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Dreyzehnter Band.
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in America. V Buch. IX Cap. 341

ihre Kräfte zu behalten. Da der mexikanische Fürst nichts darauf zu antworten hatte: so Ferdinandnahm er einige Geschenke, die ihm Cortez anbiethen ließ, an, und ergriff die Partey, das Loreex. 1519.Heer bis nach Tezcuco zu begleiten. ^ ^ '

Diese Stadt war damals eine von den größten des Reiches. Sie machte den Vor- Beschreibungzug selbst der Hauptstadt streitig, vor welcher man ihr sonst den Vorzug gab, daß sie älter von Tezcuco.wäre. Ihre Häuser erstreckten sich an den Ufern des großen Sees in einer schönen Lagebey dem Anfange des Hauptdammes, der nach Mexico führte. Cortez gieng, ohne sichzu Tezcuco aufzuhalten über den Damm, um sich den Abend nach Iztacpalapa zu bege-ben , von da er den folgenden Tag seinen Einzug in Mexico halten wollte. Der Damm,welcher an diesem Orte ungefähr zwanzig Fuß breit war, bestund aus Steinen, die mitKalche verbunden waren, und war von einem Raume zum andern mit einigen Werken be-sehet. Auf beyden Seiten sah man ein großes Stück von dem See, auf welchem mannoch viele andere Damme entdeckte, die ihn auf verschiedene Art durchkreuzten, und eineMenge Flecken, die mit Thürmen, Bäumen und Gärten geziert waren, welche in demWasser zu schwimmen, und außer ihrem Elemente zu seyn schienen. Die Spanier kamenzwischen Tezcuco und Iztacpalapa in einen Flecken von ungefähr zweytausend Häusern, Ouit--lavaca genannt, >velchem sie damals den Namen Venezuela oder klein Venedig gaben, weil eswirklich im Wasser gebaut war. Der Cacique, welcher ihnen entgegen gekommen war, lag ihnenso heftig an, die Nacht in seinem Gebiethe zuzubringen, daß Cortez von diesen Zeichen der Gewo-genheit viel Gutes schloß, und ihm die Gefälligkeit erzeigte, die er verlangte. Er trafbequemeWohnungen für sein ganzes Heer an; und die Einwohner, deren Höflichkeit die Nähe des Hofesanzuzeigen schien, verjah ihn reichlich mit Lebensmitteln. Er hatte sich in der Meynung von demBewegungsgrunde des Caciquen nicht betrogen. Dieser Herr eröffnete ihm seinen Verdruß, unddie Begierde, die er hatte, ein unerträgliches Joch abzuschütteln. Er schilderte ihm denKaiser als einen Tyrannen ab; und gab ihm, zu mehrer Aufmunterung in seinem Unter-nehmen allen Unterricht, den er von dem getreuesten Freunde der Spanier nur hätte erwar-ten können. Cortez vernahm von ihm, der übrige Damm wäre breiter und noch besserunterhalten; er hätte in allen Flecken, die auf solchen lägen, nichts zu befürchten; dieStadt Iztacpalapa selbst, ob sie gleich unter einem Verwandten des Kaisers stünde, wäreruhig, und würde sich seinem Durchzuge nicht widersetzen; diese Gleichgültigkeit der Mexi-caner rührete daher, daß Motezuma so ungemein niedergeschlagen wäre, dessen Geist durchdie Anzeichen des Himmels, durch die Antworten seiner Orakel und durch die Wunderdin-ge, die man ihnen von den 'Fremden erzählete, beunruhiget wäre. Der Cacique verfi-

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„bet dem Motezuma, sein Untergang sey beschlos-sen ; und damit ihr im Stande seyd, mit mehre-„rem Nachdrucke zu ihm zu reden, so werfet eure„Augen auf die elende Stadt, deren Schicksal ihr„sehen sollet. „ Der Geist verschwand, und seineDiener sahen sogleich die Stadt Mexico in Feuer.Die Flammen aber verschwanden, und ließen nureinen gräulichen Rauch über der Stadt. Sie ka-men zurück, und eröffneten dem Kais-r ihr Aben-theuer. Die Drohungen des Gespenstes hatten si>-viel Eindruck bey ihm, das; er einige Zeit ohne

Kraft und Sprache war. Er legete seine natür-liche Wildheit ab, und sagete zu den Zauberern:„Was können wir weiter thun, wenn uns unsere„Götter verlassen? Die Fremden mögen kommen!„der Himmel mag auf uns fallen; >vir müssen„uns nicht verbergen, noch zuaeben, daß uns das„Unglück erdrücke, und wir als Verzagte fliehen. Er„setzete hinzu: Ich habe nur Mitleiden mit den„Alten, den Kindern und Weibern, die keine„Hände haben, sich zu vertheidigen. SolisZ B- 8 Cap.