in America. V Buch. I! Cap. 6z
ließ er Münzen voll Kupfer und Meßing schlagen, und den Indianern, welche ihre Abga- Christophbe erleget hatten, zum Beweise der wirklich geleisteten Bezahlung an den Hals hängen: Lolumbus.diese Zeichen wurden bey jedweder Zahlung verändert. Der einzige Bohechio, ein mach- ^ >49;. ,tiger Cacique, dessen Gebieth am weitesten von Jsabella entfernet lag, widerstund den ^Ueberwindern noch immer, indem ihn seine Schwester, des Caonabo Witwe, Anacaonaanreizte, ihren Mann zu rächen «).
Die übrigeil alle mit einander werteten die Harte ihres Joches sehr bald, hind fragten, Die Zndia-bey ihrer damaligen Einfalt, ihre neuen Herren alle Augenblicke, ob sie nicht bald wieder nerfliehen aufnach Spanien abreisen würdenz/)? Endlich aber, als alle Hoffnung von ihrem freywil- das Gebirge,ligen Abzüge verschwand, dachten sie, dieselbigen durch Abschneiden der Lebensmittel dazu zuzwingen, das ist, sie unterließen den Maisbau, und verbargen sich im Gebirge, indem siehofften, es würden die natürlichen Früchte der Erde zu ihrem Unterhalte hinlänglich seyn,die Ausländer hingegen entweder Hungers sterben, oder aus der Insel weichen müssen.Guacanagari selbst, den man vorgeht nicht mehr fchonete, sondern um dem Geize seinerBundesgenossen ein Genüge zu thun, zu der allerverächtlichsten Arbeit zwang, folgete dem Haben'ebenBeyspiele der Entlaufenen. Dieser verzweifelte Entschluß brachte in der That einen Theil soviel Scha-ber gehofften Wirkung hervor. Die Eroberer von Hispaniola verfielen, in kurzer Zeit, ^chdavowal«von neuem in die ehemals schon ausgestandene Hungersnoth, und mußten von den aller- ^ ^ekelhaftesten Dingen leben. Allein, die Indianer hatten an ihrem Orte weiter keinen andernVortheil davon, als daß sie von ihren verhungerten Feinden in allen Schlupfwinkeln auf.gesuchet, und ohne Barmherzigkeit erwürget wurden. Sie waren folglich genöthigct, in ih.ren Hölen zu bleiben, und durften sich nicht einmal, um die nöthigen Lebensmittel aufzusu-chen, heraus wagen. Dergestalt gieng, wie man für gewiß ausgiebt, innerhalb wenigenMonaten, der dritte Theil der Einwohner durch Hunger, Krankheiten, und der Castilia-ner Waffen, zu Grunde. Eben dieses Schicksal betraf auch den Guacanagari, und truger keinen andern Dank für seine vielen, den Spaniern geleisteten Dienste davon, als daßdie Geschichtschreiber sein Angedenken durch die allerhäßlichsten Beschuldigungen verhaßtmachten r).
Unter diesem Trauerspiele, kam Bopl und Margarets nach Hofe, und erhuben Wirkungendie heftigsten Klagen über den Admiral und seine beyden Brüder. Sie schrien alles, was derKlagen derman von Entdeckung der Goldbergwerke vorgebe, für bloßen Wind aus. Sie beschul- Misvergnüg-digten den Admiral der Unbesonnenheit, des Geizes und der Grausamkeit , ja sie verscho- bey Hofe-neten nicht einmal seine Absichten, sondern warfen ihm vor, er achtete das Leben der Casti-lianer für nichts; er habe sie erstlich zu der allergeringsten Arbeit gebrauchet, nachgehendsaber neue Länder, oder vielmehr Schäße, die er vermuthlich für sich selbst behalten, auf-gesuchet , und vier ganze Monate sich um sie nicht bekümmert. Ueber dieses hatte Torrs;,als er zum erstenmale wieder zurück kam, unterschiedliche Briefe misvergnügter Personenmitgebracht, darinnen der Columben nicht zum Besten gedacht wurde. So gnädig, alsder König und die Königinn gegen sie gesinnetstyn mochten: so fiel es ihnen doch schwer, der-maßen
Er hielt, saget er, gewisse Weibesperfonen, Mit der Dinge, im Zketr §ap. des raten Buches,H'm«welchen er die Ergehlichkeit der Vipern ausübeter gleichen auf Plinmm im to. B. 6a. Lap. tpvie-zur Erläuterung beruft er sich auf den Albertus da 5. B. Z. Cap.
Magnus im Men Buche von den Eigenschaften