Band 
Dreyzehnter Band.
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Z42 . Reisen und Elttdeckungen

Ferdinand cherte ihn endlich, er würde die Hauptstadt bereit finden, ihn aufzunehmen und der KaiserLorke,. IZIP. würde geneigter seyn, sich zu demüthigen, als sich dem Zorne seines Stolzes zu überlassen.

' " Diese Nachrichten kamen ihm um so vielmehr zu rechter Zeit, weil ein Theil des Heeres

angefangen hatte, vor so vielen großen Gegenständen zu erschrecken, welche einen prächti-gen Begriff von der Größe und Stärke des Reichs machen sollten e).

Marsch Her Den andern Morgen ließ Cortez alle seine Truppen in Schlachtordnung, so breit derSpanier auf Damm war, aufbrechen, welcher nicht mehr als acht Reuter in einem Gliede halten konn-dem Damme. ^ Aas Heer bestund damals aus vier hundert und fünfzig Spaniern ohne die Befehls-haber, und sechstausend Indianern, Zampoalanern und Tlaftalanern. Es marschireteStadt IM- ohne Hinderniß bis an die Thore von Jztacpalapa. Diese Stadt that sich unter andern we-palapa. ihrer schönen Thürme lind hohen Gebäude hervor, wovon ein Theil im Wasser und der

andere auf dem Damme gebauet war. Der Cacique empfing den fremden Heerführer, inBegleitung vieler andern Fürsten, und ein jeder gab sich durch seinen Namen und seineWürde zu erkennen. Die Geschenke, die er bey dem Einträte in die Stadt erhielt, be-ließen sich auf zweytausend Mark Gold. Alle Spanier wurden in den Pallast des Caciqucnselbst geleget, und die Indianer bey dem Heere in die Spaziergänge und Höfe. Cortezhatte viele sehr geschmückte Säle zu seinen Zimmern, deren Boden von Cedern und dieTapeten von Baumwolle mit Figuren und Abtheilungen von vielerley Farben waren. Er be-wunderte in der Stadt eine Menge Brunnen mit jußem Wasser, welches durch Canale vonden benachbarten Gebirgen kam, und hernach in vielen schönen Gärten vertheilet wurde.Des Caciquen seiner war von einer sonderbaren Schönheit. Man sah darinnen eine Men-ge fruchttragender Bäume, welche breite Gänge und Plähe macheten, die durch sehr schö-ne Gitterwerke von vielerley Gestalt abgetheilet waren, zwischen welchen eine vortrefflicheMannichfaltigkcit von wohlriechenden Kräutern und Blumen stunden. In der Mitte war einviereckigter Teich mit süßem und sehr reinem Wasser, der wenigstens vierhundert Schritteauf jeder Seite hatte, und dessen Einfassung von Bruch - und Ziegelsteinen aus dem Grun-de auf gemauert war, mit Treppen an jeder Seite bis auf den Grund des Teiches hinab zusteigen. Alan unterhielt allerhand Fische und Flußvögel darinnen. Dieses Werk, wel-ches die Spanier für Europa anständig hielten, und nur bey einem Unterthanen des me-xicanischen Reiches war, vermehrete die Meynung, die sie von dem Reichthums und derGröße des Oberherrn hatten /).

Es war nur noch zwo Meilen von dem Damme bis zu der Hauptstadt übrig. Cortezentschloß sich, den andern Morgen seinen Einzug in solche zu halten, und gab also seinemHeere Befehl , mit Anbruche des Tages fertig zu stehen. Die Nacht gieng ruhig vorbey;und den Morgen schete man den Marsch in der vorgeschriebenen Ordnung fort, und liestdie Stadt Magiscarzingo, die auch im Wasser erbauet war, und Cujoacan am Randedes Dammes außer einer Menge großer Flecken, die man auf dem See entdecket«, an derErster Anblick Seite liegen. Endlich bekam man die große Stadt Mexico zu Gesichte, die sich durch dievon Mexico. Höhe und Pracht ihrer Gebäude als die Hauptstadt des Reiches zu erkennen giebt. EinHaufe von mehr als viertausend Mann, welcher aus dem Adel und den Gewaltigen derStadt zu bestehen schien, kam hier dem Generale entgegen; und obgleich ihre Cömpli-mente nur eine bloße Verbeugung waren, die ein jeder machete, indem sie hinter einander

vor

,-) Soli« z B- 9 Cap. -Herrera 7 B. 4Cap.