in America. V Buch. M Cap. §r
Metalle, das selbige Guanin nenneten, beschlagen gewesen. Auch hatte er selbst derglei- Christophchen Lanzenspitzen nicht nur in Händen gehabt, sondern auch nach Spanien geschickt, und Kolumbus,hielten sie achtzehn mal zwey und dreyßig Theile Gold, sechs Silber, und acht Kupfer. . '498. ^Er konnte bey seiner Einsicht unmöglich glauben, daß man mit dergleichen gebrechlichenFahrzeugen, als die Africaner haben, die weite Reise von Africa bis an die antillischen Ey-lande endigen könne; folglich schloß er, besagte Leute müßten aus einem weit näher gelege-nen Lande hergekommen seyn -r).
Als er die Insel Ferro vorbey war, nahm er den Weg nach den Eylanden des grü- bey den In-nen Vorgebirges, und beklagete, daß sie einen für ihre Beschaffenheit dermaßen Ungeschick-seln des grü-lichen Namen trügen, indem er sie auf seinen ehemaligen Reisen allemal dürre und unfrucht- dorgebar befunden habe H. Den 2 ?sten des Brachmonares sah er die Insel Gal, als welche ^sich am ersten zeiget. Hernach fuhr er vor der Insel Buenuvista vorbey, und warf denzosten bey der von S. Iago Anker. Seine Absicht war, einiges Vieh an Bord zunehmen, und nach Hispaniola bringen. Weil aber unter seinem Volke einige Krank-heiten ausbrachen: so wurde ihm wegen der schlimmen Luft dieser Insel angst. Er bedauer-te, daß er seine Reise für die lange Weile verlängert habe, und gieng ohne Verzug wie-der unter Segel. Den gten des Heumonates ließ er bis auf fünf Grad Norderbreite gegenSüdost steuern. Den izten war auf nur besagter Höhe, und bey sehr wolkichten Him-mel, eine dermaßen erstaunliche Hitze, daß das Theer schmolz, und das Wasser überallins Schiff eindrang. Die Lebensmittel verdarben. Das Getreyde brannte lichterloh, derSpeck vercröpfelte, und der Wein wallete kochend aus den aufgesprungenen Tonnen r).
Allein, obgleich Columbus vom Zipperlein geplaget, und von der beständigen Arbeit äu-ßerst abgemattet wurde: so wollte er doch noch weiter gegen Süden gehen, und nachge-hende sich gegen Westen wenden. Er blieb bey seinem Entschlüsse bis auf den Zisten, da es anWasser zu gebrechen anfing, und er für nöthig erachtete, auf Nord gen Ost zu halten, um die ca- Entdecket einraibischen Eylande zu kommen. Den 22 sten hatte ereilte große Menge Vögel gesehen, welche unbekanntesvon Ostsüdost nach Nordost flogen, und ihn aufdie Gedanken brachten: es müßte ein Land in derNähe seyn. Gleichwohl ließ er diese Hoffnung schon fast gänzlich fahren, änderte seinen Lauf, undbedauerte den schlechten Ausgang seines Vorhabens, als ein Matrose, Namens p erez, vonHmlva gebürtig,welcher auf demMastkorbe war,das Land auf fünfzehn Meilen weit in Südosterblickte. Es waren drey Berge. Sogleich hielt man nach der Küste. Bey dem An-nähern erblickte der Admiral ein Vorgebirge in Westen, an dessen Fuße sich ein Hafen öff-nete , welcher zum Theile von eitlem Felsen in Gestalt einer im Segeln begriffenen Galeeregebildet wurde. Er gab ihm deswegen den Namen (Falera. Weil er aber wegen allzu-seichten Wassers nicht hineinlaufen konnte: so wendete er sich nach einem andern Vorgebir-ge , das er sieben Meilen weit von sich in Süden erblickte. Hier fand er keinen Hafen,und die ganze Küste war bis an die See mit Bäumen bewachsen.
Man erkannte dieses Land für eine Insel. Sie empfing den Namen Dreyfaltigkeit, Selbiges istvermuthlich deswegen, weil sie sich in der Gestalt eines Berges mit drey Spitzen gezeiget*^
hatte.
Stücke nickt irren, weil er sich anf des Obersten- lumbus zwevten Sohn Dott Fernand mit auf die-ermannes im Admnalfchjffe Zeugniß beruft: hin- se Reise gehen laßt . da er doch damals seit desgegen irret er sich ohne Zweifel, wenn er des Co, Kronprinzen Tode, Edelknabe bey der Königinn war.
Allgem. Reisedeschr. XIU Band. L