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Dreyzehnter Band.
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in America. V Buch. IX Cup. 327

chen Rathsherren neben sich setzen, und empfing in dieser Stellung eine abermalige Vers,- Ferdinandcherung von der Unterwürfigkeit des Staates aus dem Munde ihrer vornehmsten Mitglie- Lorlez. iziz».der. Ihre Rede war wohl eingerichtet und dringend r). Solls wirft einigen Schriftstel- ^ ^ '

lern vor, sie hätten zur Ungebühr, und aus einem bloßen Neide gegen seine Landesleutediese Indianer als unvernünftige Thiere abgeschildert, um nur auf diese Weise die Erobe-rungen der Spanier geringschätzig zu machen. Doch gesteht er, sie hätten die Spaniersehr bewundert, und wegen des Unterschiedes in der beyderseitigen Gestalt, für Leute voneiner andern Gattung gehalten. Absonderlich schäheten sie den Knebelbart für eine wun-derbare Seltenheit, weil sie selbst keinen hatten. Das Schießgewehr sahen sie für Don-nerkeile, und die Pferde für schreckliche Ungeheure an. Sie gaben Gold für Glas.

Allein, ihre Verwunderung hatte bloß die Ungewöhnlichkeit dieser Dinge, keineswegeö dieSchwäche ihrer Vernunft, zum Grunde. Die Bewunderung setzet zwar allemal eine Un-wissenheit, aber keine Dummheit voraus.

Cortez konnte ihrer Demuth, aus welcher eine unverdächtige Redlichkeit hervorleuchte-b geht dahin,te, unmöglich widerstehen. Er gab ihnen eine gewünschte Antwort, und verlängere nur,sie möchten ihm Leute zum Fortschaffen des schweren Geschützes und des Gerathes schicken.

Den folgenden Tag waren schon fünfhundert TamencS vor dem Thore, welche darüberstritten, wer die Ehre, das meiste zu tragen, haben sollte. Sogleich veranstaltete Cortezalles zum Aufbruche. Man stellete sich in Reihen und Glieder, und zog mit eben sogroßer Ordnung und Vorsichtigkeit, als ob die größte Gefahr zu besorgen stünde, auf derStraße nach Tlascala fort; und es bemerken die Geschichtschreiber bey dieser Gelegenheit,

Cortez habe seine glücklichen Thaten hauptfachlich der genauen KriegeSzucht, davon er niemalsim allergeringsten abwich, zu danken gehabt. Die ganze Gegend war mit einer unzähl-baren Menge Indianer angefüllet. Zwar klang ihr Jauchzen und Frohlocken beynahe ebenalso, wie ihr Feldgeschrey, und ihre bey Schlachten gewöhnlichen Bedrohungen: allein, manhatte die Spanier schon vorher unterrichtet, wie das Frohlocken bey einer großen Lustbarkeithier zu Lande beschaffen sey. Der Rath kam ihnen in Begleitung des gesummten Adelsentgegen. Bey dem Einzüge verdoppelte sich das Zurufen, und unter dem Jauchzen er-schallete das Getöne mancherley wilder Instrumente. Das Frauenzimmer bestreuete die neuenGäste mit Bluhmen; die Priester traten ihnen in ihrem Opferschmucke mit Gluthpfannen inden Weg, und beräuchertcn sie mit Copal. Ihre Wohnungen bekamen sie mit aller er-wünschten Gemächlichkeit in einem weitläuftigen Gebäude, das drey große Thore, und ei-ne Menge Zimmer hatte, darinnen das ganze Kriegesheer genügsamen Raum für sich fand.

Cortez brachte die mexikanischen Gesandten ihres Weigerns ungeachtet mit sich, und räu-met«

gen nicht, daß du uns gegen ihn beystehen sollst, ab? Warum gewahrest du uns unsere Bitte nicht ?

Unsere eigene Macht ist gegen jeden, dich ausge- warum willst du unsere Stadt nicht mit deiner Ge-nommen, genugsam hinlänglich: allein, es schmerzet genwart beehren ? Wir sind fest entschlossen, cnt-uns, wenn du seinen Versprechungen Glauben bey- weder deine Freundschaft und dein gutes Zutrauenmissest, weil wir seine Tücke schon kennen. Jeht, zu gewinnen, oder unsere Freyheit in deiner Handda ich mit dir rede, zeiget sich mir, obgleich ich blind zu lassen. Wähle nun unter beyden, was dir be-bin, ein gewisses Licht, bey welchem ich das Un- liebig fallt; denn für uns ist kein Mittel zwischenglück, darein d„ fallen wirst, schon von weitem er- ihnen übrig. Wir müssen nothwendiger Weise ent-blicke- Du hast uns den Frieden angebothen, wenn weder deine guten Freunde oder deine LeibeigeneMotezuma dich nicht abhält. Warum hält er dich seyn. Soli» ebendas.