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Dreyzehnter Band.
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in Amerika. V Buch. X Cap. 505

gen Fluß, Porto Escondido genannt. Portroyal ist eine große Mündung eines salzigen Beschreib.Sees , der etwa zehn Meilen in die Lange, und vier in die Breite, auch nebst dieser noch vonNeufpa-eine andere Mündung, das ist, an jedwedem Ende eine, hat. Die zu Portroyal wird voneinem Riffe, darauf man gleichwohl noch etwa zehn Schuhe Wasser findet, eingeschlossen. ^

Der Ankergrund ist auf jedweder Seite gut, und hat die Einfahrt wenigstens zwo englischeMeilen in die Länge und eine in die Breite, nebst einigen Sandbuchten, darein man ohneGefahr einläuft. Die Schiffe legen sich gemeiniglich an der Ostseite hinter dem Champe-ton vor Anker, nicht nur weil an diesem Orte Brunnen gegraben sind, sondern auch, umgegen die Fluth , welche an diesem Orte eine außerordentliche Gewalt erzeiget, in Sicher-heit zu seyn. Es ist diese Stelle wegen der Wendung der Küste merkwürdig; denn sie läuftauf einmal gegen Westen, behält auch diese Richtung in einem Striche von fünf und sech-zig bis siebenzig Meilen. Eine Seite der Mündung wird von einem Jnselchen, das Port-royaleyland genannt, gebildet, die andere von dem festen Lande. Im Westen dieser Inselliegt eine andere niedrige und kleine, die Traurige oder Triste genannt; eine ganz schmaleDurchfahrt scheidet beyde von einander. Die traurige Insel ist an einigen Orten dreyenglische Meilen breit, und vier lang. Sie streicht von Osten nach Westen.

Die zweyte Mündung, durch welche man in den See kömmt, ist zwischen der trauri-gen, und der sogenannten Ochseninsel. Ihre Breite bekrägc ungefähr drey englische Mei-len. Außen vor ihr liegen viele Sandbänke, und lassen nur zwo Durchfahrten zwischensich. Die tiefeste ist in der Mitte der Mündung, und hat bey hoher Fluth wenigstenszwölf Fuß Wasser: der westliche hingegen etwa zehn.^ Sie ist nicht weit von der Ochsen-insel. Man muß mit einem Seelüftchen und dem Bleywurfe in der Hand hinein fahren,absonderlich auf der Seite an besagter Insel. Bey ihrer Spitze hak sie drey Faden Wasser,und sodann kann man sich gegen die traurige Insel wenden, und ganz nahe am Strande,unbesorgt Anker werfen. Ungeachtet der Ankergrund jenseits des Riffs, zwischen der trau-rigen und der Ochseninsel nicht überall gut ist, so ist doch die Fluth an diesem Orte weit stär-ker, als zu Portroyal: die Spanier haben dieser Mündung den Namen Laguna Terminabeygeleget. Kleine Fahrzeuge, als Schaluppen, Barken und Canote, finden auf dem Seeallenthalben gute Sicherheit. Sie können nach Belieben von einer Mündung zur andernfahren, oder auch die Buchten, Flüsse, und andere kleine Seen, die sich in den großenergießen, bes>chen.

Der erste ansehnliche Fluß, den man nach der Einfahrt bey Portroyal in Osten diesesSees antrifft, ist der Summasema. Für Schaluppen ist er groß genug. Er fällt an derSüdseite in die Mitte des Sees. Vor Zeiten stund ein Dorf gleiches Namens an seinerMündung. Voritzt steht ungefähr acht Meilen tiefer im Lande eine große indianischeStadt, die aus etwa zweytausend Haushaltungen und einigen spanischen Mönchen besteht.

Die letztem versehen bey zwo oder drey Kirchen Pfarrersdienste, und giebt es außer ihnen keineWeiße in dem Orte. Vier bis fünf Meilen vom Summasentaflusse, wo das Ufer gegenWesten streicht, findet man ein Inselchen, der Busch genannt, und gerade gegenüber,einen sehr schmalen, aber eine englische Meile langen Wiek, welcher nach einem andern See,der Ostsee genannt, führet. Dieser ist beynahe anderthalb Meilen breit, drey lang, undam Ufer mit Manglen bewachsen. In Südosten von diesem, öffnet sich noch ein andererWiek, und erstrecket sich beynahe sieben englische Meilen weit ins Land hinein. Man findeteine große Menge Farbholz an seinen Ufern; an seinem Ende aber eine große Savanna,

Allgem. Reistbeschr. XII! Band. Sss voll