Z14 Reisen und Entdeckungen
Aerdinand Peter mtt lauter Stimme um Beystand an, und siel damit auf einmal über die IndianerLorte;. 1519. her. Den ersten Angriff hielten die Feinde mit ziemlicher Standhafrigkeit aus» Allein,
' ^ ' das Toben der Pferde, die sie noch immer für übernatürliche Geschöpfe ansahen, sehete sie
in so großes Schrecken, daß sie ihnen mit Angst und Zittern Plah macheten. Indemeiner den andern aus dem Wege stieß oder über den Haufen rennete, und ein größeres Un-heil stiftete, als er zu vermeiden suchte, trug sich etwas zu, das ihnen auf einmal Muthmachete, die Spanier hingegen beynahe in den äußersten Untergang gestürzet hätte. Ei-nen gewissen Reuter, Namens Peter von Moron, führete sein Pferd, das zwarungemein schnell aber dabey ein halber Kollerer war, so tief ins Gedränge, daß er vonseinen Gefährten ganz abgeschnitten ward; und bey diesen Umständen verabredeten es einigetlascalische Befehlshaber, welche von neuem Stand gefastet hatten, ihn auf einmal an-zufallen. Einige hielten ihm seine Lanze, andere den Zügel, die übrigen gaben dem Pfer-de so viele Stiche, daß es endlich todt zu Boden fiel. Sogleich hieben sie ihm den Kopfab«), steckten ihn auf einen Spies, und ermahneten die Verzagten, sich vor diesen Un-geheuern nicht weiter zu fürchten, indem sie der Spihe ihrer Waffen keineSwegeö zu wider-stehen vermöchten. Moron empfing viele Wunden, und wurde auf eine kurze Zeit zu ei-nem Gefangenen: es kamen ihm aber andere Reuter zu Hülfe, und seheten ihn wieder inFreyheit. Unterdessen machete der Tod des Ungeheuers einem großen Theile der tlasca--tischen Krieger frischen Muth; sie stelleten ihre Glieder auf das neue her, und schienenzu einem abermaligen Angriffe fertig. Aber eben da ihn die Spanier alle Augenblicke erwarte-ten, verwandelte sich zu ihrer größten Verwunderung das Feldgeschrey der Indianer auf ein-mal in ein tiefes Stillschweigen; und es ließen sich dagegen ihre Pauken und Waldhörnerhören. Sie gaben nach ihrer Weise das Zeichen zum Abzüge; und als sich gleich daraus dosganze Heer gegen Tlascala schwenkete: so war kein Zweifel mehr übrig, sie gedächten dieWahlstatt zu verlassen. Sie rücketen in der That allmählich fort, bis endlich eine Anhö-he sie dem Gesichte der Spanier gänzlich entzog. Anfänglich schrieb man diese »»vermuthe-te Begebenheit einer übernatürlichen Ursache zu: allein, nachgehends erfuhr man von denGefangenen, sie sey durch den Verlust der vornehmsten Oberhäupter veranlasset worden.Denn als Ticotencatl gesehen, daß die meisten Haufen keine Anführer mehr hätten, ha-be er sich nicht getrauet, ein dermaßen großes Heer ganz allein in Ordnung zu erhalten.Dem ungeachtet schrieb er sich den Sieg zu. Der erfochtene Pferdekopf war in seinen Ge-danken ein wichtiger Vortheil. Er trug ihn mit eigener Hand, und schickete ihn hernachdem hohen Rathe 0).
Posim, wo Eigentlich war der Vortheil freylich auf des Cortez Seite, weil er die Wahlstatt be-flch Cortez se- hauptet, und einen solchen Schwärm abgewiesen hatte. Allein, er mußte seinem äußerstabgematteten Heere einige Ruhe gönnen. Nebst dem vernahm er von den Gefangenen,die Tla-scalaner wären hauptsächlich deswegen über ihn erbittert, weil sie vermeyneken, er reise nurin der Absicht, ihres Todfeindes, des Motezuma, Freundschaft zu gewinnen, und ihm seinenBeystand gegen sie anzubiethen, nach Mexico. Er Hoffete folglich, sie eines bessern zu
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«) Solls tadelt einige Geschichtschreiber, weil wenig Ehre, und machen eine Schlacht im gi-fte vorgeben, die Indianer hatten ihn mit einem ringsten nicht merkwürdiger. Ebendas.einzigen Schwerdtstreiche abgehauen. Dergleichen 0) Soli« 17 Cap.
Vergrößerungen, saget er, bringen einer Geschichte />) Man hielt es dem Cortez für übel, baßser
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