Band 
Dreyzehnter Band.
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82 Reisen und Entdeckungen

Christoph wurde der Dechant zu Sevilla, Johann Rodriguez von Lonseca, welcher bisher dieLolumbus. Aufsicht über die Schiffsausrüstungen nach Indien beständig gehabt hatte, nun aber sein

,_14 98- . Fei„d geworden war, zum Bischöfe von Badajoz ernennet, sein bisheriges Amt aber

" dem Torrez, welcher die Flotte von der zweyten Fahrt nach Spanien zurück geführet hatte,aufgetragen. Diese Veränderung beschleunigte zwar die Ausrüstung: allein, sie geriethüber den kurz aus einander folgenden Todesfällen des Königes Johann von Portugall,und deö spanischen Kronprinzen, abermal ins Stecken. Als nachgehends Torrez einigedem Hofe ausfällige Vorschläge that: so ließ man den Bischof von Badajoz wieder kommen,und dieser wußte entweder aus Haß gegen die Columben oder aus Widerwillen gegen dieindianische Unternehmung, den Zurüstungen eine Hinderniß nach der andern in den Wegzu legen. Doch das unabläßige Anhalten des Admirals wirkete endlich bey der Köni-ginn dermaßen dringende Befehle aus, daß die Flotte in segelfertigen Stand geseHetwerden mußte.

Der Admiral So stach den zvsten May 1498 unter seiner Anführung in die See, und bestund aus"ttt Rei- ^ukn sechs Schiffen, die er ausgewirket hatte. Um der portugiesischen Flotte auszuweichen,' hjx er hey dem Vorgebirge St. Vincent anzutreffen besorgete, steuerte er gerades Wegesnach der Insel Porto Sanco, die er den ?ten des Brachmonates erreichte. Hier nahmer Wasser ein, und segelte sodann nach Madera. Den ipten warf er bey der Insel Go-mera Anker, und auf erhaltene Nachricht, daß ein französisches Kriegesschiff zwo spanischeCaravellen weggenommen habe, machte er Jagd darauf, und eroberte eine von den Cara-vellen wieder. Als er hierauf die Insel Ferro vorbey gesegelt war: so übergab er sich derTheilet seine Begierde, neue Entdeckungen zu machen. Um aber die Pflanzstadt nicht hülflos zu lassen,Motte. beschloß er, drey Schiffe gerades Weges nach Itfpamola abzuschicken, das erste, unterAnführung deö Alfonso Gauche; von Carvajal, eines OfficierS von rühmlichen Eigen-schaften und vornehmer Abkunft; das zweyte unter dem perer d'Araua, einem Anver-wandten des ehemaligen Befehlshabers in der vomLaonabo zerstörten Schanze Navidadund das dritte unter Johann Anton Columbus, einem Genueser und Blutsverwand-ten des Admirals. Von diesen drey Hauptleuten sollte einer um den andern oberster Be-fehlshaber seyn. Er befahl ihnen, ungefähr achthundert Meilen weit Ost gen Süd zu steuern,nachgehends auf West Nordwest zu halten, um die Insel portoric aufzusuchen, von wel-cher die Fahrt bis nach Sän Domingo keine Schwierigkeit hat.

Er geht auf Er, seines Ortes, versorgete sich mit allem, was er zu einer weiten Fahrt für noth-mue Entde- wendig hielt, und nahm hernach seinen Weg nach der Insel Lerro, der westlichsten unter«ringen aus- ^ kanarischen. Seine Absicht war, nach des Herrera eigenen Worten, im Namender heiligen Dreyfaltigkeit bis an die Linie nach Süden, sodann aber bis in Südost vonder Insel Hispamola westlich zu gehen, in guter Hoffnung entweder Inseln oder fe-stes Land anzutreffen. Zwar war ihm dieser Weg noch ganz unbekannt: allein er hattevon den Einwohnern der Insel Hispaniola vernommen, es wären schwarze Menschen mitSpießen bewaffnet auf ihre Insel gekommen; letztere wären mit einem gewissen schönen

Me-

a) Herrkra z. D. 9. Cap. gebirge haben, welches in der That auf das an»

wüthigste grünet.

Er dachte nicht daran, baß diese Inseln ihre Vmedo läßt die Flotte einen schrecklichen

Benennung von dem benachbarten grünen Bor- Sturm ausstehen. Nun kann er sich m diesem

i -- Stück«