn, wie wichtig ein solcherBeystand sey, zu geschweige»,, daß er nicht nur überhaupt Willens war, einige von ihnennach Spanien mitzunehmen, sondern auch, damit ihr Zeugniß von der Anzahl und Man-nigfaltigkeit seiner Entdeckungen desto zuverläßiger seyn möchte, Einwohner verschiedenerLandschaften zu haben wünschete r). Er nahm also ihrer zwölfe, von allerley Alter zumTheile Mannes, zum Theile Weibespersonen, mit sich. Weil ihm bey dem Auslaufen vonBaracoa der Wind zuwider war: so mußte er sich in einem andern Hafen eben dieserInsel, welchen er den Fürstenhafen benennete, in Sicherheit begeben. Die dasige Seebekam den Namen LTluestra Senora. Die Durchfahrten, welche sie zwischen den Nur«Inseln machete, waren alle mit einander sehr tief, und die Anmuth der grünenden Ufer stra Senora.machete den Castilianern eine ungemein ergötzende Augenweide. Ungeachtet die kleinenInseln nicht bewohnet waren : so erblickeke man doch überall Fischerfeuer auf ihnen. DieMatrosen der Caravellen fuhren in ihren Nachen ans Land, und erstauneten anfänglichungemein, als sie sahen, daß die Indianer große Spinnen aßen, Würmer, die im faulenHolze wachsen, und halb gar gekochte Fische, von denen sie vorher die Augen roh ver-schlucketen. Da sie aber nachgehendö überlegeten, eö könne eine Speise, die einem Ge-schöpfe von ihrer Art gut schmecke, andern Leuten wohl schwerlich schaden: so wägeten siees, dem Beyspiele der Wilden zu folgen, und es bekam der Versuch keinem Menschen übel.

Sie erlegeten auch ein Thier, das einem europäischen wilden Schweine glich, mit dem De-gen. Unter allerley andern Fischen, die sie mit dem Netze fingen, hatte einer die Gestalt ei-nes Ferkens, war aber mit einer sehr harten Schaale bedecket. Perlmutter zeigete sichüberall. Der Admiral bemerkete, daß in diesem Meere das Wasser sehr stark ab - undzunahm, welches er der großen Menge der Inseln zuschrieb. Hingegen schien ihm dieRichtung der Ebbe und Fluth, weil sie der im spanischen Meere gewöhnlichen schnurge-rade zuwider lief, desto schwerer zu erklären. Nach des Herrera Vorgeben, glaubete er,das Meer liege in diesem Theile der Welt niedriger, als bey Spanien. Der Mond stunddaselbst in Südstidosten ö). Fürstenhafen,

Nachdem er an der Mündung des Fürstenhafcns ein großes Kreuz aufrichten lassen: wo Columbusso gieng er, den igken des Wintermonates unter Segel, um dieInsel, die er noch immer un-ein Kreuz auf-

C 2 tcr richtet.

ä) Herrera Cap. 14. ,') Ebendas. Cap. i;. j) Ebendas.