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Dreyzehnter Band.
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in America. V Buch. m Cap. 95

mitbrachte, schöpfcteir ihre katholischen Majestäten ein großes Vergnügen daraus: Christophallein eben der Ruhm, welcher dem Admirale aus dieser Begebenheit zuwuchs , er. Lolunibus.weckte ihm auch neue Neider und Mißgünstige. Der Bischof von Badajoz, welchen man . .

zur selbigen Zeit als den StaatSrath von Indien anzusehen hatte, weil ihm die Besorgungder dastgen neuen Einrichtung aufgetragen war, ergriff diese Gelegenheit, ihm zu schaden.

Er nahm den Alfonso von Ojeda, welcher seit kurzem an den spanischen Hof zurück gekom-men war, in seine Vertraulichkeit auf. Als dieser verschmitzte Wagehals bald gewahr wur- Ojeda wirdde, daß der Bischof einen unsäglichen Haß gegen die Columben hegete, setzete er sich in den auf neue Ent-Kopf, er wolle ebenfalls einen Ruhm durch neue Entdeckungen erwerben. Nachdem er Deckungenes soweit gebracht hatte, daß ihm die Karten und Schriften des Admirals mitgetheilet wur- ausgesch« et.den: so bath er um Erlaubniß, Schiffe auszurüsten, und eine Unternehmung fortzusetzen,welche voritzt weiter nichts mehr, als Fleiß und Herzhaftigkeit erforderte. Der Bischofgab ihm die gebethene Erlaubniß, unterschrieb sie auch: allein, von den katholischen Kö-nigen wurde sie nicht unterschrieben, ja, es ist ungewiß, ob sie etwas davon wußten. IhrInhalt war also beschaffen, daß er den Vergleich des Admirals mit der Krone offenbarverletzte; denn er besagte, Ojeda könne das feste Land, und alles, was ihm vorkomme, ent-decken ; nur füllte er weder in die portugiesischen, noch in die vor dem Jahre 149; für Spa-nien entdeckte Lande kommen.

Diese Erlaubniß von einem Minister, welchem Ihre Majestäten alle indianische Ge-schäffte aufgetragen hatten, brachte in weniger Zeit eine große Anzahl theils Spanier, theilsAusländer zusammen, einige in der Absicht, ihr Glück zu machen, andere um durch uner-hörte Abentheuer einen Ruhm zu erwerben. Ojeda trieb in Sevilien soviel Geld auf, daß Ojeda tritter vier Schiffe ausrüsten konnte. Zu seinem Obersteuermanne machte er einen Biscayer, mit Cosa undNamens Johann de la Cosa, einen erfahrnen und herzhaften Mann. Americus Ves- in

putius, ein reicher, auch in der Weltbeschreibung und Schiffahrt wohsgeübter Kaufmann^" ^ ^ 'aus Florenz, schoß nicht nur Geld zur Ausrüstung her, sondern wollte auch die Reise ineigener Person mit wagen e). Den Losten des Maymonates war die Flotte zum Auslau-fen fertig, gieng auch an eben diesem Tage unter Segel.

Man lief anfänglich gegen Westen, wendete sich hierauf nach Süden, und entdeckte Ihre Fahrt,schon am sieben und zwanzigsten Tage ein Land, das man bald für das feste erkannte. AusFurcht vor den Klippen mußte man in einiger Entfernung vorn Strande Anker werfen.

Als aber einige Matrosen sich denselbigen in Barken näherten, sahen sie eine große Mengenackender Indianer, welche über den Anblick der Spanier Zeichen einer großen Bewunde- Er kömmt anrung von sich gaben: aber als man sie durch Winken herbeyzulocken suchte, mit großer ^s ftste LandGeschwindigkeit davon liefen. Weil die Flotte in einer offenen Rhede lag, wo ihr der ge- America,längste Wind Gefahr bringen konnte: so beschloß Cffeda, der Küste zu folgen, und einen

be-

sir. Nun fraget es sich zwar billig, welcher von be, um die Welt desto sicherer zu bekriegen, falschebeyden Theilen Recht habe ? Allein, es erfodert die Nachrichten ausgestreuet. Er verwechselte, saget man,

Entscheidung dieser Frage eine weitläuftige Unter- die Zeiten und die Begebenheiten mit einander,suchung, die sich an diesen Ort nicht schicket; wir Eben wegen der zweifelhaften Gewißheit seiner Rei-lassen es also bey dem, was wir in der Einleitung febeschreibungen, können wir ihnen keinenPlahinun-«ngemerket haben, bewenden, und wiederholen vor- serm Werke einräumen. Man findet sie, an der Zahlitzt nur, man gebe dem VesMius Schuld, er ha- drey, in den Decadibus bes serer Martyrs und