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Dreyzehnter Band.
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in America. V Buch. m Cap. ivi

bey dem Nachhauen noch fünf und zwanzig Feinde gefangen. Hieven übergab man eini- Christophge den sieben Indianern aus Macarapana, welche damit höchstvcrgnügt nach Hau- Lolumbas.se reiseten. > .

Als Djeda sich so nahe bey der Insel Hispaniola sah, beschloß er, seinen Lauf dahin ^mmtzu nehmen. Die Geschichte meldet nichr, in welcher Absicht, doch ist aus seiner Auffüh- nachHispanio.rung zu schließen, er habe vermuthlich, um dem Bischöfe von Badasoz zu gefallen, dem k.

Admirale trotzen, und ihm den glücklichen Ausgang seiner Fahrt melden wollen. Den ztcndes Herbstmonates legte er in den Hasen Naquiino, und dem Gebiethe eines Caciguen, Na-mens Haiuguayaba, vor Anker. Die in dieser Landschaft befindlichen Castilianer gabensogleich dem Admirale Nachricht davon, welcher sich von vier Schiffen, unter Anführungeines Mannes von solcher Gemüthsbeschaffenheit, wenig Gutes prophezeihete. Demnach Roldan wirderachtete er es für das Beste, den Roldan, dessen Verwegenheit er nicht weniger kannte, gegen ihn ge-bey dieser Gelegenheit zu gebrauchen. Er gab ihm zwo Caravellen, nebst dem Befehle, brauchet,sich den Vcrhalcungsbefehl des Dstda zeigen zu lassen, und ihn um die Ursache seinerAnkunft zu befragen. Roldan konnte den Hafen Naquimo nicht eher, als den 29sten er-reichen. Nun fand er zwar die Flotte nicht an diesem Orte, weil sie acht Meilen weiteroben vor Anker lag. Weil er aber vernahm, Ojeda sey mit einigen seiner Leute in einembenachbarten Dorfe ausgestiegen: so begab er sich unter einer Bedeckung von etwa sechsMann dahin. Ihre Unterredung lief um so vielmehr friedlich ab, weil Ojeda von seinen Schif-fen entfernet war, folglich soviel Bescheidenheit, als es seine damaligen Umstände erforder-ten, von sich blicken ließ. Als ihn Roldan fragte, was er hier suchete? und warum er,ohne vor allen Dingen dem Admirale seine schuldige Aufwartung zu machen, sich an einemso abgelegenen Orte aufhalte ? so gab er zur Antwort, es habe ihn die dringende Noth, seineSchiffe auszubessern, dazu veranlasset, in dem ersten und besten Hafen eine Zuflucht zusuchen; und weil er Befehl vom Hose habe, das feste Land zu entdecken, welchem er auchnachgekommen sey, so habe er es für seine Schuldigkeit erachtet, vor allen Dingen auf dieErhaltung der ihm anvertrauten Schiffe zu gedenken. Roldan verlangeke diesen Befehl zusehen, und absonderlich zu vernehmen, ob ihn selbiger bevollmächtigte, ohne Erlaubniß desStatthalters, Lebensrnittel und Beystand auf der Insel Hispaniola zu suchen? Hier wollteer nicht recht mit der Sprache heraus: doch gab er vor, sein Befehl sey ohne alle Einschrän-kung , und habe er ihn an Bord gelassen. Roldan ergriff entweder aus Ehrgeize, undum seine Gewalt auszuüben, oder aus Begierde, dem Vertrauen des AdmiraleS ein Ge-nüge zu thun, eine Entschließung, welche Mjeda, seiner Verschlagenheit ungeachtet, nichtvermuthete. Er bestieg in aller Eile seine Caravellen , begab sich ohne Zeitverlust zurFlotte, und ließ sich die Bestall«ngsbriefe des Generals zeigen, die er denn bloß von demBischöfe zu Badajoz unterschrieben fand. Nach dieser eingezogenen Nachricht kehrete erauf das schien igste nach Gan Donnngo zurück, und meldete die Sache dem Admirale.

Allein, weil (Ojeda dasjenige, was in seiner Abwesenheit vorgefallen war, bald erfuhr,und von den letzten Unruhen auf der Insel genügsame Kundschaft eingezogen hatte: so se-gelte er gegen Westen in die Bay von Taragua, woselbst er eben so viele Anhänger, alsehemalige Aufrührer, anzutreffen vermeynte. Er wurde auch in der That von denen daselbstangesessenen mit großer Freude aufgenommen; und weil er bald merkete, daß sie noch im-mer einige Neigung zum Aufruhre hegeten, so verhetzete er sie mit solchem Eifer und boshafti-gem Geschwätze gegen den Admiral, daß sie unter dem Verwände ihre rückständige Be-

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