§2 Reisen und Entdeckungen
<kbriflc>ph fe, die man, selbiges zu dämpfen, für nöthig erachtete, machcte das Uebel nur noch arger.Columbus. Boyl, das Oberhaupt der Heydenbckehrer, war einer der allerunbändigften. Er beschul-, '494- digte den Aduüral der Grausamkeit /). Die Hauptursache seiner täglich zunehmendenVerbitterung rührcte, wie es scheint, daher, weil ihm sein Antheil an Lebensmitteln ebensowohl als einem jedweden andern vermindert wurde. Doch ist auch dieses unstreitig, daßihn Columbus durch sein strenges Verfahren, indem er nämlich die allergeringsten Ver-sehen nicht ungestraft hingehen ließ, vor den Kopf gestoßen hatte. Boyl gab ihm etli-che mal einen Verweis deswegen, und gieng endlich so weit, daß er die Kirche öfter alseinmal zuschloß. Doch der Admiral blieb bey seiner Weise, weil er es für unumgänglichnöthig hielt, Schärfe zu gebrauchen, und wußte er übrigens, wie ein gewisser Geschichtschrei-ber meldet, ein sicheres Mittel, dem Kirchenverschließen abzuhelfen, indem er nämlich demMissionario gar keine Lebensrnittel mehr reichen ließ ei).
Cavnabo schi- Bey diesen Umständen e) lief von der Thomasschanze die Nachricht ein, es ließencket sich zum die Indianer ihre nahe dabey gelegenen Wohnplähe leer stehen, und der fürchterliche Cao-Ärreze. „abo mache Anstalt, die Castilianer aus feinem Lande zu jagen. Sogleich schickere der Ad-miral den Ojeda mit vierhundert Mann dahin ab, und befahl ihm, die Schanze zu bewa-chen ; dahingegen Margarita mit seinen Leuten das Land durchstreifen, und die Einwoh-ner im Gehorsame erhalten sollte. Noch eine andere Ursache, warum er so viel Mannschaftdahin abschickete, war diese, weil er die Lebensmittel in der Stadt sparen, und die Casti-liancr an die indianischen Speisen gewöhnen wollte. Ojeda erwarb sich auf dieser Reise,durch einige Beyspiele der Strengigkeit, Furcht bey den Indianern. Er ließ einem,welcher mit einigem ihm anverrraueten Geräthe davon gelaufen war, die Ohren abschnei-den , und schickere dem Admirale vier bis fünf andere Missethäter zur Bestrafung. Co-lumbus merkete seine Absicht wohl, ließ also unter Trompetenfchalle öffentlich kund machen,es solle ihnen der Kopf abgeschlagen werden. AIs aber den Tag vor Vollziehung des Ur-theiles ein gewisser Cacigue, welcher der Stadt viele Dienste geleistet hatte, um ihr Lebenbath: so stelletc sich Columbus, als wenn er sie bloß seinetwegen begnadigte. Als auch ebendamals die Nachricht von derThomasschanze einlief, es habe ein einziger Reuter mehr als vier-hundert Indianer, bloß durch den Anblick und die Wendungen seines Pferdes zum Laufen ge-bracht : so schloß er daraus, es werde ein dermaßen einfältiges und furchtsames Volk, sei-ne Einrichtungen niemals in große Gefahr bringen, es möge sich empören, so oft alses wolle.
Der Admiral Die Zeit wurde ihm gewaltig lang, bis er dem Willen ihrer katholischen Majestä-gehr auf neue ten ein Genüge thun konnte. Denn Sie hatten ihm absonderlich anbefohlen, ihre Gebie-rhk und ihren Ruhm durch neue Entdeckungen zu erweitern. Indem nun diese Unterneh-mung eine lange Abwesenheit erforderte: so errichtete er vor allen Dingen eine Regierungs-kammer oder ein Gericht in der Stadt. Die Glieder desselbigen waren; Boyl, peroLcrnandez Corrocl, Alfonso Sanchez von Larvajal, und Johann von Luxan:
zum
«-) -Herrera, 2 . B. rr. E- Mahner zog wea; und gleichwie die Begebenheiten
Gnchichte der Intel Gan Domingo, der Spanier allemal mit erstaunlichen Dingen ver-s. D- >6r. S. mi'chet sind, also sagten auch die Ausgezogenen:
Sie wurden noch schlimmer, weil köstliche „man habe in ihrem Stadtviertel fürchterliche Stim-Krankheiten in der Stadt einriffen, und man ih- „men geboret. Einige unter ihnen hatten in ei-nen nicht abzuhelfen wußte. Ein Theil der Ein- „mr gewisse» Gasse zwo Reihen sehr wohlgekleide-