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Dreyzehnter Band.
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in America. V Buch. IX Cap. 287

dem Vorhaben ihren Sitz in dieser Wüste aufzuschlagen, weiter nichts zu thun haben, son- Ferdinanddern hielten es für schlecht ausgedacht. Bey diesem Murren erhuben einige Anhänger des Torte?.Diego NelaSguez die Stimme. Sie beschuldigten den General der.Tollkühnheit, und ^ ^ ^

wurden endlich so keck, daß sie jedermann anlagen, gemeinschaftliche Sache mit ihnen zumachen und unter dem Vorwande, man müsse sich mit Schiffen und Volke verstärken,auf den Rückweg nach Cuba zu dringen. Sobald Cortez von diesem aufrührischen Be-ginnen Nachricht bekam, ließ er durch seine Vertrauten, die Gesinnung des größten Hau-fens ausforschen. Bey dieser Untersuchung zeigete es sich, daß die ganze Anzahl der Auf-wiegler auf einige längst bekannte widersinnische Köpfe, denen er nie viel Gutes zugetrauet hatte,hinaus lief. Als er nun dachte, er sey der Sache recht gewiß: so erklärete er sich, er wolleallgemeinen Kriegesrath halten, und könne jedermann frey anzeigen, was er zu klagenhabe. Ordas und noch einige andere Befehlshaber führeten das Wort im Namen derMisvergnügten. Man hörete sie mit aller Gelassenheit. Weil sie nun hauptsächlichdarauf drangen, man solle nach Cuba zurück gehen, und die Flotte des Vetasquez Befehlwiederum untergeben, gleichwie dann, wenn es auf ihre Verstärkung ankam, in der Thatkein anderer Rath da war: so gab Cortez weiter nichts darauf zur Antwort, als der Him-mel habe sie bisher so unaufhörlich begnadiget, daß man auf seinen künftigen Beystandallerdings Rechnung machen könne. Habe aber der Soldat weder Muth noch gutes Ver-trauen zu seiner Person, gleichwie sie versicherten: so wäre es eine große Thorheit, wenner sich tiefer einlassen wollte, und könne man freylich nicht besser thun, als nach Cuba um-zukehren. Doch müsse er gestehen, daß er diese Entschließung aus keiner andern Ursacheergreife, als weil sie ihm darzu riechen, und weil sie dieselbige für die allgemeine Gesin-nung der Soldaten ausgäben. Darauf ließ er ohne Verzug im Lager ausrufen, mansolle sich auf Morgen zum Einschiffen nach Cuba fertig machen, und die Hauptleute be-kamen Befehl, sie sollten sich mit ihren Compagnien auf die vorigen Schiffe begeben.

Aber, kaum wurde diese Entschließung kund gemachet: so sing jedweder, der es mit demGenerale hielt, an, mit großer Entrüstung zu rufen, er habe also sie durch betrüglicheVersprechen hinter das Licht geführet? Er könne nebst denen, welche Lust darzu hätten, im-mer gehen/wohin er wolle; sie für ihre Person, wären nicht gesonnen, die vor Augen lie-genden Vortheile in den Wind zu schlagen, und würden sie schon einen andern Anführer zuwählen wissen. Diejenigen Kriegesbeamten, mit denen Cortez die Sache abgeredet hatte,stelleten sich, als ob sie diese Gesinnung billigten, und verlangeten nur, dem Generaledavon zu benachrichtigen. Damit traten sie in Begleitung der meisten Soldaten vor seinGezelt, und stelleten ihm vor, es sey das ganze Heer äußerst schwierig; ja, es wurde das Spie-gelgefechr so weit getrieben, daß sie ihm vorwarfen, er habe die Entschließung zur Abreiseohne Vorwiffen seiner vornehmsten Kriegesbedienten gefastet. Sie beschwereten sich überden Schimpf, den er auf alle Spanier lade, indem er auf das bloße Gerücht, als ob einigeSchwierigkeiten sich äußerten, die ganze Unternehmung aufgeben wolle. Sie stelleten ihmvor, wie übel es dem Grijalva deswegen, weil er in einem entdeckten Lande sich nicht festgesetzt habe, ergangen sey. Mit einem Worte, sie sagten ihm alles, was er selbst ihnen

vor-

„te, sagte er abermals im Scherze, dieMexicaner „theurer zu stehen.,, Ebendas. Man sieht aus„hätten hiermit ein Pfand darauf gegeben, daß sie allen Umständen, Cortez habe List und Tapferkeit„sich fürchteten und ihrer Macht wenig zurraueren: eines wie das andere zu brauchen gewußt.

„allein, der Abzug eines spanischen Heeres komme