Band 
Dreyzehnter Band.
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in America. V Buch. I Cap. zz

Weges nach Palos begeben, und sey an eben dem Tage, als der- Admiral, dahin gekommen. LhrkssophUeber diese Begegnung, die er im geringsten nicht vermuthete, sey er desto bestürzter gewor- Columbus.den, weil ColumbuS geklaget, daß er ihn muthwillig verlassen, und dadurch an Besich- . ,

tigung der Goldbergwerke zu Cibao, aus welchen er vieles Gold nach Spanien hatte brin-gen können, gehindert habe; hierauf sey er aus Furcht, man möchte ihn gefänglich anhal-ten, ohne Zeitverlust aus der Stadt gewichen, und nach des Admirals Abreise zwar wie-der dahin gekommen, aber vor Verdrusse und ausgestandenem Elende so schwach gewesen,daß er innerhalb weniger Tage gestorben re).

ColumbuS reisete mir allen aus der neuen Welt mitgebrachten Schätzen, und siebenIndianern, die er am Borde hakte, ohne Zeitverlust nach Sevilla ab. Einer war un-terweges gestorben, und zween lagen zu Palos krank. Weil man nun bey Hofe eben sobegierig war, ihn zu sehen, als er selbst war, vor Ihre katholischen Majestäten zu erscheinen:so erhielt er zu Sevilla ein Schreiben von selbigen, mit der Aufschrift: „An Don ColumbuS er-„Christoph Columdus, unsern Admiral auf dem Weltmeere, auch Unterkönig und Statt- ^ viele„Halter der neu entdeckten indianischen Eylande. „ Es versicherten ihn Ferdinand undJsäbella, in den gnädigsten Ausdrücken, ihres Wohlwollens, Zutrauens und ihrer Er-kenntlichkeit; verlängeren, er solle ohne Aufschub in Person erscheinen, und erkundigten sichschon zum Voraus, was für Anstalten sie zur Ausführung seines angefangenen Werkesmachen sollten. Er antwortete dagegen auf eine bescheidene Weise, und überschickete zu-gleich ein Verzeichniß der Schiffe, seute und Kriegesgeräthschaften, die ihm zu seinenweitläufigen Absichten nöthig zu seyn schienen.

Weil das Gerücht seine Rückkunft und seine Reise nach Hofe bereits überall kund Seine An-gemachet hatte: so war sein Zug nach Barcellona einem Siegesgepränge vollkommen z» Bar-

ähnlich. Alle Straßen und Felder erschalleten von freudigen Zurufen. So oft er in ^einen bewohnten Ort kam, lief ihm jedermann entgegen, und wollte den Mann sehen, wel- ^eher sich durch einen bisher unbekannten Weg den Eingang in eine neue Welt geöffnethatte. Auch bekamen die Indianer, die ihn begleiteten, die rothen und grünen Papa-geyen, und eine Menge andere seltene Dinge, die er den Augen der Zuschauer vorzulegen keines-weges vergaß, einen nicht geringen Antheil an der Bewunderung. Um die Mitte desAprils erreichte er Barcellona.

Man empfing ihn so, wie es seine der spanischen Krone geleisteten Dienste werth wa- Pracht seinerren. Der^Gcschichtschreiber der Insel Gan Domingo erhebet sich hier über die sonst ge- Ausnahme,wöhnliche Einfalt seiner Schreibart, und giebt von dieser Ceremonie eine sehr prächtigeBeschreibung x). Noch niemals, läget er, hatte man etwas gesehen, das ein Sieges-gepränge der alten Römer besser vorstellete. Alle Hosteutc kamen ihm unter dem Gefolgeeiner unzähligen Menge Volkes ungemein weit entgegen; und als ihm ein vorläufigerGruß vom Könige und der Königinn vermeldet worden war, so zog er in folgender Ordnungbis an den Pallast. Zuerst erschienen die sieben Indianer. Diese ziereten sein Siegesge-pränge um soviel besser, weil sie selbst Antheil daran nahmen, dahingegen ein Theil vondem Ruhme der römischen Sieger auf das Unglück derjenigen, die sie hinter ihrem Wagen

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davon finde ich zwar in keinem einzigen Geschieht- Berichte gegen ihre Quellen halten kann, unta-schreiber das geringste Wort: allein, weil ich seine delhast finde: so kann im gegenwärtigen Falle kei»

Aufrichtigkeit bey jedweder Gelegenheit, wo ich seine Zweifel deswegen entstehen.