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Dreyzehnter Band.
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in America. V Buch. IX Cap. 389

und dergestalt hinein schössen; soviel ist gewiß, daß die Gebäude auf einmal in Brand ge- FerdmanSriechen, und man wurde, um der wüthenden Flamme Einhalt zu thun, genöthigct, einige Lortez. ,;ro.niederzureißen. Als dieses geschehen war, mußte man auch noch die Lücken im Walle sto- ^ ^ '

pfen, und dergestalt die ganze Nacht mit beständiger Arbeit hinbringen.

Mit Aufgange der Sonne erschienen die Indianer abermals. Anstatt aber demWalle näher zu kommen, ließen sie es bey heftigem Schimpfen bewenden. Absonderlichschalten sie die Spanier für verzagte Kerl, die sich nicht wehren könnten, wenn fte nichthinter einer dicken Mauer stecketen. Da nun Cortez ohnedieß schon Willens gewesen war, Cortez thut kl-einen Ausfall zu wagen: so ergriff er diese Gelegenheit, seine Leute dazu aufzufrischen. Er neu Aussah»vertheilete sie in drey Haufen. Zween sollten die Queergassen saubern, mit dem drittenwollte er selbst die feindliche Hauptmacht, die man in der großen Gasse vor sich sah, an-fallen »). Da ihn sein großmüthiges Herz weit über alle niederträchtige Misgunst erhob:so erzeigete er dem tapfern Ordaz die Ehre, und ordnete seine Leute aus eben diese Weise,dadurch selbiger sich einen glücklichen Abzug verschaffet hatte. Die drey Haufen zogen miteinander aus, durften aber die Gelegenheit zum Gefechte nicht weit suchen. Der Feindhielt den ersten Angriff ohne Wanken aus. Darauf kam es zu einem hitzigen Handge-menge. Die Mexicaner schlugen mit ihren Streitkolben und hölzernen Schlachtschwerd-tern wie rasende Leute ins Gelach hinein. Sie renneten selbst in die Piken und Stoßdegen,nur um den Spaniern eines zu versetzen, so wenig achteten sie ihr Leben. Man hatte denBüchsenschützen Befehl ertheilet, auf die Fenster zu zielen; sie kamen auch ihrer Schul-digkeit unaufhörlich nach: aber als dem ungeachtet die Steine ohne Unterlaß gleich einemHagel angeflogen kamen, ohne daß man einigen Menschen, der sie warf, gewahr werdenkonnte: so wurde man, um nur dieser Plage los zu werden, genöthiget, einige Häuser inBrand zu stecken. Endlich ergriffen die Aufrührer die Flucht, brachen aber währendenFliehenö die Brücken ab, und hielten auf der andern Seite der Wassergräben von neuemStand. Cortez ließ im Anfange die übrigen auf ihrer Flucht in verschiedene Stadtvierthelverfolgen, rief aber nachgehendS, weil ihn die große Menge dieser unglücklichen Leute, diein größter Verwirrung davon liefen, zum Mitleiden bewog, seine Leute zurück, und nahmden Weg ohne weitere Hinderniß, nach seinem Quartiere. Dieser ruhmvolle Sieg kosteteihm zwar nicht mehr als zwölf Todte, doch kamen wenige von seinen Leuten ohne Verwun-dung davon. Auf der Mericaner Seite war die Menge der Gebliebenen dermaßen groß,daß alle Gassen mit den todten Leichen, welche der Feind, weil er sie nicht fortzuschleppen ver-mochte, liegen lassen, ganz angefüllet, und die Wassergräben von Blute roth gefärbet waren»

Hierauf hatte man zwar einige Tage lang Ruhe, doch den Feind beständig im Ge- Cortez schlägtsichte. Er prallete einen Augenblick an, und wich dann wieder zurück. In dieser Zwi- ^r-schenzeit wägete Cortez durch verschiedene Hofbedienke des Motezuma, die ihren Herrn bis- ^her nie verlassen hatten, einige Vorschläge zum Vergleiche. Doch seßcte er dabey die Sor-ge für seine Vertheidigung im geringsten nicht aus den Augen. Er ließ vier bewegliche Beweglich«Schanzen in Thurmgestalt verfertigen, und aus Räder setzen, damit man sie, wenn etwa Schanzen,mehrere Ausfälle nöthig seyn sollten, gebrauchen könnte. In jedem Thurme hatten zwan-zig bis dreyßig Personen Platz. Man nahm starke Dielen dazu, welchen die großenSteine, die man aus den Fenstern oder vom Dache herab warf, nicht schaden konnten,

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-») Sie hieß Tabgig.