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Dreyzehnter Band.
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in America. V Buch. IV Cap. 141

die Pferde scheten, kamen sogleich andere her, stachen entweder die armen Unschuldigen Christophhinter ihren Errettern todt, oder hieben ihnen die Beine ab, und ließen sie liegen. Ja Lolumbus.als einige Indianer der Wuth der Soldaten entgangen, und mit Hülfe der Canote,welche sie zufälliger Weise am Strande fanden, in die Insel Guanaba «) entflohen waren, ' " ^

suchte man sie auch an diesem Orkeauf; und wenn ihnen )a das Leben geschenket wurde, so ge-schah es nur deswegen, um sie in einer Leibeigenschaft, welche den Tod selbst an Bitterkeitübertraf, zu halten. Ein Anverwandter der Königinn, Namens Guarocuya, rettete sichins Gebirge Barruco, welches das höchste und unzugänglichste auf der ganzen Insel ist,von Taragua mitten durch das Land bis an die Südküste geht, und äußerst wilde Einwoh-'ner hat. Noch andere scheten sich in dem Gebirge fest, daraus die Mitte der Insel besteht.

Ovando ließ beyde Orte angreifen. Zwar wehreten sich die Indianer eine Zeitlang alsman aber Guarocuya, Haniguayaya und die übrigen Anführer ergriffen und hingerichtet hat-te, so zcrstreueten sich die übrigen dermaßen, daß innerhalb eines halben Jahres aufder gan-zen Insel kein einziger Indianer, welcher das spanische Joch nicht getragen hätte, zu fin-den warx).

Nach diesem blutigen Kriege, wendete Ovando alle seine Gedanken darauf, wie sich Die Spanierdie Spanier recht fest setzen möchten, und legete zu diesem Ende, an solchen Gegenden, ^en Städtedie ihm wohlgefieten, neue Städte an. Die in Laragua noch vorhandenen Castilianer,mußten alle mit einander in einer wohnen, die man Santa Maria de la Vera paz nennete.

Sie lag nicht weit von einem in dieser Landschaft befindlichen berufenen See, und zwo Mei-len vorn Meere, wurde aber nachgehends unter dem Namen Santa Maria del puertSnaher an den Strand versetzet. Nichts destoweniger behielt die indianische Benennungdes-selbigen Ortes Paguana im gemeinen Gebrauche die Oberhand. Die Franzosen machtenLeogane?) daraus. Acht Meilen weit von der Hauptstadt gegen Norden, wurde dieStadt Buenaventura von Ovando angeleget; und mitten in der Insel zwischen den Flüs-sen Naqui und Nayoa, die Stadt Gau Juan de la Maguana. Vier und zwanzigMeilen weit von Sän Domingo, bey dem Hecken Azua, hatte ein gewisser OrdenSgebie-chiger aus Gallicicn, dessen Namen man in der Geschichte nicht findet, angefangen, einenWohnplatz auf den Grund eines indianischen Fleckens zu erbauen; aus diesem wurde eineStadt gemachet, und Azua de Lompostella benennet. Mit gleich gutem Fortgangsentstund eine Stadt bey dem Hafen Naquima, und noch eine andere Salvariera de laSavana genennet. Um eben diese Zeit wurde dem Roderich de Mefcia, der zu Be-zwingung der Indianer viel geholfen hatte, die Erbauung dreyer andern Städte aufge-tragen. Eine bekam ihre Stelle bey Puerto Real, die andere, Namens el (5omy, sech-zehn Meilen nördlich von Sän Domingo; und die dritte auf eben dieser nördlichen Küste,in einer gewissen Gegend, welche bey den Landeseinwohnern Guahaba hieß. Man nen-nere sie nach dem alten OrdenSsitze des Ovando, Larez de Guahabo. Manzählete folg-

S z lich

x) Ungeachtet Ovando sein Verfahren nach al- mit shm vornehmen, dergleichen noch nie vorge-ler Möglichkeit zu rechtfertigen suchte: so waren gangen ist. Herrera ebendas. Allein, weil diedoch die katholischen Könige äusserst ungnädig dar- Königinn bald darauf mit Tode aßgieng, wußteüber. Don Akvarez von Portugal , erster Graf Ovando sich unentbehrlich zu machen, und er wur-von Gelves, und damaliger Präsident des könig- de erst r;ox zurück berufen,liehen Hosgenchtes, brach in die Worte heraus:

Vo le Karo tomar rmz reiiclencm, gnsl miiiea » Geschichte der Insel Sän Domingo, amiue tomaclii» das ist, ich will ein solches Verhör angef. Orte.