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Dreyzehnter Band.
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in America. V Buch. IX Cap. zi?

Anfänglich kam diese plötzliche Veränderung den Augen der Spanier als ein Wun- FerdinandVerwert vor, welches der Himmel zum Besten der christlichen Waffen wirke. Aber bald darauf ssorre;. 1519 .erfuhr man, es habe Ticotencatl, welcher ein junger jähzorniger Mann war, einem ver-bündeten Caciguen, weil er seinem Befehle nicht sogleich nachgelebet, sehr übel begegnet, Ursache da-dieser hingegen ihn zum Zweykampfe ausgefordert. Alle Bundesgenossen des Staateshätten diesen Vorgang höchstübel empfunden, und sich entschlossen, ein Kriegesheer, daman ihren Eifer und Muth so schlecht belohne, auf der Stelle zu verlassen. Sie that«!es auch in der That, und zwar mit solcher Uebereilung, daß die übrigen Völker dabey inUnordnung geriethen, und Ticotcncatl, weil er bey diesen Umständen seinen eigenen Sol-daten nicht mehr trauen durfte, den Spaniern die Wahlstatt nebst dem Siege überlassenmußte. Nach dem Urtheile einiger Geschichtschreiber, ist diese Uneinigkeit der feindlichenOberhäupter, und die daraus entstandene glückliche Wirkung, als das Werk einer höhernMacht, welche für die Erhaltung der Spanier wachcte, anzusehen x).

Ungeachtet so vieler Merkmaale von dem Schuhe des Himmels, stürzete sie die große Murren derGefahr, welche zwar für diesesmak überwunden war, gleichwohl aber alle Augenblicke von Spanier,neuem erscheinen konnte, in großen Kummer und aus diesem entstund ein heftiges Mur-ren. Cortez sah sich, um es zu stillen, abermals genöthiget, seine Beredsamkeit und seinenVerstand hervorzustehen. Er berief, unter dem Verwände der gegenwärtigen gefährli-chen Umstände, einen allgemeinen Kriegesrath zusammen. Bey dieser Gelegeilheit muß-ten seine Vertrauten die Sache mit guter Art also einrichten, daß die allerschwierigsten,am nähesten bey seiner Person zu sitzen kamen, nicht nur deswegen, damit sie desto besserverstunden, was er sagete, sondern auch damit er sie, durch dieses Zeichen eines Vorzugesund besonderer Gunst, gewinnen möchte. Seine Rede war dermaßen eindringend, daßer sie kaum geendiget hatte, als einer von den aller unzufriedensten seine Stimme erhub,und zu seiner« Anhängern sagete: „Meine Freunde! der General fraget uns zwar um Cortez Rebe,„Rath: allein, es ist in der That nichts besseres anzufangen, als was er itzt vorgetragen dadurch er sie^ „hat. Ich halte es gleich ihm für eine ausgemachte Sache, daß wir verloren sind, wenn desanstiget.„wir uns zurück ziehen /).„ Dieser Meynung fielen die übrigen alle mit einander bey, undjedermann erkannte den Ungrund seiner Klagen.

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„kehren, und es reize einer den andern an, mir„diesen Vorschlag zu thun. Ich glaube gern, daß„er an sich selbst gegründet seyn mag Nur fchi-„cket es sich nicht wohl, eine Sache von dermaßen„großer Wichtigkeit heimlich, wie irgend einen ha-„mischen Rank, zu betreiben. Es muß jedermann„seine Mynung hiervon frey heraus sagen, damit„sein Eifer für das gemeine Beste sein gebührendes„Lob erhalte. Vor allen Dingen wollen wir un-sere gegenwärtigen Umstände betrachten; denn da-„durch erleichtern wir uns die Erwägung des künf-tigen, und sehen uns in den Stand, eine dauer-hafte Entschließung z» fassen. Der gegenwär-tige Zug wurde von einem jeden, der voriht ge-genwärtig ist, nicht nur gebilliget, sondern auch

„mit Freuden beliebet. Unser Vorsah war, bis„an des Mstezuma Hof zugehen, und bey dieser„Unternehmung, der Religion und dem Könige„zum Besten Leib und Leben zu wagen. Wir ha-„ben unsere Ehre und alle unsere Hoffnung damit„verknüpfet- Voriht ist die gesummte Macht des„klascalamschen Staates und seiner Bundesgenossen,„die uns den Weg versperren wollte, entweder„überwunden oder doch getrennek; und es kann nach„allen Regeln der menschlichen Klugheit nicht lan-ge mehr währen, so werden sie entweder Friede„mit uns machen, oder doch den freyen Durchzog„durch ihr Gebiethe zugestehen müssen. Erhalte,»„wir nun diesen Vortheil, was für einen Ruhm„schaffet er uns nicht: »nd was für Hochachtung

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