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gehends nicht weniger berühmt machte, und damals in der Insel Hispaniola lebets,dke Rei- Entdeck«^ft mit gemachet, wenn ihm ein Geschwüre am Knie nicht daran verhindert hätte. Das gen nach Lo-Geschwader gieng erstlich nach der Insel Beata, wendete sich hierauf nach Süden, underreichete nach wenig Tagen den Hafen, welchen Rodrigo Bastidas im izoi Jahre entde- .
cket, und Girthagena benennet hatte. Die Spanier hatten sich zwar noch nicht im landeniedergelassen: doch wußten sie, daß die Einwohner ungemein groß von Person und sehr Besondererbeherzt waren, daß sie ihre Pfeile vergifteten, und daß die Weiber mit dem Bogen und Verhaltungs-der Hassagay eben so gut umzugehen wüßten, als die Männer. Christoph Guerra und die beseht wegenübrigen Spanier, welche diese Küste nach des Bastidas Zeiten besuchten, giengen nicht ^ Indianer,zum freundlichsten mit ihnen um. Ojeda hingegen sollte, kraft seiner Verhaftungsbefehle,eine größere Mäßigung erzeigen, und bey diesem Volke zuvor den Glimpf und die Bewe-gungsgründe der Religion gebrauchen, ehe er sie der castilischen Krone mit Gewalt unterwür-fe. Man hatte ihm sogar Mönche und Dollmetscher, um das Evangelium zu predigen,mitgegeben. Doch, wofern sie dieses halsstarrig verwürfen: so hatte er Befehl, sie ohneGnade und Barmherzigkeit zu verfolgen, und soviel als er von ihnen bekommen könnte,zu leibeigenen zu machen x). Die Erklärung des Ojeda wirkete bey diesen Wilden ebenso wenig, als sein Anerbiechen guter Freundschaft, und seine Handelsvorschläge. Aus ih-rer trotzigen Antwort sah er bald, wer sich in ihrem Lande festsetzen wolle, der müsse sich Seine erstenzum Kriege gefaßt machen. La Cosa, der sich vor ihren vergifteten Pfeilen fürchtete, war Zwistigkeiken
her mit ihnen.
Einer von Liesen Hohenpriestern, welche auf be-sagte Weise regiereten, schenkete als unumschränk-ter Herr der Welt, die gegenwärtigen Inseln, nebstdem festen Lande des Weltmeeres, denen damals le-benden Königen von Castilien und ihren Nachfol-gern, unsern Herren, nebst allem, was dazu gehö-ret, gleichwie solches gewisse Schriften, die man beydieser Gelegenheit aussehete, besagen. Daher istSeine katholische Majestät, kraft besagterSchenkung,König und Herr dieser Inseln und des festen Landes,auch erkennen ihn alle Völker, denen man seineGerechtsamen kund gethan hat, freywillig und oh-ne Widerstand dafür. Zu eben der Zeit alsman ihnen diese ihre Schuldigkeit eröffnete, ge-horcheten sie auch den geistlichen Personen, welcheSe. Majestät, um ihnen das Evangelium zu predi-gen , und die Geheimnisse des Glaubens zu offen-baren , abgeschicket hatte. Sie haben alle mit ein-ander aus gutem freyen Willen ohne Vorbehaltund ohne Belohnung das Christenthum angenom-men. Se. Majestät nahm sie deswegen in ihrenSchuh und befahl, man sollte mit ihnen, gleichwiemit ihren übrigen Unterthanen leutselig umgehen.Also seyd ihr, mit denen ich rede, schuldig, ein glei-ches zu thun. Und zum Beschlusse: so bitt« icheuch, so hoch als ich kann, und ermähne euch, das,was ich euch hiermit sage, wohl zu überlegen, undum e« recht zu begreift«, und zu befolgen, «ine be-
liebige Zeit zu nehmen, damit ihr die Kirche fürdie gebiethende Frau und Beherrscherinn dieser gan-zen Welt und den Hohenpriester, welcher sich Pabstnennet, und Seine Majestät, als König, Oberhauptund Gebiethcr der Inseln und des festen Landes?vermöge der vorhingemeldeten Schenkung erkennet,mnh einwilliget, daß euch unser heiliger Glaubevon Mönchen geprediget und gelehret werde. Thutihr das, so thut ihr wohl daran, und thut nichtsanderes, als was ihr zu thun schuldig seyd. So-dann wird Se. Majestät und ich, der ich in DeroNamen rede, euch mit Freundschaft und Liebe an-nehmen. Wir werden euch, euer« Weiber undKinder ganz frey, und von aller Knechtschaft losund ledig lassen, und ihr werdet euch dabey sehrwohl befinden, gleichwie fast alle Einwohner derübrigen Inseln sich wohl dabey befunden haben.Ueber dieses wird euch Se. Majestät viele Vorrech-te, Begnadigungen und Freyheiten zugestehen, dieeuch großen Vortheil schaffen werden. Hingegenaber, wenn ihr es nicht thut, oder wenn ihr dieBewerkstellignng aus Bosheit verzögert: so erklä-re ich, und versichere euch hiermit, daß ich euchauf das gewaltsamste bekriegen, auf allen Seiten-und mit aller meiner Macht angreifen und mit Ge-walt unter das Joch des Gehorsames gegen dirKirche und den König zwingen will. Ich will eu-re Weiber und Kinder wegnehmen, ich will sie zu
Leib-