Band 
Dreyzehnter Band.
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Reisen und Entdeckungen

Lhristoph hatte. Doch versichert auch ein gewisser Geschichtschreiber Der Admiral ha-

Lolumbus. be sich vorgesetzet, das erste Land, das er entdecken könne, also zu benennen. Den. *49 8 - folgenden Tag fuhr man, etwa fünf Meilen weit, westlich an der Küste hin, bis

an eine Landzunge, da man Wasser einnahm, und sie Puma de la plaga benennete.Als die Castiliancr ins Land hinein giengen, fanden sie menschliche Fußtapfen und allerleyFischergeräthe. Auch vermeyntcn sie, in der Ferne einige Wohnungen, und zwanzig Mei-len weit gegen Süden noch eine Insel zu sehen, die sie Isla Santa nenneten. Indemsie aber noch immer einen Hafen aufsuchten: so näherten sie sich den folgenden Tag einemin Westen gelegenen Vorgebirge, welches den Namen Puma del Arenal empfing, wer»Seeblifen, der auf sie sich ohne ihr Vermuthen in einer großen Bucht, welche la Vallena benennet wur-Wallfisch oder befanden. Die Länge der Insel von der (Aalera bis an die Puma del Arenal, be-k Vallena. wenigstens fünf und vierzig Meilen. Der Admiral setzete bey diesem letztem Vorge-birge einiges Volk ans Land; und als seine Leibeäschwachheit ihn nöthigte, selbst ein wenig amLande zu ruhen, kam zu seiner großen Verwunderung ein Indianer ganz zuversichtlich an-getreten, nahm ihm sein Baret von carmesinrothem Sammte vom Kopfe, bedeckte sich da-mit, und setzete dagegen dem Admirale eine goldene Krone, die er selbst trug, aufdaö Haupt.Man muthmaßete, er müßte der Cacique auf der Insel seyn; ungeachtet er kein Gefolgebey sich hatte. An eben diesem Tage kam ein großes Canot mit fünf und zwanzig jungen, sehrwohlgewachsenen Indianern an die Schiffe. Sie waren weißer, als die Einwohner derantillischen Eylande. Um den Kopf hatten sie ein buntes baumwollenes Tuch gewunden,und der Vorderleib war vom Gürtel bis an die Knie mit einem ähnlichen Tuche bedecket.Sie hatten lange, auf spanische Weise geschnittene Haare. Ihr Gewehr bestund aus Bo-gen, Pfeil und Schild. Der Admiral ließ, um sich in Ansehen zu setzen, einige Büchsenlosbreynen. Aus Schrecken über den Knall fielen ihnen die Ruder aus der Hand. Sieredeten sehr eifrig mit einander, woraus man schloß, sie stritten darüber, wer die Auslän-der seyn müßten. Man zeigete ihnen allerley europäische Tändeleyen, um sie durch diesenAnblick herbeyzulocken. Weil sie aber beständig bestürzt blieben, ließ der Admiral Trom-meln und Pfeifen erschallen, auch einige junge Leute auf dem Ueberlaufe tanzen. Allein,die Indianer hielten die Musik für das Zeichen zum Gefechte, bedeckcten sich mit ihrenSchilden, und schössen eine Menge Pfeile ab. Doch, als man bloß in der Absicht, siezu schrecken, ein Paar Armbrustschüsse abgehen ließ, legeten sie die Waffen nieder, und ka-men dicht an das Hintertheil eines Schiffes von der Flotte. Der Steuermann stieg ohneBedenken in ihr Canot, und überreichte ihnen einige Geschenke. Sie luden ihn ein, mit anSLand zu kommen: aber indem er seine, Vorgesetzten darüber befragete, ruderten sie in al-ler Geschwindigkeit davon e).

Wahrneh- Nichts verursachte dem Admirale größere Verwunderung , als die Kälte, die sich anmünzen des dieser Küste auf zehn Grad von der Linie und in den Hundestagen, alle Morgen spürenAdmirals an ließ. Auch bemerkete er, daß die Ströme einen sehr reißenden Lauf gegen Westen hatten,der Kaste. haß die Ebbe und Fluth um sechzig Schritte weiter ab und anlief, als zu Samt Lu-car de Baramcda/). Weil er in zdem Seebusen Vallena weit und breit nichts, als

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