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Dreyzehnter Band.
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419
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in America. V Buch. ix Cap. 419

gende Nacht blieb das ganze Heer in Tezcuco. Der Pallast war so weitlauftig, daß nicht Ferdinandnur die Spanier, sondern auch viele Tlascalaner Raum genug für sich darinnen fanden, ^orre;. 1522 .Die übrigen Völker lagerten sich in die nächsten Gasten. Den folgenden Tag erschien dersämmtliche Adel in seinen Ehrenkleidern, hatte einen sehr wohlgestalteten jungen Menschen,dem die übrigen große Ehrerbiethung bezeugeten, bey sich, und verlängere beym Cortez Ge-hör. Einer von den ältesten unter ihnen meldete sodann dem Generale, es sey der ent-laufene Cacique keinesweges der rechtmäßige Herr des Landes, sondern ein Wüterich, wel-cher die Krone durch eigenhändige Ermordung seines ältern Bruders Nebazal an sich ge-rissen habe; hingegen sey der gegenwärtige junge Prinz ein rechtmäßiger Sohn des un-glücklichen Nebazals, welchen einige getreue Unterthanen vor den Mordklauen seinesOheims in Sicherheit gebracht hätten. Besagter Mord sey mit Hülfe desjenigen Kaisers,der vor dem Motezuma regierete, ausgeübet worden, und der itzt regierende sey dem Mör-der nicht weniger günstig gewesen, weil er mit Hülfe seines treulosen Gemüthes die Spa-nier zu vertilgen geglaubet habe. Allein, es habe nicht nur der sämmtliche Adel von Tez-cuco diesen Verrather jederzeit verabscheuet, sondern auch der gemeine Mann seine Gewalt-thätigkeit verstuchet. Dem Cortez hatte das artige Wesen des jungen Prinzen dermaßenWohlgefallen, daß er ihn, ohne den eigentlichen Stand deffelbigen zu wissen, sondern bloßauf dessen abgelegte Höflichkeit, mit einer Entzückung, die er, wie der Geschichtschreibersaget, nicht bezwingen konnte, umarmete /). Nachdem man ihm aber die Rede des al-ten Greises verdollmekschet hatte: so begriff er ohne Mühe, was die Nation von ihm wünschete.

Er gab also dem Adel vorläufig zu verstehen, daß er dem Kriegesrechte zu Folge, dieStadt seinen Soldaten Preis zu geben berechtiget wäre, sagte aber hernach, die Spaniersuchten nur die Völker, welche ihr Bündniß verlängeren, glücklich zu machen, und wolleer hiermit, zum Pfande des seinigen, der Stadt Tezcuco den Caciquen, den sie vom Him-mel empfangen habe, wieder zustellen. Diese Rede sehete jedermann in die größte Freu-denSentzückung. Alle Edelleute küffeten ihrem Fürsten die Hand, und ihr Frohlocken thei-lte sich dem gemeinen Manne im Augenblicke mit. Man jauchzete, man sang, man tan-zete, und diese Lustbarkeiten wahrsten die ganze Nacht. Die Krönung wurde bis auf denfolgenden Tag verschoben. Cortez wohnete ihr ohne das geringste MiStrauen bey, und hat-te das Vergnügen, daß er durch seine bezeugete Grvßmuth eine weit dauerhaftere Herr-schaft über die Indianer gewonnen hatte, als durch die blutigste Schlacht m). ' Tezcucowurde ein sicherer Zufluchtsort für die Spanier, und stritt an Eifer und Treue mit denTlascalanern beständig um den Vorzug.

Sobald der neue Cacique das Vorhaben seiner Bundesgenossen, nämlich den Eingang desSees für die Brigantinen schiffbar zu machen erfuhr, schickste er sogleich sechs bis siebentausend von seinen Unterthanen dahin, und ließ den vordersten Canälen eine größere Tiefegeben. Indem sie mit dieser Arbeit beschäfftiget waren: so beschloß Cortez, welcher alle Spanierseine Bewegungen nach der Haupkabsicht einrichtete, die Stadt Jztacpalapa mit einemTheile des Heeres anzugreifen. Denn weil dieser Ort sechs Meilen vorwärts lag : so er- ^achtete er es für nothwendig, den mexicanischen Canoten, welche die Arbeiter von Tezcuco

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den Namen Ferdinand an. Der Geschichtschreie auch,' es habe dieser Prinz, ungeachtet er nur etwaber gesteht zwar, man habe mit diesem Vorgänge neunzehn bis zwanzig Jahre alt gewesen, eine weitziemlich geeilet, und nur wenige Tage auf die Un- größere Fähigkeit gehabt, als die Indianer gemei-terweisung verwendet: »kein, er meldet zugleich niglich hätten. Ebcndas, ir-Lap.