Band 
Dreyzehnter Band.
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r6Z Reisen und Entdeckungen

Entdeckn«- der Meynung, man sollte sich von ihrer Küste wegmachen, und lieber nach dem Busengen nach Lo« Uraba gehen, wo die Leute nicht so gar unbethulich wären. Allein, weil Ojeda sich auflnmbo. stum Herzhastigkcit, und auf sein bisheriges Glück verließ; indem er auf allen seinen Zü-. ^ gen noch nie die allergeringste Wunde empfangen hatte: so verwarf er diesen verzagten

Rath, und beschloß dagegen, die Indianer, welche ihn einzuschließen gedachten, selbst an-zugreifen. Er hieb zwar eine große Anzahl von ihnen nieder, hatte aber keinen andernVortheil davon, als die kleinen goldenen Spiegel, die sie am Halse trugen. Doch zwanger einige Gefangene, daß sie ihm den Weg nach ihren Wohnplätzen zeigen mußten. DieFlüchtigen hatten sich in einem benachbarten Felde von neuem gesetzt, und waren einen aber-maligen Angriff auszustehen, bereit. Ihr Gewehr bestund aus Schilden und Schwerdternvon einem ungemein harten Holze, aus Bogen und Pfeilen mit sehr scharfen beinernenSpitzen und aus Haffagayen, die sie mit großer Geschicklichkeit warfen. Allein, als derunerschrockene Ojeda den Namen des heiligen Jacobs mit einem fürchterlichen Geschreyeer-schallen ließ, und damit das Zeichen zum Angriffe gab: so durchbrachen die Castilianer LieseWilden, und bedeckten die Erde in einem Augenblicke mit todten Leichen. Die übrigge-bliebenen Feinde retteten sich mit der Flucht, nur acht ausgenommen, welche von ihrenLandesleuten abkamen, und ihre Zuflucht in eine bey ihnen gewöhnliche Hütte nahmen.Hier wehreten sie sich mit ihren Pfeilen dergestalt, daß kein Castilianer das Herz hatte, ih-nen nahe zu kommen. Als Ojeda seine Leute sich schämen hieß, daß sie mit acht nacktenKerlen nicht zurechte kommen könnten: so rennete einer unter ihnen mitten unter den herumflie-genden Pfeilen und Wurfspießen auf die Hütte los, hatte auch den Fuß schon auf derSchwelle, -als ihm ein Pfeil ins Herz fuhr, und er davon todt niederstürzete. Wir brin-gen dergleichen Beyspiele einer außerordentlichen Tapferkeit mit Vergnügen bey, weil dar-aus ganz unstreitig erhellet, e§ habe die Begierde nach Ehre, eben so viel Gewalt übernen Spanier, als die Begierde nach Golde. Ojeda ließ aus Grimme über den Verlust einesso braven Mannes, die Hütte an vielen Orten zugleich anstecken, da sie denn nebst den achtIndianern in einem Augenblicke zu Asche verbrannte. Man schickste hierauf sechzig Ge-fangene , die man währenden Gefechtes gemachet hatte, auf die Schiffe, und hieb, so langees noch Tag war, alle Indianer, die sich blicken ließen, nieder Den folgenden Tag nahmzwar Ojeda den Flecken ZAirbnto weg, fand aber nichts, als die leeren Häuser darinnen.Die Einwohner waren nebst ihren Angehörigen und ganzem Vermögen auf das Gebirgegeflohen. Diese anscheinende Bestürzung verursachete, daß die Ueberwinder sich allzuun-bedachtsam hin und her zerstreueten. Allein, die Indianer gaben sehr genau auf sie Ach-tung: und als sie dachten, ihre Feinde waren nun so sehr getrennet, daß sie nicht wiederzusammen stoßen könnten, so sielen sie von allen Seiten mit einem gräslichen Geschreyeaufsie lvö. Cosa wurde in einer Hütte, darinnen er ausruhen wollte, gleich im Anfange über-Tod des Cosa. fallen. Er wehreke sich tapfer. Als er aber seine Leute meistens alle fallen sah, und nacheiner großen Anzahl empfangener Pfeilschüsse die Kraftdes Giftes an sich selbst zu spüren an-fing,

Leibeigenen machen, auch nachdem es dem Könige seyd, und eurem Herrn nicht gehorchen wollet. Auchbelieben wird, sie entweder verkaufen oder sonst ge- bezeuge ich, daß die TodWäge und anderes Uebel,brauchen. Zch will euch euer Vermögen wegneh- das daraus entsteht, eurer eigenen Schuld beyzu-men, und alles ersinnliche Herzeleid zufügen, dar- messen sind,nicht des Königes,auch nicht der meinige»,um, weil ihr aufrührische ungehorsame Unterthanen noch der Herren, die mit mir hergekommen find.

Und