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Dreyzehnter Band.
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Reisen und Entdeckungen

Ferdinand selbst zu Nutze zu machen weis, die er eingeführet findet, und die Staatskunst.'derjenigen,Lorke?. 1519. die er überreden will, zum glücklichen Erfolge seiner Absichten lenket ä). Seine RedeJhre^Reden hatte zween große Gegenstände; einer war, seine Gesandtschaft ansehnlich zu machen, und

der

gegen einan-der.

„Unterthanen ohne Grund vergrößert werden. Die-„ses Ha»S, welches ihr bewohnet, ist eins meiner„Palläste. Betrachtet nun diese Wände. Sind„sie aus etwas anders, als Steinen und Kalke, aufge-rühret? Ist etwas anders als die Kunst ihrer„Meister, daran zu bewundern? Schließet also dar-„aus, daß man auf gleiche Weise euch von meiner„Tyranney fälschlich berichtet habe. Ueberetlet euch„also nicht in euren Urtheilen, und glaubet nicht„den Reden einiger übel gesinnter Unterthanen,„bis ihr meine Gründe untersuchet und vellkom-,,men überzeuget werdet, ob die berufene Gewalt-thätigkeit und Tyranney nicht eine gerechte Stra-„fe zu nennen sey, und ob jemand mich einer„Strenge beschuldigen könne, ohne daß er diesel-be verdienet habe? Urtheilet von diesem allen,„aus denen ungleichen Urtheilen, welche auch zu uns„von euch und euren Thaten gekommen sind. Ei-nige haben uns von euch erzählet, daß ihr Götter„wäret, daß die wilden Thiere euch gehorcheten,„daß ihr Blitz und Donner in euren Händen füh-„ret, und daß ihr selbst den Elementen befehlen„könnet. Andere dagegen sagen, daß ihr Mörder,„boshaftige, hochmüthige, und lasterhafte Leute„seyd, und daß ein unauslöschlicher Durst nach un-term Golde euch in unser Land geführet habe-„Ich sehe aber, daß ihr eben sowohl Fleisch und„Blut habet, als wie wir andere Menschen, und daß„bloß die Farbe eurer Haur, und einige andere zu-fällige Eigenschaften euch von uns zu unterscheiden„scheinen. Ich bin auch der Meynung, daß diese„Thiere, welche euch gehorchen, nichts anders als„eine Art von großen Hirschen seyn können, wel-„che gezähmet, und von euch zu solchen Dingen ab-gerichtet worden, wozu ihr geglaubet, daß sie von„Natur geschickt seyn würden. Ich kann buch leicht„begreifen, daß eure Waffen, in welchen ihr den„Blitz zu führen scheinet, an» unbekanntem Metalle„bestehen, und eben die Wirkung als unsere 3Äc-„batancr oder lange Blaßröhre haben, in wcl-„chen die Luft zusammen gepreßt wird, und dasje-nige mit Gewckt zu Boden schlägt, was ihr, wenn„sie losgelassen wird, vorkömmt. Der Knall und„das Feuer Es Geschützes kann höchstens nichts„anders, US eine natürliche und heimliche Wir-kung beseitigen Wissenschaft seyn, welche unsere„Weiser verstehen. Was übrigens eure Gemüths-„beschAnheit und eure Sitten betrifft: so leuchtet

„aus eurer ganzen Aufführung, nach den Berichten„unserer Gesandten und Vertrauten, ganz deutlich„hervor, daß ihr Leute von besonderer Frömmigkeit„und Gottseligkeit seyd, daß ihr nicht ohne Ursache„zornig werdet, daß ihr euch aller Arbeit und allen„Beschwerlichkeiten mit Vergnügen unterwerfet,„und daß man endlich an euch eine gewisse Mild-thätigkeit bemerket, welches euch genugsam von„demVerdachte des Geizes befreyet. Wir müssen also„auf beyden Seiten dir verschiedenen und so unglei-„chenDerichte gänzlich verwerfen,und uns mit unsern„eigenen Augen von den falschen Begriffen und ir-„rigen Vorstellungen unserer Einbildungskraft zu„befreyen suchen. Wenn ich also dieses voraus„gcsehet habe, so muß ich, ehe ich euren Antrag„anhöre, noch mit wenigen euch benachrichtigen,„daß es uns ganz wohl bekannt sey, daß der große„König, welchem ihr gehorchet, von unserm alten„<Uue;alkoal abstamme, welcher ein Herr der„sieben Holen von Navarlaka, und ein rechtmä-ßiger König der sieben Völkerschaften ist, von„welchem das mexicanisckie Kaiserkhum seinen Ur-sprung genommen hat. Dieser große Guezalkoal„hat uns einige Weißagungen hinterlassen, welche„wir als unfehlbare Wahrheiten verehren. UuS„diesen sowohl als aus denen Berichten, welche von„vielen hundert Jahren her in unsern Geschichten„beybehalten worden, wissen wir, daß derselbe bie-„ses Land verlassen, und neue Lander gegen Mor-„gen aufgesuchet und eingenommen habe, daß er„auch die Versicherung hinterlassen, daß infvigen-„der Zeit ein Volk, das von ihm abstamme, Mie-ter zurück kommen,und unser Gesetz und unsere Re-„gienmgösorm verändern solle. Da nun die Zeichen,„welche wir an euch wahrnehmen, vollkommen mit„dieser Weissagung übereinstimmen, und der Kö-„nig vom Morgenlande, von welchem ihr gesandt„seyd, auch durch eure Thaten zu erkennen giebt,„daß er ein würdiger Abkömmling eines so großen„Stammvaters sey: so sind wir auch völlig ent-„schlossen, alles dasjenige zu seinen Diensten zu„thun, was in unserm Vermögen steht. Ich ha-„be für nöthig erachtet, euch alles diese« zu erken-nen zugeben, damit ihr ohne einige Zurückhaltung„von seinen Ansprüchen mit mir reden, und zugleich„wissen möget, daß mich diese angeführten Berich-te, und diese angenommene Meynung zu einer so„außerordentlichen Gewogenhei^>egen euch bewo-

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