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Lolumbvs.
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Er kömmt inSpanien an.
Wie er aufge-nommenwird.
Pinzonlstvorihm da.
34 Reisen und Entdeckungen
gleiche, die neu entdeckten Länder, sonst niemanden, als ihm, zugehören. Columbus gab^ dagegen zur Antwort, er habe von besagtem Vergleiche nicht die geringste,Wissenschaft,wohl aber habe er, kraft des von Ihren katholischen Majestäten erhaltenen Befehles, sichäußerst gehütet, in die Nähe von Guinea oder auch der portugiesischen Bergwerke zukommen. „ Ich bin versichert, gab der König im Scherze dagegen, wir werden zum„Ausmachen dieser Sache den dritten Mann nicht nöthig haben.,, Das Gehör endigtesich mit aller Hochachtung für einen Mann, welchen die Misgunst selber bewundern muß.te; denn es bemerken alle Geschichtschreiber, man habe damals in Portugall sehr wohleingesehen, was für Schaden man sich durch die Geringschätzung seines Anerbiethens zuge-füget habe. Der Verdruß, daß nunmehr Spanien den Vortheil davon haben sollte,gieng dermaßen weit, daß dem Vorgeben des Servern zu Folge, einige Personen sich er-bothen, ihn zu ermorden, und seine Schriften wegzunehmen >-). Doch Johann II ver-abscheute dieses Anerbiethen. Dagegen befahl er den vornehmsten Herren seines Hofes,den Admiral zu beherbergen und zu bewirthen. Er selbst, sprach mit Bezeugung einessonderbaren Vergnügens noch zweymal mit ihm, beschenkete ihn reichlich, und ließ ihndurch Don Mannn de Korona nach Lissabon begleiten. Columbus wartete zu VillaFrancader Königinn auf, undwurde von ihr mit nicht geringerer Ehrenbezeugung empfan-gen. Kaum war er in der Hauptstadt angekommen, so wurde ihm in des Königs Na-men freygestellet, ob er etwa das übrige von seiner Reise zu Lande verrichten wolle, aufwelchen Fall man ihn mit einer Bedeckung und allen Bequemlichkeiten versorgen wolle.Wegen dieser abermaligen Gnadenbezeugung äußerte er zwar alle Erkenntlichkeit, bedienetesich aber ihrer nicht, sondern gieng den izten mit einem so günstigen Winde unter Segel,daß er Frcytages den izten zu Mittage, in dem Hafen Palos einlief. Man bemerket, daß er aneben diesem Wochentage, wiewohl den ztcn August, daselbst ausgelaufen war. Derge-stalt hatte er innerhalb achthalb Monaten eine Unternehmung ausgeführet, die er selbstvermuthlich für ein Werk einiger Jahre gehalten hatte /).
Sn'ne glückliche Ankunft erweckte unbeschreibliche Freude; ja, in der ersten Erstau-nung über eine dermaßen wundervolle Begebenheit, konnte man sich kaum bereden, daßsie wirklich wahr sey. Es wurden zu Palos, ohne einen Verhaltungsbefehl vom Hofe ab-zuwarten, alle Kramladen geschloffen, alle Glocken geläutet, und dem Admirale beymAussteigen aus der Caravelle eben dergleichen Ehrenbezeugungen als einem gekrönten Hau-pte erzeiget. Allein, diese Gattung eines Siegesgcpränges verminderte seine Bescheiden-heit nicht im geringsten. Er schrieb vor allen Dingen an Ihre katholischen Majestätenund legete einen genauen Bericht von seiner ganzen Reise bey. Die Pinta, welche derSturm von ihin getrennet hatte, war zu Bayonna eingelaufen, und wie einige Geschicht-schreiber vorgeben, eilete Vmzcm schnurgerade nach Barcellona, wo der Hof damals war,in Hoffnung, erwerbe der erste seyn, der vor dem Könige erscheine, und vielleicht denVortheil von eines anderm Muthe und Geschicklieskeit ziehen: allein, der König habeihn gar nicht vor sich gelassen, welches ihm dermaßen zu Gemüche gestiegen, daß er balddarauf vor Verdruffe gestorben r). Andere berichten, er habe sich von Bayonna gerades
Weges
») Es ist lehr zu verwundern, daß sein Sohnnicht das geringste davon meldet.
,) Herrera Lap. 4.
e) Lebensdeichr. ckbr-st- Colnmb. 41. Cap.Orn'edo r. B. 6. Cap.
-») Was er von der Ordnung des Zuges meldet,
davon