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Dreyzehnter Band.
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in America. V Buch. x Cap. 499

funfMeilen beständig gegen Westen in einem niedrigen Lande zu gehen. Die Bay ist sandig:allein, unweit der- Bay sind ziemlich hohe Dünen. Die Savannen in dieser Gegend ha- vsnNeuspa-ben sehr fettes Rindvieh. Ungeachtet der Tondelofluß ziemlich schmal, auch überdiesis ^

mit einem Riffe verschlossen ist: so können doch Barken von fünfzig bis sechzig Tonnen ein-laufen. Er machet viele Krümmungen in seinem Laufe. Man liegt eine englische Vier-thelmeile von seiner Mündung, an der Ostseite in aller Sicherheit vor Anker: allein, manmuß auch, bey dem Einlaufen, sich an die Ostseite halten. Vier bis fünf Meilen höheroben, kann man den Fluß durchwaden. Von Tondelo bis nach Guafikevalp, sind nochacht Meilen , beständig westlich, und sandige Bay. Der Fluß Guafikevalp gehöret unterdie hauptsächlichsten an dieser Küste; er ist zwar nicht so breit, als der Tabasco, hingegenaber tiefer, und hat sein Riff vierzehn Schuh Wasser; weiter oben findet man weit mehrWasser, und Schlammgrund. Er entspringt unweit des Südmeeres, und können dieBarken sehr weit aufwärts fahren. Der Tecoantcpeque entspringt in eben derselbigen Ge-gend, gleichwie er seinen Ausfluß in eben dasselbige Meer nimmt, und wurde, wie manerzählet, das Takelwerk für die ersten Manillenfahrer, auf diesen beyden Flüssen aus demNordmeere in das Südmeer gebracht, indem ihre Quellen keine zwölfMeilen voneinanderliegen. Die nächste Stadt an der Mündmig des Guafikevalp, ist Reyhooca, doch liegtsie vier Meilen westlich davon. Es wird von ihrer Größe und dem Reichthums der Ein-wohner viel Wesens gemacht. Es giebt wenig Spanier da, hingegen viele Indianer undMulatten, meistentheils umschweifende Krämer, welche die ganze Gegend zwischen Villade Mose und Vera Cruz durchziehen, und den Cacao aufkaufen.

Von dem Flusse Guafikevalp lauft die Küste noch etwan drey Meilen westlich. DasLand ist niedrig, voll Bäume, die Bay sandig. Aber nachgehends wendet sich die Küstegegen Norden, läuft wohl sechzehn Meilen in diesem Striche fort, und allmählig von demStrande bergauf, bis sie endlich ein sehr hohes aber mit einem breiten Gipfel versehenesVorgebirge, oder das sogenannte St. Martinsland, bildet. Hier ist das westliche Endeder Campechebay. Von dieser Spitze bis an den Alvaradofluß zählet man beynahe zwanzigMeilen. Die ersten viere haben hohes, steinigtes, steiles Ufer, und waldigteö Land.

Nachgehends findet man hohe Sandhügel am Meere, daran die Wellen sich so gewaltsam

brechen, daß man mit keiner Schaluppe daselbst landen kann. Weiter hin wird das Land ,

niedrig, ziemlich eben, und steht voll hoher Bäume.

Der Alvarado ist bey seiner Mündung über eine englische Meile breit. Allein, essind nicht nur an der Einfahrt, sondern auch noch weiterhin, bis auf ungefähr zwo Meilenweit, viele Untiefen, die zwar nach der Queere liegen, doch so daß zwischen ihnen und demUfer einiger Raum übrig bleibt. Auch giebt es zwischen diesen Sandbänken einige Durch-fahrten, darunter die in der Mitte befindliche die allerbequemste ist, und wenigstens drey-zehn bis vierzehn Fuß Wasser hat. Beyde Ufer sind mit Dünen besitzt, denen Dampiereine Höhe von mehr als zweyhundert Schuhen beyleget. Der Fluß theilet sich in seinemLaufe in drey Aerme: sie stoßen aber bey der Mündung wieder zusammen. Der erste kömmtvon Osten, der andere von Westen,- der dritte, als der größte und eigentliche Alvarado,nimmt seinen Weg in gerader Linie nach dem Meere. Er entspringt in einer großen Ent-fernung von der See; und es sind die fruchtbaren Gegenden, die er bewässert, voll indiani-scher und spanischer Dörfer. Auf dem westlichen Ufer, der Mündung gleich gegen über,steht eine kleine Schanze, die mit einigen Stücken besitzt ist, und eine benachbarte Stadt

Rrr s bestreicht.