in America. V Buch. V Cap.
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dann und wann Losungsschüsse zu thun, und Laternen auszuhängen, um die verun- Entdecku«-
alückten CaManer, welche etwa auf dieser Küste noch übrig seyn möchten, herbeyzu-gen nach Lo*" - lumdo.
rufen »). ^ ^
Seine Ankunft erweckeke in der Pflanzstadt ungemeine Freude. Allein, in kurzer - ^ ^
Zeit wurde die Uneinigkeit größer, als sie nie gewesen war. Weil er wegen des Nicuejsaals seines Herzensfreundes in großer Sorge stund, indem er nicht die geringste Nachrichtvon ihm hatte: so gab er denen, die ihn zum Statthalter verlängeren, Gehör; versorgetesie, weil es ihm leicht zu thun siel, mit Lebensmitteln, und suchete durch eben dieses Mit-tel auch die übrigen beyden Parteyen auf seines guten Freundes Seite zu bringen. Ueberdieses führete er ihnen zu Gemüthe, wie vortheilhaft es für die Pflanzstadt sey, wenn sieihre Macht mit des Nicuessa seiner, als welcher sich bereits auf das Beste eingerichtet habe,vereinige. Diese Bewegung erzeigete bey den noch wankenden Gemüthern so große Wir-kung , daß sie ihm dieses Amt alle mit einander auftrugen.
Dem geneigten Leser ist ohne Zweifel noch erinnerlich, daß Nicuessa mit Endigung Degekenhei-des vorigen Jahres mit fünf Fahrzeugen von verschiedener Größe, und allerley zu seiner tm des Nieu-Unternehmung nöthigem Verrathe, von Hispaniola ausgelaufen war. Bald darauf streue-te ein Sturm die Schiffe aus einander. Sein Lieutenant Lopez d'Olano machete sichunter dem Vorwande, er könne die See nicht länger halten, bey nächtlicher Weile davon,und meng nach dem Haftn Lhagre, wohin die meisten Schiffe des Geschwaders ihre Zu-flucht gleichfalls genommen hatten. Hier brachte er es unter dem falschen Vorgeben, derStatthalter sey mit seiner Caravelle gesunken, endlich dahin, daß man ihn als Oberhaupterkannte. Allein, weil er der Hungersnoth, die ihm eine große Anzahl Leute wegraffte,abzuhelfen nicht vermochte: so war er willens, nach Hispaniola zurück zu gehen.
Nicuessa wurde ganz allein an eine unbekannte Küste geworfen, verlor seine Cara-velle wirklich, und mußte den allgemeinen Sammelplatz, nämlich Veragua zu Lande auf-suchen. Auf diesem Zuge kam eine sehr große Anzahl Spanier, theils vor Hunger theilsdurch die Hände der Wilden um das Leben. Einige liefen von ihrem Oberhaupte weg,ohne zu wissen wohin, und wurden von Hunger, Durst und Sonnenhitze unaussprechlichgegualct. Endlich kamen vier Matrosen in einer Schaluppe an die Mündung des Be-lemfluffes, trafen hier den Olano an, welcher seine Abfahrt bisher noch immer aufgescho-ben hatte, und gaben ihm die Nachricht, Nicuessa sey an der Küste im Anzüge begriffen.
Olano hoffetc, bey dieser guten Gelegenheit sich wieder in Gnade zu setzen, und schickcte ihmohne Verzug eine Brigantine mit Lebensrnitteln entgegen, die ihm auch bald begegnete.
Aber ungeachtet ihm dieser Beystand, der ihm das Leben rettete, ohne Zweifel sehr angenehmseyn mußte: so blieb er doch lange Zeit ganz unbeweglich bey dem Entschlüsse, er wolle den Lieute-nant darum, daß er ihn durch seine Untreue um vierhundert Mann gebracht, und ins äußersteElend gestürzet habe, mit dem Tode bestrafen. Doch, als seine Leute alle mit einanderfußfällig um sein Leben bathen, schenkete er es ihm zwar, behielt ihn aber doch in Verhaft,und war gesonnen, ihn nach Spanien zu schicken.
Die CaManer hatten wenig Vortheil von ihrer Vereinigung. Nach kurzer Zeit Hungersnschverfielen sie abermal in das Elend, davon sie befrcyet zu seyn vermeyntten. Die Hun- der Castilia-gersnoth stieg auf das äußerste. Nicuessa erlaubete ihnen, das Land zu durchstreifen, "er-
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») Eben dieser 8 D. 7 T.
Allstem. Reisebesthr. XIII Band. - Z