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Reisen und Entdeckungen
Ferdinand war. Seine Unterthanen genossen sehr selten das Glück, ihn zu sehen, auch sogar seineCarle). 1519 . Staatsräthe und Hausbedienten nicht. Er redete wenig mit ihnen und mischete derge-stalt nach des Solis Ausdrucke, „die verdrießliche Einsamkeit unter die Bestandtheile Seiner„Majestät. „ Auch erfand er neue Ehrenbezeugungen und höchstbeschwerliche Stellungenfür diejenigen, welche seiner Person sich näherten. Wer sich nicht bis zum Anbethen vor ihm de.müthigte, der beleidigte ihn. Er übete zuweilen entsetzliche Grausamkeiten aus, bloß um seine Ge-walt zu zeigen, und ohne andere Ursache, als weil es ihm also beliebte. Er legete den Unterthanenohne die geringste Nothwendigkeit neue Abgaben auf, und ließ sie mit äußerster Strenge eintrei-ben. Die Allerärmesten, ja sogar die Bettler mußten etwas zu seinen Füßen legen. DieseGe-waltthätigkeiten setzten das ganze Reich in Furcht und Schrecken, und diese Furcht verwandeltesich in Haß. Verschiedene Landschaften sageten ihm den Gehorsam auf. Er zog, um sie zu züchti-gen, in eigener Person gegen sie zu Felde. Allein, die Landschaften Mechoacan, Tlascala undTepeaca hatte er bisher noch nicht zu bezwingen vermocht. Unterdessen gab er vor, er ver-schiebe ihre gänzliche Bezwingung mit allem Vorsätze, und er wolle einige Feinde haben,damit es ihm nicht an Gefangenen, die er seinen Göttern opfern könne, fehlen möge.
. Nach diesen Grundsätzen, hatte er nun schon vierzehn Jahre regieret -c).chen "drohen Allein, in dem letzten Jahre ereigneten sich schreckliche Wunderzeichen, darüber erdenUntergang i" große Bangigkeit und Gewissenöqual gerieth. Es erschien viele nach einander folgen-des Reiches. de Nächte ein gräßlicher Comet, in Gestalt einer feurigen Pyramide. Bald darauf giengnoch einer in Gestalt einer dreyköpfigen Schlange, bey Hellem lichten Tage, in Westen auf,lief mit erstaunlicher Geschwindigkeit an das östliche Ende des Gesichtkreises, verschwand da-selbst , und ließ gleichsam eine feurige, aus einer unendlichen Menge Funken bestehendeSpur, von sich zurück. Es gerieth ein Tempel in Brand, ohne daß man weder dieUrsache entdecken, noch das Feuer löschen konnte. Man hatte in der Luft klägliche Stim-men gehöret, welche das Ende der Monarchie verkündigten, und mit dieser Wahrsagungstimmeten alle Aussprüche der Götzenbilder überein. Doch wir wollen dergleichen allzuun-glaublich klingende Erzählungen den spanischen Geschichtschreibern überlassen. Gewiß ist,daß Corte; aus dem Berichte der Indianer soviel abnahm, es werde ihm bey diesen Um-ständen, da der Wüterich bey jedermann verhaßt sey, nicht schwer fallen, die Widrig-
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.?) Doch dürfen wir noch ein Paar nicht über-gehen. Der.Pater Acosta, Bvtero und andereSchriftsteller von gleichem Gewichte, halten sie fürgenugsam bestätiget, folglich für gewiß, und es wer-den nebstdem auch die Fragen, welche man im vo-rigen Jahre dem Grijalva vorlegte, dadurch bestäti-get- Einige Fischer fingen am Ufer der mexicani-schen See einen sehr großen und seltsam gestalte-ten Vogel, und brachten ihn dem Kaiser. Erhatte eine glänzende Platte auf dem Kopfe, wei-che von den darauf fallenden Sonnenstralen eintrübes, gräsliches Licht von sich gab. Als Mote-zuma diese Platte genau betrachtete, sah er die Vor-stellung einer Nacht und Sterne darauf, welchedermaßen helle glänzeten, daß er sich geschwind
nach der Sonne umsah, in Meynung, sie habeauf einmal zu leuchten aufgehöret. Als er nundie Augen nochmals auf diesen seltsamen Spiegelwendete: so erblickte er unbekannte wohl bewaffneteSoldaten von der Ostseite herkommen, und einschreckliches Metzeln unter seinen Unterthanen an-richten. Sogleich ließ er die Priester und Wahr-sager rufen, und verlängere die Deutung diesesWunderzeichens zu wissen. Sie besahen den Vo-gel ; er stund auch unbeweglich stille, und ließ sie dasBild betrachten: aber auf einmal riß er sich los,und verursachet? ihnen durch seine ungestüme Fluchteine neue Angst.
Wenig Tage hernach kam ein Bauer in den Pal-last, und verlanget? durchaus mit dem Kaiser selbstzu sprechen. Weil er ganz außer sich zu seyn schien, so
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