in America. V Buch. M Cap. m
nicht allein dem Admirale ein Verbrechen daraus, sondern hielt auch dafür, er könnte we- LKrNopl,gen alles klebrigen nicht unschuldiger seyn. Sie befahl zuerst bey Todesstrafe, allen Scla- Lolumbus.
ven, die man von ihnen hatte, die Freyheit zu geben, und fastete darauf den Entschluß,,_ .
ihm die Gewatc zu nehmen, womit sie ihn bekleidet hatte. Niemals hat sie, nach der An-merkung eines weisen Geschichtschreibers, einen Entschluß gefastet, den sie zu bereuen mehrGelegenheit gehabt hatte. Der Admiral würde ihr nicht so strafbar vorgekommen seyn,wenn sie seinem Charakter mehr Gerechtigkeit wicderfahren lasten, und seine Aufführungnach denen Unruhen und Nothwendigkeiten beurtheilet hatte, die ihr nicht unbekannt seynkonnten. Sie würde bey etwas weniger Mäßigung, mehr Erläuterung von ihm zu erwar-ten , vernommen haben, daß er endlich auch den geringsten Saamcn zum Aufruhre aus-gerottet hätte; daß er mit einer unumschränkten Gewalt regierete; daß er die Ca-stiliauer unterrhänig, und die Indianer geneigt sähe, das Joch des Evangelii und derHerrschaft der Castilianer anzunehmen; und daß er nicht über drey Jahre forderte, dieEinkünfte der Krone um sechzig Millionen zu vermehren, worunter er die Perlenfischereymit begriff, welche er sich durch eine gute Festung zu versichern dachte e/).
In diesen unglücklichen Umständen brachten die Beschuldigungen des Ojtda seinen BovadikkaFall vollends zu Wege. Indessen war solcher im Brachmonate nur erst unterzeichnet, wird als Ge-glcich als wenn der König und die Königinn sich hätten Zeit nehmen wollen, die Gerech- nach Hi-ng keir zu Rathe zu ziehen. Um seiner Absetzung einen Schein zu geben, ließ man bekannt spanioka ge-
mache» , er hätte selbst einen ersten Verwalter der Gerechtigkeit in der Insel Hispaniola schickt-verlanget, und ihre Majestäten gebethen, seine persönlichen Streitigkeiten mit dem AlcaldeMajor durch uneigennützige Commiffarien richten zu lassen; welche beyde Vorschläge billigzu seyn schienen: man hätte es aber nicht für rakhsam erachtet, zwo Bedienungen zu tren-nen, welche eine unumschränkte Gewalt erforderten; und man könnte über dieses nur einenvornehmen Mann damit bekleiden, bey dem es sich nicht schicken würde, einen Fremden zulasten, der zwo so große Bedienungen hätte, als eines beständigen Admirals und Unter-königes seine. Der König und die Königinn glaubeken, alle Eigenschaften, die ihrenAbsichten gemäß wären, bey dem Oröensgebiethiger von Calatrava, Franz vonBovadilla, zu finden. Sie gaben ihm nebst dem Titel eines Generalstatthaltersauch noch den Titel eines Intendanten der Gerechtigkeit und den Befehl, seine Bestallun-gen geheim zu halten, bis au- den Tag seiner Aufnahme zu Sän Domingo. Hierausglauben eben die Geschichtschreiber schließen zu können, daß die katholischen Könige demGerüchte Gehör gegeben, welches die Feinde des Admirals ausgebreitet hatten, als ob ersich zu einem Herrn der neuen Welt zu machen dächte H. Bovadilla gieng zu Ende desBrachmonateS mit zwoen Caravellen unter Segel; und den 2zsten August nahm man zuSän Domingo diese beyden Schiffe wahr, welche sich bemüheten, in dem Hafen einzulau-fen, von da sie durch einen Landwind zurückgetrieben wurden. Der Admiral war damals
be-
„thnr Franz van Bovadilla, eine genaue Unterst- »Edlen und Gemeinen und überhaupt allen ihren„chnng wegen der Strafbaren anzustellen, sich der- „Unterthanen geböthen, zur Vollstreckung ihrer„selben wenn er die Wahrheit erkannt hätte, zu „Befehle die Hand zu biethen „ Diese Bestallung„bemächtigen, ihre Güter einzuziehen, und wider war von dem Staaksseeretär, Michael Perez von„sie, wie er es für dienlich erachten würde, nach Almanzan, unterzeichnet. -Herrera im kV B>„der Form Rechtens zu verfahren; wobey sie dem K Lap.
„Admirale, allen Befehlshabern, Poticeyrichtem,