Band 
Dreyzehnter Band.
Seite
83
JPEG-Download
 

in America. V Buch. m §ap. 8z

Wasser vor sich sah : so hielt er einige unweit von ihm befindliche Landspitzen, noch immer für ChristophInseln, ungeachtet sie zu dem festen Lande gehöreten. Eine davon nennete er Gracia. Lolumbus.Endlich lief er, mit unaufhörlicher Gefahr wegen der reißenden Ströme, durch den Ca- .nal, welcher nur zwo Meilen in die Breite hat, benennete diese Durchfahrt eben deswe-gen BocadeSierpe oder Schlangenrachcn, und kam, wiewohl ohne es noch zu kennen, glück-lich an das feste Land. Die Küste schien ihm fthr anmuchig zu seyn, und empfing denNamen Paria. Die Früchte glichen denen auf Hispaniola. Es gab da ungemein großeAustern, und Fische im Ueberfiuffe. Bald darauf erfuhr man, es sey die Ursache von demRauschen und der Bewegung des Wassers,ein großer Fluß, Namens Uuyapari F), dersich in den Seebusen stürze. Mitten in einer andern Mündung, welche durch ein Vorge-birge gebildet wird, das er, weil es nicht weit in die See geht, Bote» nennete, erblickte derAdmiral zwo kleine Inseln. Nachgehends entdeckte er noch ein anderes Vorgebirge, das seinesErmessens zu der Drcyfaltigkeit gehörete, und Lapa genennet wird. Die beyden Insel-ehen nennete man El Caracol, und El Delsin. Von der Spitze des VorgebirgesLapa, sah man auf sechs und zwanzig Meilen weit in Nordost ein sehr hohes Land, undbenennete es seiner Schönheit wegen Bella Lorina. Die Menge der Vertiefungen, dieman für eben so viele Canäle oder Durchfahrten ansah, machte, daß man alle diese Länder fürInseln hielt. Von dem Vorgebirge Lapa, rückte man ungefähr noch fünf Meilen fort,und beobachtete in diesem Raume sehr schöne, und nahe beysammen liegende Häfen. Manschickte einige Matrosen ans Land, welche Feuer, Fußsteige, und eine Hütte ohne Dacherblickten. Als man noch acht Meilen weiter an der Küste hinlief, sah man beständigsehr gute Häfen, angebauetes Land, und viele Flüsse. Auch fand man vortrefflicheWeintrauben, und allerley andere Früchte.

Den 6ten August, nach abermals zurück gelegten fünf Meilen, erschien ein Canot Einwohnermit fünf Indianern. Sie kamen zwar auf der Castilianer Winken herbey: als aber ein des LandesWindstoß ihr Canot umstürzete, sucheten sie sich mit Schwimmen zu retten. Viere davon und ihre Far-wurden aufgefangen. Sie hatten eben dergleichen Farbe, als die Indianer gemeiniglichhaben. Der Admiral beschenkete sie mit Schellen und Glascorallen, worauf sie voll Freu-den damit anS Ufer zurück kehreten. Doch kamen sie in Gesellschaft vieler andern baldwieder, und brachten Schilde, Bogen, Pfeile, Brodt, Wasser, allerley Speisen, undzweyerley Getränke, ein weißes und ein grünes. Ehe sie in die Barken stiegen, wozu siesehr willig waren, bliesen sie sowohl die Barke, als die Matrosen an. Sie schienen alles,was man ihnen schenkete, wenig zu achten, ausgenommen Schellen, und Meffingstückchen,es mochten diese letzter» so klein seyn, als sie wollten. Sie trugen um den Kopf und dieHüften baumwollene Tücher von allerley Farbe und sauberer Arbeit. Als die Nacht ein-zubrechen begonn: so schwammen sie mit so großer Geschwindigkeit davon, daß es dem Admi-rale nicht möglich fiel, einige davon bey sich zu behalten, wie er zwar Willens gewesen war.

Allein, den folgenden Tag, bekam er sechs, und gieng mit ihnen nach einem Vorgebirge

unter Segel, das den Namen Puma del Aguja bekam. Man erblickete von solchem Punta des

eine sehr schone Gegend. Er landete an einem gewissen Orte, den er los Jardmos be- Aguja.

, L 2 nenne-

-Herrel.', der ihn allezeit Zuyapari nennet- nennet; es kann aber auch seyn, daß sie eine Mün-Der Geschichtschreiber der Insel Sän Domingo düng des Grenoko, mit dem Naiven Rusapgxi-lebt »er, die Einwohner hätten die Affen alsobe- «der Affenfluß belegten.