Band 
Dreyzehnter Band.
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z3 Reisen und Entdeckungen

Christoph seyn. Er war nämlich nach England gereisct: allein, die Ursache seines langen Verwei-Lolumbus. lens in diesem Lande, welches Herrera auf sieben Jahre rechnet, kann schwerlich anders. '494- als durch bloße Muthmaßungen angegeben werden. Dergleichen möchte etwa die lange" Verzögerung eines geneigten Gehöres bey Hofe seyn, oder auch der Gewinn, den er beyVerfertigung seiner Karten und Weltkugeln in dieser Insel fand. Eben so schwer falltes zu begreifen, warum er so viele Jahre vorbeystreichen ließ, ohne seinem Bruder die ge-ringste Nachricht von seinem Befinden zu geben, ungleichen wie es kam, daß er nichteher als auf seiner Rückreise nach Spanien in Frankreich erfuhr, wie vergeblich die Vor-schläge wären, die er Heinrichen dem Vlll bisher gethan hatte. Denn die erste Nachrichtvon Entdeckung einer neuen Welt, erfuhr er zu Paris, als er Aarln dem VIII aufwartete,aus dieses Königes eigenem Munde. Er eilete mit aller Geschwindigkeit nach Spanien,damit er seinen Bruder noch vor seiner zweyten Abreise antreffen möchte. Weil aber die ca-siilianische Flotte bereits unter Segel gegangen war: so wurde ihm ein versiegeltes Schrei-ben, welches der Admiral für ihn zurückgelassen hatte, zugestellet. Er fand seine beydenVettern Diego und Ferdinand Columdus als Edelknaben in des spanischen Kronprin-zen Diensten. Ihre katholischen Majestäten empfingen ihn mit außerordentlichenGnadenbezeugungen, und übergaben ihm bald darauf die Anführung dreyer mit Lebensmit-teln beladenen Schiffe, die sie dem Admirale zuschicketen. Im Monate April, wenigeTage nach seines Bruders Abreise, war er im Hafen von Jsabella vor Anker gekommen.Elender Zu- Die Lebensmittel, die er für die Pflanzstadt mitbrachte, hatten schwerlich zu einer ge-legenern Zeit anlangen können. Allein, sie waren für so viele Mäuler nicht hinlänglich,psianzst-vt. und die Noth wurde in weniger Zeit eben so groß, als sie vorhin gewesen war. Noch eineandere Quelle des Unheiles war der Muthwillen der Kriegesleute, die der Admiral demMargaret« untergeben hatte. Nur besagter Befehlshaber sollte alle Gegenden der In-sel erkundschaften, dabey aber eine scharfe Mannszucht halten. Doch dieses war von aus-gchungerten Soldaten allerdings zu viel gefodert: und als die Indianer schlechte Lust be-zeugten, sie mit Lebensmitteln zu versorgen, so brauchten sie Gewalt. Hierauf vereinigtensich mit Ausnahme des (Zuacanagari, dessen Land den Namen Marien trug, alle übrigeRegenten auf der Insel gegen sie. Don Diego, der Statthalter zu Jsabella, ließ zwardem Margaret« durch die Regierungskammer eine Weisung thun: allein, sie erbitterteihn nur. Weil er sich viel auf seine Geburt einbildete, und deswegen mit äußerstem Ver-druffe unter den Columben stund: so begab er sich in die Thomasschanze, und erlaubteEdle Tsiat des sijnen Leuten, alle mögliche Mittel zu Stillung ihres Hungers zu gebrauchen. Er hatte e§Aarameta" s^bst nicht besser, als sie. Die Geschichtschreiber rühmen eine sehr edelmüthige That von

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/) Ebendas. k4-'Eap. Coris, welche kleinen Kaninchen nicht unähnlich

Die Geschichtschreiber'erzählen alle diese Be- sehen, und die sie mit ihren aus Spanien rnitqe-gebenheiten nicht in einerley Ordnung. Jnsonder-- brachten Hunden fingen. Zuletzt verzehreten sieheit beobachtet Gviedo gar keine, und hat, wie ihre eigenen Hunde: und als sie diese fünf Gattun-rs scheint, bloß sein Gedächtniß zu Rathe gezogen, gen vierfüßiger Thiere auf der Znscl gänzlich ver-Hingegen machet er eine gräßliche Beschreibung tilget hatten, waren sie genöthiget, Schlangenvon der Noth, darinnen die Castilianer waren, zu essen, und verschenkten sie weder der Eydech-Sie aßen, saget er, alle Hunde auf der Insel, wel- sen noch der Ottern, die in großer Menge voi hau-che nicht bellen. Auch aßen sie alle Hutious, alle den, mit allerley Farben geflecket, aber nicht qif-Quemis und andere Thiere sowohl Mvlmys als tig waren. .Eben dieser Geschichtschreiber redet