Band 
Dreyzehnter Band.
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m America. V Buch. n Cap.'

both, allen denen, die keine gebohrne Unterthanen der castilianischen Krone waren, die ChristophReise nach Indien k). Unterdessen scheint es, als ob ihr Ruhm nicht der einzige Bewegungs- Lolumbus.gründ dieser Verordnung gewesen sey, sondern als ob sie über dieses wohl die Absicht gehabt ., '^96. ,habe, dem Admirale eine Genugthuung für die Reden und Handlungen deö Boyl undMarcrarera zu verschaffen, indem jener ein Catalonier, dieser hingegen ein Unterthander arragonischen Krone war. Es melden die Geschichtschreiber, welche ihr diese letztereAbsicht zuschreiben, noch dabey, es sey der Admiral in dem Verdachte gewesen, als ob er besag-tes Verboth statt einer Belohnung feiner Dienste ausgewirket habe. Doch weiter trieb er

2 « seine Rache nicht.

^ Als die Schiffe, die er zu Cadir angetroffen hatte, das Ziel ihrer Reise zu Anfange des Der Mmkrak

Heumonakes erreichten, und der Adelantade die glückliche Ankunft seines Bruders in *sbält Nach-Spanien erfuhr, schöpfte er frischen Muth, und schickte die Schiffe mit neuen Schätzen B^bolemä^und dreyhundert Indianern, welche man des Aufstaudeö beschuldigte, ohne Verzug zurück, ^s.

^ indem Ihre Majestäten für das Beste erachtet hatten, dergleichen Leute mit der Leibeigen-

schaft zu bestrafen. Dem Admirale berichtete er, es habe selbiger mit dem Grunde undH M. Boden seiner neuen Stadt Jsabella keine glückliche Wahl getroffen, sondern er müsse aufeinen andern Wohnplatz gedenken, wofern anders selbiger dauerhaft seyn solle. Weil nun derHM Hof dem Admirale auf dessen Anzeige die ganze Sache zu eigenem Ermessen übergab: soffel ihm ein, daß er auf seiner letzten Reise an der südlichen Küste der Insel gute Häfen,chim A treffliche Weideplätze, und fruchtbaren Boden wahrgenommen hatte, zu geschweigen, daß

MM diese Gegend der Insel von dem also genannten Christophsbergwerke nicht weit entfernet

hach z« styn konnte. Sogleich schickte er eine Caravelle an seinen Bruder ab, eröffnete ihm diese

d>M,« Gedanken, und befahl ihm, die Pflanzstadt unverzüglich in besagte Gegend zu versehen,

nach Eir, Das Schiff kam unter den günstigsten Umstanden an Ort und Stelle, indem D«dn Ban

ieM« kholoinäus vermöge anderer eingezogenen Nachrichten eben im Begriffe war, die Absich-

ten seines Bruders an eben demselbigen Orte auszuführen. (Oviedo erzählet die Umstän-de dieser Begebenheit.

Ein jungerArragonier, Namens Michael Diaz, eben derselbige, welcher nebst dem Begebenhri-

Garay die neuen Bergwerke entdecket hatte, schlug sich mit einem andern Spanier, undverwundete ihn sehr gefährlich. Ungeachtet er nun in deö Adelantade eigenen Diensten

n diWt ' stund, so ergriff er doch aus Furcht vor der Strafe die Flucht. Er nahm seinen Wegnebst fünf bis sechs guten Freunden nach dem östlichen Theile der Insel, gieng hernach an

M N dem südlichen Ufer so weit fort, als er konnte, nämlich bis an die Mündung eines Flusses,U HM daran ein großer indianischer Flecken lag. Weil nun den dasigen Indianern noch nie ri-ll WlillN uiges Leid von den Spaniern wiederfahren war: so nahmen sie ihn ohne Bedenken auf.

e lünM Ihre gebiethende Frau, davon wir unter dem Namen Catalina, den sie zwar nachgehendsdie Wir erst annahm, bereits geredet haben, verliebete sich in ihn, und suchte ihn durch Liebkosen

und Gutthaten an sich zu hängen. Nachdem sie lange Zeit auf das vertraulichste mit

ihmgelebet hatte/), offenbarere sie ihm gewisse Bergwerke, die nur sieben Meilen weit

I 3 von

/) Gviedo saget ohne viele Umschweife, „es schichkschreiber der Insel Siw Dottiingo, macht„warf diese indianische Fürstinn eine große Liebe sie weit sittsamer, und saget, „ sie habe ihm nur„auf ihn, und gieng mit ihm um, als mit einem „zu verstehen gegeben, Er könne sie allenfalls zu»„Manne, dem sie sich gänzlich überlassen Hatte. „Gemahlinn bekommen.,»

„Sie bekam zwey Kinder von ihm. „ Der Ge-