Band 
Dreyzehnter Band.
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Reisen und Entdeckungen

Etttvecku»- und die Indianer zum liefern der Lebensrnittel mit Gewalt anzuhalten. Mein, diese Leutegen nach Lo- waren gut bewaffnet, und wehreten sich mit großer Tapferkeit. Als ihnen nun wegen ihres hef-lumbo. tigen Widerstandes nichts abzunöthigen war: so ereignete sich endlich ein so entsetzlicher Fall,

. daß man schwerlich dergleichen je erhöret haben mag. Dreyßig Castilianer fanden einstens

die Leiche eines Indianers, der bey irgend einem Gefechte ums Leben gekommen war. Un-geachtet sie nun der Fäulniß schon sehr nahe war: so fraßen sie doch mit größter Begierdedavon, mußten aber von dieser entsetzlichen Mahlzeit alle mit einander sterben o). End-lich verlor Nicuessa alle Hoffnung, sich unter einem so trotzigen Volke im Lande zu behau-pten, ließ einen Theil seiner Leute unter dem Nugnez am Belemfluffe zurück, und zog mitNicuessa geht den übrigen nach Portobello, wohin ihm ein Matrose, welcher den Christoph Columbusnach Porto auf seiner letzten Fahrt begleitet hatte, den Weg zeigete. Hier erwartete ihn ein ungeheu-bello und noch rer Schwärm Indianer mit ihren Hassagayen am Ufer, und tödtete ihm zwanzig Mann.weiter. Dieser schlechte Willkommen nöthigte ihn, noch sechs bis sieben Meilen weiter zu gehen, undUrsprung des den Hafen aufzusuchen, welchen Columbus Daftimentos genennet hatte. Hier legte erNamens mit den Worten: wir wollen in Gottes l-Iamen hier bleiben, vor Anker; und weilNombre de rr ihn zu einem Wohnplatze sehr bequem fand: so legte er ohne Verzug den.Grund zu derberühmten Stadt, welche von diesem Umstände den Namen LTlombre de Dios erhal-ten hat.

Neues Elend Die Indianer ließen ihn nach eigenem Belieben bauen. Allein, es war in der gan-des Nicuessa. zen Gegend weder zu beißen noch zu brechen. Dergestalt nahm der Hunger von neuemüberstand; es kamen noch Krankheiten dazu, und ließen in der neuen Stadt kaum den vier-ten Theil Einwohner übrig. Die noch lebenden konnten vor Schwachheit nicht einmal ihrGewehr tragen. Unterdessen, da man alle Augenblicke eines Angriffes von den Wildengewärtig war: so mußte man, um nur auf dieser Seite sicher zu seyn, die Arbeit mit allemEifer fortsetzen. Der General gieng den übrigen mit seinem eigenen Beyspiele vor. Aberungeachtet er seine eigene Person nicht schonete: so fluchten ihm doch seine Leute in ihrer un-vernünftigen Kleinmüthigkeit alles Unglück auf den Hals. Denen, die am Ufer des Be-lems geblieben waren, gieng es nicht besser. Der Hunger trieb sie sogar, giftige Thiere zuessen, davon die meisten stürben, und Nicuessa hatte keinen Mann von ihnen jemals wie-der zu Gesichte bekommen, wenn er die noch übrigen nicht bey Zeiten abgeholet hatte.Hierauf schickte er eine Caravelle nach Hispaniola ab, um daselbst Beystand zu begehren,und suchete unterdessen auf alle ersinnliche Weise mit den Indianern Freundschaft zu ma-chen , und Lebensmittel zu erhalten. Allein, sie blieben einmal so wild, als das andere.Man versuchete, ihnen das mit Gewalt abzunehmen, was sie in Güte zu geben, verweiger-ten. Sie wehreten sich aber verzweifelt, und jageten die Castilianer mit großem Ver-luste davon.

In welchem In solchen Umständen lebete Nicuessa , als Colmenarez zu ihm kam,

Zustande jCol-und ihm solche Vorschläge that, die ihn, wenn er sie angenommen hatte, ausmenarez ihn allem Unglücke reißen konnten. Allein, seine vielen Widerwärtigkeiten hatten ihnantrifft. sthr mürrisch gemachet, oder vielmehr die Vernunft einigermaßen geschwächet. Da-her beförderte das, was ihn von rechtswegen glücklich machen sollte, vielmehr seinengänzlichen Untergang. Als ihn Colmenarez, der ihn von Herzen liebete, nebst etwa sechzig

Mann

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