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Dreyzehnter Band.
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in. America. V Buch. IX Cap.

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gesinneten an sich zu hangen. In dieser Absicht schicket- er dem Cacique Geschenke, und Ferdinandalles, was ihn zur Freundschaft bewegen konnte. Lorre». ,519.

Dieser glückliche Zufall brachte ihn auf einen Einfall, den die Geschichtschreiber als ^ ^-'

ein Meisterstück seiner Verschlagenheit ansehen, und den er mit gleicher Geschicklichkeit Meisterstückausführete. Weil er mit seinem beständig im Sinne gehabten Anschlage, nämlich auf der ^ Cortez.bisherigen Lagerstelle eine Stadt anzulegen, nunmehr herausrücken mußte: so trug er ihndenen Kriegesbedienten, welche ihm besonders ergeben waren, vor, und redete alles, was zu demglücklichen Fortgange dessetbigen dienen konnte, mit ihnen ab. Sodann berief er den Kriegeö-rath zusammen, um die Einrichtung der neuen Stadt festzustellen. Die Berathschla-gung war von kurzer Dauer. Seine Anhänger trieben vermittelst ihrer überlegenen An-zahl alles durch, was er wollte. Zu Alcalden oder Häuptern des Regierungsrakheö er-nennete man den porcocarrero und LNomejo, zu Räthen, Avila, Alvarado, undSandoval. Escalanre wurde Alguazil Major, oder Blutrichter, und Chrco bekam das Amtals Fiscal. Die neuen Beamten leisteten Gotte und dem Könige den gewöhnlichen Eid,nahmen darauf ihre Bedienungen mit Beobachtung aller in Spanien bey solcher Gelegen-heit üblichen Gebräuche, in Besitz, und macheten den Anfang, dieselben auszuüben, damit,daß sie der neuen Stadt den Namen Villa ricca de la Vera Cruz beylegeten, den sieihrer Versetzung ungeachtet, beybehalten hat. Die reiche Stadt hieß sie deswegen,weil man daselbst soviel Gold zu sehen bekommen hatte, und zum wahren Rreuze,weil die Spanier am Charfreytage hier ans Land traten 2).

Cortez wohnete ihren ersten Amtsverrichtungen als ein bloßer Einwohner bey, und Wie er sich dieverlangeke wegen seiner Stelle als General zu Master und zu Lande, nicht den geringsten obersteGewaltVorzug. Er wollte die neue Regierung durch seine Ehrerbiethung bestätigen, und dem theilen läßt.Volke ein Beyspiel der schuldigen Unterthänigkeit geben. Denn er hiclt^Me bürgerlicheGerichtsbarkeit und den Gehorsam der Unterthanen, beyderseits für höchstnöthig, um denMangel der KriegeSgerichtöbarkeit, sowohl durch das richterliche Schwerdt als durch dieStimme des Volkes zu ersehen. Zwar hielt man ihn, kraft seiner vom Statthalter zuCuba empfangenen Vollmacht, noch immer für das Oberhaupt derselbigen: allein, dieseVollmacht war wiederrufen worden, und es berührte seine Gewalt in der That auf einem

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wurde er vorgelassen. Sein Bericht hatte vielähnliches mit einem Traume, ungeachtet er behau»ptete, die Sache sey wirklich also geschehen. Erhabe nämlich den Kaiser mit einem brennendenRäucherkerzchen in der Hand an einem einsamenOrte liegen, und schlafen sehen. Eine Stimmehabe ihm befohlen, das Kerzchen zu nehmen, und esdem Kaiser an den Schenkel zu halten; er habe esauch gethan, ohne, daß selbiger davon erwachetwäre. Siehest du! habe darauf die Stimme zuihm gesprochen, wie dein Herr schlaft, ungeachtetdas Gewitter über seinem Haupte steht, und dieFeinde, welche sein Reich und seinen Gottesdienstzerstören wollen, schon aus einer andern Welt imAnzüge sind. Zum Beschlusse gab der Bauer demMotezuma eine nachdrückliche Ermahnung, und

rannte mit unglaublicher Geschwindigkeit davon.Anfänglich wollte man ihm nacheilen, und seineVerwegenheit bestrafen: allein, der Kaiser fühleteeinen heftigen Schmerz am Schenkel, und als mannachsah, erblickten alle Anwesende ein ganz frischesBrandmahl. Der Kaiser erschrak ungemein dar-über, und verfiel in ein tiefes Nachsinnen. Weiles nun schien, als ob der Zuspruch des Grijalva,und die Ankunft des Cortez mit diesen Warnungendes Himmels übereinstimmeten, so war der mexicaui-sehe Hof in großer Angst- Man berathschlaget«einmal über das andere; und nach vielfältigem Ue-berlegen beschloß der Kaiser endlich, die Ausländernicht vor sich zu lassen. Solls 6 Cap.

L) Ebendas. 6 Cap.