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Reisen und Entdeckungen
Lbriflopl)
Lolumbus.
14S8-
Indianer mitGold ge-schmücket.
Der Admiralhält alles ent-deckte Landfür Inseln.
Kahenhafen«der Puertode Gat»s.
nennete. Seme Aussicht war unvergleichlich, man wurde auch vieler Häuser gewahr, dar-innen eine große Anzahl Einwohner zu seyn schien. Diejenigen, welche an Bord kamen,trugen kleine Goldbleche um den Hals. Von der Puma d'Aczuja sah der Admiral gegenSüden noch eine andere Spitze, die er gleichfalls für eine Insel hielt. Er gab ihr den Na-men Sadera. Gegen Abend erschien die dritte, von welcher man sich eine gleiche Vor-stellung machete. Allein, nachgehends erfuhr man, es wären lauter Stücke des festenLandes ^).
Beyde Schiffe kehreten wieder nach los Iardmos zurück, und legeten da vor An-ker. Ehe man es sich versah, schwebcte eine große Anzahl Canote um sie herum, und diedarinnen befindlichen Indianer trugen Goldplattcn, in der Größe eines Hufeisens, am Halse.Ungeachtet sie, wie es schien, diesen Halsschmuck besonders hoch hielten: so gaben sie ihn dochsehr gern gegen eine Schelle hin. Dem Admirale wurde die Zeit bey einem solchen Tauschefreylich nicht lang: allein, weil es ihm gar bald an Schellen fehlere, so dachte er auf an-dere Dinge, damit er die Indianer herbey lockete. Die Canote erschienen schwarmweise,und brachten ohne Unterlaß Gold, theils in Halsgehängen, theils in Körnern. Es warunter diesen letztem ein Stück in Größe eines Apfels r). Auch erschienen Weiber, welchedie Arme voll Perlschnüre hatten, darüber die Spanier gewaltige Augen macheten. DerAdmiral fragete ohne Verzug, woher sie alle diese Schätze bekämen? Sie zeigeten ihmhierauf die Muscheln, darinnen die Perlen wachsen , und gaben durch Zeichen zu verstehen,man finde sie an der Westseite, hinter dem Vorgebirge Lapa, zwischen nur besagter Spitzeund dem festen Lande. Alle diese Leute waren sehr bescheiden, wohl gewachsen, und wei-ßer, als andere Indianer. Ihre Haare waren zierlich geschnitten, und stunden ihnen so-wohl als ihre um den Kopf gewundene Tücher, recht gut ä).
Den roten gieng man nach Norden unter Segel, nicht etwa, um den bisherigenVertausch fortzusetzen, als welchen man wegen Mangel der Lebensmittel und Schellen aufeine andere Zeit verschieben mußte; sondern um aus der großen Menge Canäle loszukom-men , welche den Admiral auf die Meynung brachten, als ob alle zwischen ihnen liegendeLandstücke eben so viel Inseln wären. Noch zwey andere Stücke des festen Landes, die er aber-mals für Inseln ansah, benennete er Njadelle und Tramonrana. Den itten gieng eröstlich, und lief, in Hoffnung zwischen der Spitze Paria und der gegenüberstehenden Küsteherauszukommen, queer über den Busen, Den izten lief er in einen ungemein schönenHafen, und nennete ihn el puerto de Gatos, weil er eine große Anzahl ungemein gro-ßer Affen , in der Ferne für Katzen angesehen hatte. Es liegt dieser Hafen an derjenigenMündung des Orenoks, welche Herrera Nuyapari nennet, und darinnen die beydenInselchen el Caracol, und el Delstn liegen. Nicht weit davon besichtigte er einen an-dern Hafen, welcher wegen der vielen Hütten, die man in der Gegend wahrnahm, pmerro de las Cabanas hieß. Den igten lief man vor dem Vorgebirge Lapa vorbey, umauf der Nordseite aus dem Busen zu kommen« Die Entfernung zwischen diesem Vor-gebirge, als der äußersten Spitze der Küste Paria und dem Vorgebirge Boto, dasder Dreyfaltigkeit im Nordwesten liegt, betragt etwa zwo Meilen; hingegen etwas wei-ter
ä) Ebendaf.r) Ebendas.ö) Ebendas.
/) -Servern ; B. Cap. n. Man sehe unten,die Reise des Vjedg und Americus Vespu-tius.