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Dreyzehnter Band.
Seite
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Reisen und Entdeckungen

Ferdinand Dieser Uebermuth verursachte im Lager wenig Schreien, aber desto mehr Unwillen.Lorke;, iz's- Die Spanier unterließen nicht, ihre Kräfte mit dem übersendeten Verrathe zu starken /),^ s" und Cortez hatte von der empfangenen Warnung den Vortheil, daß er auf alle Fälle An-Die Spanier machen konnte. Er nahm die natürliche Beschaffenheit der Gegend zu Hülfe, undanaearif- vertheilte sein Geschütz dermaßen vortheilhast, daß es eine schreckliche Wirkung thunfen. mußte. Das Fußvolk wurde also geordnet, wie es die Kriegesweise der Wilden, kraft

der bisherigen Erfahrung, zu erfordern schien. Mit anbrechendem Tage wimmelte dieganze Gegend in der That von Indianern, und mußten sie ungemeine Eilfertigkeit ge-brauchet haben, weil sie das spanische Lager in einer einzigen Nacht erreichten. Das gan-ze Heer betrug mehr als funfzigtausend Mann r); indem, wie man bald darauf erfuhr, dieTlascalaner und alle ihre Bundesgenossen hiermit ihre äußersten Kräfte zusammengeraffet hak-ten. In der Mitte erblickte man einen goldenen Adler auf einer hohen Stange, derbey den vorigen Gefechten nicht erschienen war, gleichwie er denn nur in der größten Nothstatt einer Fahne diente. Sie liefen mehr, als baß sie gierigen. Allein, ihre Hitzewurde ziemlich abgekühlet, als Cortez, sobald sie nahe genug da waren, sein sämmtlichesGeschütz unter sie abfeuerte. Doch fassten sie, nach einigem Stillehalten, abermalsMuth, und rückten bis auf einen Steinwurf herbey. Hier machte sie das wiederholteFeuer aus dem groben und kleinen Geschütze zum zweytenmale stocken, indem jedweder Schußganze Glieder wegnahm. Das Gefecht dauerte auf diese Weise eine ziemliche Zeit, wie-wohl mit geringem Schaden der Spanier; denn die Steine und Pfeile sielen vor ihre FüßeDie Indianer nieder, dahingegen das Würgen ihrer Stück-und Büchsenkugeln das ganze feindlichefliehen. Treffen in Unordnung brachte. Endlich rennte ein Haufen Indianer halb unsinnig aufdas grobe Geschütz los, und fing an, dem Cortez bereits sorgsame Gedanken zu verursachen,aber auf einmal riß die Unordnung unter der feindlichen Hauptmacht gleichsam mit Ge-walt ein; man bemerkte allerley Bewegungen, die einander ganz zuwider waren, undendlich dahinausliefen, daß die hintersten Haufen einen Abzug in guter Ordnung^ nahmen,die im Gefechte begriffenen aber über Hals und Kopf davon liefen. Cortez ließ hierauf feineLeute mit dem Degen und der Lanze unter sie hinein setzen, verboth ihnen aber, sich weitzu wagen, weil er eine List besorgte, die sie in Gefahr, umringet zu werden, fe-tzen könnte re).

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e)-Herrera ebendas. „der Feinde. Zwar ist es richtig, daß man im Krie- »kehrn

/) Solls am angef. Orte. -Herrcra giebt sie „gc nicht allemal einen Sieg für seine Mühe da- »diesen

hundert und fünfzig tausend Mann stark aus: al- „von trage; eben so wenig ist die Weise, einen Vor- »«an

lein bloß auf das Zeugniß der gefangenen Tlasra- „theil daraus zu ziehen, allemal ohne Schwierig- »cketrs

laner. 6 Cap. „keit. Wenigstens doch muß man gegen die Ge-

») Solis ebendas. „fahrlichkeiten, damit nicht selten größte Glück -We

«) Ebendas. „vergesellschaftet ist, auf seiner Hmh stehen. Es

>) Eine so kräftige Rede, welche Solis aus dem „ist dieses gleichsam eine Abgabe, welche die Men- ' ^Me,

Dia,z beybringt, darf nicht aus unserer Geschichte „scheu dem Glücke entrichten müssen. Gleichwohl sbich

wegbleiben. Die von uns gemeldeten Umstände „muß ich offenherzig gestehen, meine werthesten >

sind aus eben diesen Schriftstellern genommen. „Freunde, daß ich mich, was dieses betrifft, am .

„Es ist nicht nöthig, lange zu berathschlagen, was „wenigsten bekümmere. Mir fallt ihr gutcrBey- ' !

„wir thun sollen, nachdem wir bereits zwo Schlack)- „rath aus einem weit stärken; und dringender» ! «We E

,,tsn gewonnen haben, darinnen enere Tapferkeit „Grunde nöthig. Ich muß hören, es bezeuget»!

„sich eben so deutlich zeigete, als die Schwachheit „einige von unsern Soldaten Lust, wieder umzu- »Dill

„kehren, '