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Dreyzehnter Band.
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Z70 Reisen und Entdeckungen

Ferdinand Mittel, Gewehr und'andern Kriegesvorrath zusammen. Zum Befehlshaber dieses HeeresLorte».i;ro. ernennte er Pamphilo von Naroae; aus Valladolid gebürtig, einen zwar geschickten "'7777^ / und sehr angesehenen, aber allzu eigensinnigen Mann, der seine Meynungen mit großer

Sioue aiis^^Heftigkeit zu behaupten gewöhnet war. Diesen machete er zu seinem Unterstatthalter vonUmerqiebl sieNeuspanien, gleichwie er selbst den Titel eines Statthalters über besagte Länder annahm,drm Pamphi-und ertheilete ihm den geheimen Befehl, er sollte vor allen Dingen den Cortez selbst in die^lo von Nar-Hz„he zu bekommen suchen.

""i' Diese Aurüstung gelangete zu den Ohren der Hieronymiten, welche noch immer in

Die Hiekonv-i'^ königlichen Regierungsrathe zu S. Domingo saßen, und weil ihre Gewalt sich überniiten widerhalle übrige Inseln erstrecket: so stelleten sie dem Diego Velasguez das Unglück, welchessetzen sich ver-aus diesem gefährlichen Streite erwachsen könne, vor Augen, und ermähnten ihn, seineMich. Zwistigkeiten und Anforderungen dem Ausspruche der Regierung zu unterwerfen. Mitdiesem Befehle schickten sie den Licentiat Lucas Velasguez von Aillon an ihn ab, wel-cher bey seiner Ankunft auf Cuba, eine Flotte von eilf Kriegesschiffen und sieben Brigan-tinen zum Auslaufen fertig fand. Als nun sein Zureden nicht das geringste bey dem Statt-halter verfangen wollte, indem selbiger meynete, er dürfe sich wegen der kürzlich erhaltenenWürde eines Adclamade in seiner eigenen Statthalterschaft von keinem Menschen etwasvorschreiben lassen: so rückte er endlich mit seinem schriftlichen Befehle heraus. Doch esfruchtete dicstr eben so wenig, und dergestalt verfiel dieser hitzige Kopf in eben denselbenUngehorsam, daraus er dem Cortez ein so großes Verbrechen machte. Als Aillon sah,er sey von seinem Vorhaben nicht abwendig zu machen: so bezeugte er Lust, ein dermaßenberühmtes Land, als Mexico, selbst zu sehen, bath also aus bloßer Neugierigkeit um Er-laubniß, mit der Flotte dahin zu reisen. Ob es nun gleich ungewiß ist, ob diese Entschließungsein eigener Einfall gewesen, oder ihm vorher anbefohlen worden sey: so fand sie doch beydem ganzen Heere Beyfall; jedermann glaubte, sie werde die Folgen eines offenbarenBruches zwischen benden Parteyen zu verhindern im Stande seyn; ja Velasguez selbst ver-langte sich nicht dagegen zu setzen, ungeachtet er keine andere Absicht dabey hatte, als daßsein Ungehorsam desto später zu S. Domingo kündbar werden möchte. Sein Secrekarius,Andreas Duero, ebenderselbe, welcher ehedem des Cortez Glück befördert hatte, gieng eben-falls mit zu Schiffe, und zwar, wie es scheint, in keiner andern Absicht, als eine Mit-telsperson abzugeben.

Ankunft der Die Flotte gieng unter Segel, und hatte bis an das Land, welches sie suchte, keinenFlotte in Me-gndertt als günstigen Wind. Eben sie war diejenige, von welcher Motezuma durch seineLäufer Nachricht bekam und welche Cortez, der von seinem Glücke das Beste verhoffere,für die spanische Verstärkung unter des Montejo Anführung hielt. Sie legete in dem Ha-fen Ultra vor Anker, und Narvaez setzte, um die Gegend zu erkundschaften oder anderedienliche Nachrichten einzuholen, einige Soldaten ans Land. Diese erwischten zweenSpanier, die sich von Vera Cruz zuweit entfernet hatten, und führten sie an Bord. Danun diese Leute die damaligen Umstände der mexicanischen Unternehmung und der Pflanz-stadt nicht verbergen konnten, vielleicht auch, so viel des Cortez Person betraf, dem Nar-vaez zu Gehöre redeten: so hoffte er, den Sandoval ohne große Mühe dahin zu bringen,Rarvaez will baß er ihm die Thore von Vera Cruz öffnete, wornach er entweder den Ort in des Belas-sen Sando- quez Namen im Besitze behalten, oder auch schleifen, und mit der Besatzung seine Völkerval verführen, verstärken wollte. Dieses Geschäffte übertrug er einem Geistlichen, den er bey sich hatte,

Na-