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FerdinandLorce;. izip.
Der Taclquevon Zampoa-la schicket anihn.
Reisen und Entdeckungen
vorgesaget hatte, getreulich wieder. Coktez äußerte eine große Verwunderung, dergleichenDinge zu hören, und entschuldigte sich mit demjenigen, was man ihm von der Gesinnungdes Heeres versichert habe. Er weigerte sich anfänglich, seine einmal gefaffeke Entschließungzu ändern, that aber, als ob er das, was er von Herzen wünschete, schwerlich glauben könnte.Endlich ließ er sich zum Scheine überreden, klagete, doch ohne die Urheber zu nennen,daß man ihm die Sache ganz anders vorgetragen habe, und versicherte, er habe den Be-fehl zur Abreise sehr ungern, und bloß um seinen Kriegesleuten gefällig zu seyn, gegeben. Erwolle zwar mit desto größerem Vergnügen in Mexico bleiben, weil sie eine Gesinnungäußerten, welche ihrer Schuldigkeit gegen den König, und der Ehre der Nation gemäß sey.Nur würden sie selbst erachten, daß zu ruhmvollen Unternehmungen freywillige und ge-horsame Kriegeöleute erforderlich wären. Wer also Lust nach Cuba zu gehen, bey sich ver-jhürete, der könne ohne Hinderniß abreisen, und wolle er den Augenblick Anstalt machen,daß für diejenigen, weiche seinem Glücke nicht freywillig zu folgen gedächten, Schiffe inBereitschaft seyn möchten. Diese Rede verursachece unglaubliche Freude. Er selbst muß-te darüber erstaunen. Die Wortführer der Misvergnügten hatten das Herz nicht, sichzu erklären. Sie entschuldigten sich, und Cortez antwortete mit gleicher Verstellung /).
Es schien, als ob ihn das Glück bey der Hand führcte. Eben zu selbiger Zeit ka-men fünf Indianer von einer Anhöhe herab, und näherten sich der Feldwache des Diaz delCastillo. Indem sie Friedenözeichen macheten, und über dieses von ihrer geringen An-zahl nichts zu besorgen war: so brachte er sie ins Lager. Ungeachtet sie gleich den Mexi-kanern große goldene Ringe und andere Zierrathen in den Ohren und Lippen trugen: soschloß man doch aus ihren Kleidungen und ganzem Wesen, sie müßten von einem andernVolke seyn. Ihre Sprache hatte nicht weniger etwas eigenes, und konnte Marina siekaum verstehen. Doch begriff man durch ihre Hülfe soviel, ihr Herr, der Cacique vonZampoala, einer nicht weit entfernten Landschaft, habe die großen Thaten der tapfern Aus-länder in der Landschaft Tabasco vernommen, und sie hieher geschicket, um dem Oberhau-pte derselbigen seinen Gruß zu vermelden. Der Cacique war ein kriegerischer Herr, wel-cher die Tapferkeit auch sogar an seinen Feinden hochachtete. Die Abgeordneten strichendiese Eigenschaft ihres Herrn weitläustig heraus, vermuthlich aus Beysorge, man möchtesein Ansuchen um gute Freundschaft irgend einem niederträchtigen Bewegungsgrundezuschm-ben. Cortez empfing sie mit größter Freundlichkeit und Achtung. Denn zu geschweigen, daßdieser glückliche Zufall nicht nur die Absichten der Mexicaner hemmen, und bey den Spa-niern selbst größer» Muth erwecken konnte: so lag auch die Landschaft Zampoala unweitdes Hafens, den Montejo an der Küste entdecket hatte, und dahin Cortez sein Lager zu ver-setzen noch immer gesonnen war. Nichts destoweniger verbarg er die Freude, die er imHerzen empfand, und fragete die Abgeordneten, warum ihr Cacique so spät Gesandte anihn schicke, da er doch sein so naher Nachbar sey? Sie antworteten: es hätten die Einwoh-ner von Zampoala mit den Mexicanern nicht gern etwas zu schaffen, weil sie ihre Grau-samkeit mit großem Abscheue ertrügen. Eine neue Ursache des Vergnügens für den Cortez!Absonderlich als die Indianer noch weiter berichteten, Motezuma sey ein gewaltthätiger
Herr,
5) Ebendas. 5 und 6 C. -Herrera ebendas. ») Die Namen und die Folge seiner Vorfahren,
l) Oder, der anianisch« Seebusen. nebst den Hcniptuniständen ihrer Geschichte, wird
der