Band 
Dreyzehnter Band.
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. in America. V Buch. IX Cap. Z47

der ändere die ersten Gründe zum Christenkhume zu legen. Er fand, was das erste be- Ferdinandtraf, dem Scheine nach eben keine Schwierigkeit. Allein, da der Kaiser mit Verdruffe Lorre». i;,-,

seine Götzen mishandeln hörete: so hatte er kaum die Geduld das Ende zu erwarten. Er -'

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„gen haben. „ Solis am angeführten Orte „Wahrheit und Billigkeit sind. Wir haben end-» Cap. „lich dabey nicht nöthig, uns unserer Sinnen zu be-

-Hcrcera, welcher eben die Rede anführet', «er- „dienen, um uns zu überMgen, daß dieselbigmändert nur die Ordnung der Gedanken, ohne etwas „eben sowohl als andere Menschen sterblich sind.

Wesentliches auszulasten. An statt aber, daß er „Ich gestehe gleichfalls, daß die Spanier ebenfallsdie Könige in Spanien von dem indianischen Herrn „unter die Zahl der Sterblichen gehören. Ich mußder sieben Holen rc. herstammen läßt, laßt er den „aber auch dabey erinnern, daß sie weit tapfererMotezuma sagen, die mexicanischen Kaiser stam- „und von weit großen« Verstände, als die VölkerMeten von einem großen morgenländjschen Fürsten »dieses Landes sind. Denn weil sie unter einer an-her, welcher nach Mexico gekommen, und nachher „dern und bessern Himmelsgegend geboren sind:wieder in sein Land zurück gegangen wäre- „so hat die gütige Natur ihnen auch mehrere Ta->

) Soli« saget, er habe seine Rede aus seinen „pferkeit und Verstand beygelegt. Die Thiere,eigenen Nachrichten. „Großer Kaiser! Wir er- „ivelche uns gehorchen, sind keinesweges wie die„kennen zuvörderst mit der tiefsten Ehrfurcht die be- „Hirsche dieses Landes beschaffen, sondern sind von„sondere Gewogenheit, mit welcher dieselben un- „einer weit ediern Gattung, und einer weit stär-kstem Antrag anzunehmen beliebet, und verehren „kern und hitzigern Natur. Es findet sich in die-„den großen Verstand, mit welchem dieselben die „sen Thieren eine besondere Edelmüthigkeit und Lust„verschiedenen und ungleichenBerichte von unsbeur- „zum Kriege, und es scheint, als wenn sich eins„theilet haben. Wir können hiernächst auch zugleich „vor dem andern bemühet, dem Ehrgeize ihrer Her-„die Versicherung geben, daß wir die Hoheit und „ren Genüge zu leisten. Da« Feuer unserer Waf-„Größe eurer Majestät mit aller gebührenden Hoch- „sen ist eine natürliche Wirkung der menschlichen„achtung verehren. Man hat uns freylich in die. „Kunst und Erfindung, und wird gar nicht durch„sem Lande von dero Regierung verschiedene und „die Wissenschaft, deren sich die Weisen dieses Lan-„sehr ungleiche Nachrichten ertheilet. Vielehaben „des rühmen, hervorgebracht. Denn die unnü-„dero Thaten mit den schwärzesten Farben abge- „tzen Künste und eingebildete Wissenschaft solcher„malet, da andere im Gegentheile dieselben unter „Leute wird von uns verabscheuet, und als die„die Götter gerechnet haben. Allein, dergleichen „größte Thorheit, von un« verachtet. Zeh habe„Erzählungen pflegen allezeit zum Nachtheile der „für nöthig erachtet, dieses vorauszusetzen, um die„Wahrheit vergrößert zu werden. Gleichwie die „Neugierde eurer Majestät zu vergnügen. Ich un-„Sprache der Menschen das einzige Mittel ist, desi „terstehe mich aber nunmehro auch mit der tiefsten„sen sich das Gerücht bedienet, die Lügen oder „Ehrfurcht, welche ich denenselben schuldig bin,

„Wahrheiten auszubreiten: so pflegt dasseibige auch „Denenselben zu erkennen zu geben, daß ich die„eine verschiedene Wirkung in den Leidenschaften „Ehre habe, ein Abgesandter des aklermächtigsten„der Menschen hervorzubringen, und die ungiri- „Monarchen zu seyn, welchen die Sonne von dem„chen Berichte entstehen also gemeiniglich daher, „Aufgange bis zu ihrem Untergänge bestralct. Ich„daß sie entweder auf der einen Seite nicht reckst vor- „habe denenselben im Namen dieses großen Mo.-„standen, oder auf der andern Seite unrichtig wieder „narchen vorzustellen, daß er nichts mehr wünschet,

„vorgetragen werden. Allein, wii Spanier sind „als dero Freund und Bundesgenosse zu seyn. Er„gewohnt, eine Sache tiefer einzusehen, und gründ- „hat hierbsy, ohne auf die alten Gerechtigkeiten und„sicher zu beurtheilen. Wir unterscheiden den fal- „Ansprüche zu sehen,welche dieselben selbst anzufühlen„sehen Schein von der Wahrheit, und die äußer- „beliebet haben, keine andere Absicht, alsdenHan-„lichen Worte und Geberden von den innerlichen „del zwischen beyden Völkern und Reichen zu er-„Meymmgm und Absichten des Herzens. Wir „öffnen, und durch dieses Mittel in eine nähere„haben daher weder den Worten Dero ungehorsa „Bekanntschaft mit diesen Völkern zu gelangen, um„men Uurerthanen, noch den Reden Dero Schmeich- „dieselben von der Blindheit und dem Irrthume, in„ler Gehör gegeben. Genug, wir nahen uns zu „welchem sie leben, zu besreyen. Er hätte zwar„Eurer Majestät mit der Ueberzeugung, daß die- „nach den eigenen Berichten und Geschichten die-selben ein großer König, und ein Liebhaber der „ser Völker die gerechtesten Ansprüche guf diese Län-