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Dreyzehnter Band.
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in America. V Buch. II Cap.' 59

ihm, welche eln noch größeres Lob Verdienste, wenn er in seinen übrigen Handlungen eine Christophgrößere Mäßigung bezeuget hätte. Eines Tages brachten ihm die Indianer zwo lebendige Kolumbus.Turteltauben. Er nahm sie an, und bezahlete sie reichlich. Nachgehendö bath er seine . .

Officier, sie möchten sich in die erhabenste Gegend der Schanze mit ihm begeben. Hierließ er die Tauben fliegen und sagete, es falle ihm unmöglich, für seine Person eine guteMahlzeit zu thun, wenn seine guten Freunde Hunger litten -»). Doch es war der Hun-ger nicht das einzige Uebel, das ihn quälet". Er verspüreke seit einiger Zeit heftige Schmer- ^ht nekfizen, davor er nicht schlafen konnte. Man schrieb sie dem allzuvertraulichen Umgänge mit vergnügtenden Weibespersonen auf der Insel zu. Er hingegen schob sie auf die Landeöart, oder «ach SpanikAauf die ungesunden Speisen, und beschloß endlich, wieder nach Spanien zu gehen. In die- zurück,ser Absicht begab er sich nach Isabella, vermied aber, den Statthalter zu sprechen, theilsaus Verdrusse, theils weil er ihn als einen neuen Edelmann nicht so gut achtete. SeineReden waren eben so ungezahmt; und diese Aufführung brachte ihm eine Menge Anhän-ger zuwege, darunter Boyl sich absonderlich hervor zuthun befliß. Dieser ungeschickteHeidenbekehrer gab öffentlich vor, er wolle Ihren katholischen Majestäten, die falschen Be-griffe die man ihnen von dem Admirale und seinen Unternehmungen beygebracht habe, schonbenehmen. Er ließ es auch bey bloßen Drohungen nicht bewenden, sondern reiste nebstdem Marqareta auf eben den Schiffen, darauf Don Barcholomaus angekommenwar, nach Spanien ab. Nach ihrer Ankunft ließen sie ihrem Hasse gegen die Colum-ben freyen Lauf. Sie gaben vor, es sey auf der Insel Hispaniola zwar wirklich etwasGold anzutreffen, es werde aber damit bald ein Ende nehmen, und es verlohne ein so ge-ringer Gewinn der Mühe nicht, daß man deswegen so gewaltige Unkosten anwende, undso viele brave Leute aufopfere. Wolle man aber die Pflanzstadt nichts desto weniger imWesen erhalten: so müsse man die Aufsicht darüber tüchtigern Personen auftragen. Als»end.gte sich das Apostelamt des Pater Boyl, des aller ersten Predigers des Evangelii inder neuen Welt, wie ein gewisser Schriftsteller aus seinem Orden saget, und große Kla-gen darüber führet, daß man ihn nicht eben sowohl, als den Franz Javier, in den Kir-chenkalender gesetzet habe»).

Als ihn der Admiral, bey seiner Ankunft zu Hause, nicht mehr gegenwärtig antraf o) rso betrübte er sich über ein Uebel, welchem nicht mehr abzuhelfen stund. Guacanagaribefuchete ihn; bezeuget« sein Leidwesen über die Ermordung einiger Spanier von ihren Fein-den, versicherte, daß er es zu verhindern nichttim Stande gewesen sey, doch aber zur Ra-che behülflich seyn wolle. Dieses Anerbiethen wurde angenommen. Der Admiral be-schloß, die Caciquen mit Kriege zu überziehen, ertheilete aber vor seiner Abreise seinem Bru-ch 2 der

weitläuftig von einem gewissen andern Uebel, das s) Gm'eds meldet: Weil verschiedene Klage«sie befiel, und eben dasjenige war, welches nach- über die Columben eingelaufen, und der Königgehends mit Unrecht das Mal de Naples, oder und die Königinn von dem Verhalten derselbigenLee Franzosen benennet wurde. Er erzählet sehr zuverläßige Nachricht haben wollen, so hätten sienatürlich, wwohl wie es entstanden, als wie es den Loyl nebst dem Margaret« nach Spaniennach Europa gebracht worden sey, r B- >z, und 14. berufen. -Herrera hingegen saget, Margaret«

Cap. Man sehe die folgende Beschreibung der In- sey aus Furcht vor der Bestrafung davon gegan-sel Hispaniola. gen, auch von dem Loyl und einigen ihrer bey-

«) Geschichte der Insel Sgir Domingo r. V. derjenigen Anhänger begleitet worden,

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